Christoph Hochuli
Evangelische Volkspartei | 04.01 | En uffizi | Elegì
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters (z.B. auf 67 Jahre)?
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Einführung Elternzeit
Befürworten Sie die Einführung (kantonalen) Elternzeit von mindestens 20 Wochen?
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Die Schweiz hinkt bezüglich Elternzeit resp. Mutter- und Vaterschaftsurlaub anderen europäischen Staaten weit hinterher. Die Familienarbeit soll aufgewertet werden. Zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht es eine längere Elternzeit. Diese müsste auf Bundesebene eingeführt werden.
Vereinfachter Zugang zu Sozialhilfe
Soll der Kanton Massnahmen ergreifen, um den Zugang zur Sozialhilfe für anspruchberechtigte Personen zu vereinfachen (z.B. Vereinfachung der Anmeldeverfahren und/oder Informationskampagnen)?
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Grundsätzlich sind der Zugang zur Sozialhilfe und die Ausgestaltung der Sozialhilfe gut. Es soll geprüft werden, wie alle Personen, die Anspruch auf Sozialhilfe haben, diese auch erhalten (wenn sie dies möchten).
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll der Kanton mehr Mittel für die Krankenkassen-Prämienverbilligungen zur Verfügung stellen?
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Gerade Familien zahlen z.T. mehr als 10 % ihres Einkommens für Krankenkassenprämien. Basel-Stadt bezahlt jedoch bereits hohe Prämienverbilligungen einen grossen Personenkreis im Vergleich zu anderen Kantonen.
Stärkere Gesundheitskostenbeteiligung Versicherte
Sollen sich die Versicherten stärker an den Gesundheitskosten beteiligen (z.B. Einführung Notfallgebühr)?
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Eine höhere Mindestfranchise trifft in erster Linie diejenigen, die ohnehin schon knapp bei Kasse sind: Kranke, Haushalte mit tiefem Einkommen, die das Risiko einer hohen Franchise nicht tragen können. Ich wünschte mir auch, dass Personen wegen Bagatellen nicht auf die Notfallstation gehen. Bei Einführung einer Notfallgebühr würde aber das Risiko erhöht, dass Personen nicht in die Notfallstation gehen, auch wenn es notwendig wäre.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie die Wiedereinführung von separaten Kleinklassen («Förderklassen») im Kanton Basel-Stadt für verhaltensauffällige Schüler/-innen (kantonale Volksinitiative)?
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Die grossrätliche Bildungs- und Kulturkommission hat einen guten Gegenvorschlag zur Förderklassen-Initiative ausgearbeitet. Diese beinhaltet Förderklassen, Fördergruppen, Doppelbesetzungen von Lehrpersonen. Den Gegenvorschlag der BKK unterstütze ich.
Senkung Gymnasialquote
Würden Sie Massnahmen zur Senkung der Gymnasialquote zwecks Stärkung der Berufsbildung begrüssen (z.B. strengere Aufnahmekriterien fürs Gymnasium)?
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Basel-Stadt hat eine zu hoche Gymnasialquote im kantonalen Vergleich. Unser duales Bildungssystem und vor allem die hohe Durchlässigkeit (Berufsmatur etc.) ist ein hohes Gut. Es sollen jene Jugendlichen eine gymnasiale Matur absolvieren, die eine universitäre Ausbildung anstreben. Wenn eine Tertiärausbildung über die Berufsbildung erreicht werden kann, soll dieser Weg priorisiert werden.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit zusätzlichen Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
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Wie eine kürzlich erschienene Studie gezeigt hat und auch im Bildungsbericht deutlich geworden ist, sind die Bildungschancen immer noch stark vom Bildungshintergrund der Eltern abhängig. Deshalb ist es sehr wichtig, gezielt in die Förderung zu investieren.
Verzicht Fremdsprachenunterricht
Soll in der Primarschule zugunsten von Deutsch und Mathematik auf den Unterricht von Fremdsprachen verzichtet werden?
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Französisch soll in der zweiten Hälfte der Primarschule wie aktuell unterrichtet werden. Englisch erst in der Sekundarschule.
Bessere Arbeitsbedingungen Lehrpersonen
Soll der Kanton die Arbeitsbedingungen von Lehrpersonen verbessern (z.B. Lohnerhöhungen)?
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Die Löhne der Kindergartenlehrpersonen sollen an die Löhne der Primarlehrpersonen angehoben werden.
Migration & Integration
Erhöhung Einbürgerungsanforderungen
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen im Kanton Basel-Stadt erhöht werden (z.B. Sprachanforderungen)?
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Das aktuelle Einbürgerungsverfahren ist angemessen, fair und auch genügend streng.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
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Die Schweizer Wirtschaft ist auf Arbeitskräfte aus der EU angewiesen.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens fünf Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Kantonsebene erhalten?
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Wir haben ein faires Einbürgerungsverfahren. Wer integriert ist und die Sprache genügend beherrscht, soll auf sein Begehren hin unkompliziert eingebürgert werden. Das macht ein Ausländerstimm- und -wahlrecht überflüssig. Die verlangte Wohnsitzdauer an einem bestimmten Ort soll für die Einbürgerung aufgehoben werden (nur Wohnsitzdauer in der Schweiz soll zählen).
Integrationsförderung Zugewanderte
Soll der Kanton Basel-Stadt mehr Mittel für die Integration zugewanderter Personen bereitstellen (z.B. zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
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Basel-Stadt ist bei der Integration zugewanderter Personen schon sehr aktiv. Weitere Integrationsbemühungen sollen durch Institutionen umgesetzt werden, die bereits auf diesem Gebiet tätig sind. Ausländer/innen aber haben auch eine Eigenverantwortung für ihre Integration.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Legalisierung Cannabis
Soll der Konsum von Cannabis legalisiert werden?
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Durch eine Legalisierung würden die Probleme infolge Cannabis-Konsum (Psychosen, vor allem bei Jugendlichen) verharmlost. Es wird mit der Legalisierung nicht möglich sein, den Schwarzmarkt von Cannabis mit hohem THC-Gehalt zu unterbinden. Somit wäre der Konsum von legalem Hanf vermehrt der Einstieg, der zu Konsum von stärkerem Cannabis führt. Grosse Probleme mit dem Lenken von Motorfahrzeugen unter Cannabis-Einfluss wären zudem vorprogrammiert.
Förderung freie Musikschaffende
Eine kantonale Volksinitiative fordert, dass freie Musikschaffende deutlich mehr Fördergelder erhalten. Befürworten Sie dies?
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Mit der Umsetzung der Trinkgeldinitiative wurden einige Verbesserungen umgesetzt. Deren Wirkung sollte in 2 - 3 Jahren evaluiert werden, bevor weitere Massnahmen ergriffen werden. Zudem ist in der Initiative die Abgrenzung zwischen Institutionen und freiem Schaffen unklar, da viele Musikschaffende sowohl freischaffend als auch in Orchestern spielen oder Musik unterrichten.
Basler Gleichstellungsgesetz
Begrüssen Sie das neue Basler Gleichstellungsgesetz, welches neu mehr als die beiden amtlichen Geschlechter berücksichtigt?
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Unbestritten ist, dass Diskriminierung auf Grund des Geschlechts Unrecht ist. Dies ist aber gesetzlich bereits geregelt. Beachtet man z.B. Statistiken, wie viele junge Mädchen sich Brüste entfernen lassen, oder zur Anzahl Operationen, um Geschlechtsumwandlungen rückgängig zu machen, stellt sich die Frage, inwiefern heute die zur Sensibilisierung und zur Verhinderung von Diskriminierung geförderte Aufklärung über die Vielfalt der Geschlechter bei Jugendlichen die Identitätsfindung behindert.
Modernisierung St. Jakob-Park
Soll sich der Kanton an der Modernisierung des St. Jakob-Parks (Stadion Plus) finanziell beteiligen?
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Im Sinne der Sport- und Kulturförderung soll ein Teil der Kosten durch den Kanton bezahlt werden. Es sollen künftig wieder Konzerte im Joggeli stattfinden.
Finanzen & Steuern
Erhöhung Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Basel-Stadt die Ausgaben für die internationale Entwicklungszusammenarbeit auf 1% der Steuereinnahmen erhöhen (kantonale Volksinitiative)?
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Wir sind privilegiert, im Kanton Basel-Stadt zu leben. Lasst uns etwas von unserem Reichtum weitergeben und unsere erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung der globalen Armut fortsetzen. Ich unterstütze die 1%-Initiative als Komiteemitglied.
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen für natürliche Personen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
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Weil der Kanton BS in den letzten Jahren hohe Gewinne erzielte, unterstützte ich den Gegenvorschlag (WAK-Bericht) als Kompromisslösung. Von dieses beschlossenen Steuersenkungen werden alle steuerzahlenden Bevölkerungsgruppen im Kanton in den kommenden Jahren profitieren.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
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Dadurch würden Paare/Familien steuerlich benachteiligt, bei denen eine Person hochprozentig arbeitet und ein hohes Einkommen hat und die andere Person niedrigprozentig arbeitet und ein tiefes Einkommen hat. Zudem wäre der administrative Aufwand für alle Personen und für die Steuerverwaltungen extrem gross.
Rückverteilung OECD-Mindeststeuer an Unternehmen
Sollen die jährlichen Mehreinnahmen durch die OECD-Mindeststeuer mit einem Fonds (zur Förderung von Innovation, Gesellschaft & Umwelt) an die Unternehmen rückverteilt werden?
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Grundsätzlich ja. Es ist zu prüfen, in welchem Umfang dies geschehen soll. Möglicherweise kann ein Anteil auch anderweitig verwendet werden.
Direkter Steuerabzug vom Lohn
Eine kantonale Volksinitiative fordert, dass die Steuern neu in der Regel direkt vom Lohn abgezogen werden sollen (analog «Quellenbesteuerung»). Befürworten Sie dies?
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Im Kanton Basel-Stadt werden wegen Steuerausständen jährlich fast 10‘000 Betreibungsbegehren gestellt. Im Jahr 2015 beliefen sich die Steuerverluste des Kantons auf über 25 Mio. Franken. Mit dem Direktabzug können Steuerschulden verhindert werden. Denn mit einem direkten Lohnabzug erhalten die Arbeitnehmenden nur denjenigen Betrag auf ihr Bankkonto ausbezahlt, den sie ausgeben können. Der Direktabzug sollte in allen Kantonen eingeführt werden.
Wirtschaft & Arbeit
Verzicht städtische Dienstleistungen
Soll der Kanton auf die Erbringung eigener Dienstleistungen verzichten, falls dadurch private Angebote konkurrenziert werden (z.B. Kehrichtabfuhr, Stadtgärtnerei, Gleissanierungen)?
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Die bisherige Praxis hat sich bewährt. Es können nicht alle Arbeiten - z.B. der Stadtgärtnerei - durch private ausgeführt werden, denn dieses Arbeitsvolumen ist zu gross. Gewisse Arbeiten - wie z.B. teilweise bei der Kehrichtabfuhr - werden bereits duch private Unternehmen ausgeführt.
Konzernverantwortung
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden (Konzernverantwortung)?
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Die EU führt ein Konzernverantwortungsgesetz ein. Da muss die Schweiz unbedingt mitziehen. Es sollen für alle in die Schweiz importierten Produkte gewisse Sozial- und Umweltstandards gelten.
Sonntagsverkauf Innenstadt
Befürworten Sie die Schaffung einer Tourismuszone in der Innenstadt, in welcher Ladengeschäfte auch sonntags geöffnet sein dürfen?
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Die Nacht- und Sonntagsarbeit soll so minim wie möglich gehalten werden. An vielen Orten zeigt sich, dass weder Geschäftsinhaber noch das Personal längere Öffnungszeiten wünscht. Der Sonntag soll als Ruhetag erhalten bleiben und dem Zusammensein mit Familien und Freunden dienen. Ein Wildwuchs mit verschiedenen Öffnungszeiten der Geschäfte am gleichen Ort ist zu vermeiden.
Erschwerung Einkaufstourismus
Soll die Schweiz Einkäufe im Ausland erschweren (z.B. Senkung der Mehrwertsteuer-Freigrenze von 300 auf 50 CHF Einkaufswert)?
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Der sogenannte "Schweiz-Zuschlag" auf importierte Güter muss abgeschafft werden. So würden die Preise in der Schweiz sinken und die Kunden würden weniger im Ausland einkaufen. Eine Senkung der Wertfreigrenze auf CHF 50 könnte nur mit einem extrem grossen Aufwand durch den Zoll umgesetzt werden.
Wohnpolitik & Stadtentwicklung
Lockerung Wohnschutzgesetzgebung
Soll die Bewilligungspflicht bei Sanierungen von Wohnungen gelockert werden (Lockerung Wohnschutzgesetzgebung)?
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Eine erste Evaluation hat ergeben, dass der Wohnschutz einerseits seinen zweck erfüllt, also hilft, dass Mieten weniger steigen. Andererseits zeigt sich aber auch, dass es bremsend auf Sanierungsvorhaben wirkt, gerade auch bei energetischen Sanierungen. Darum sollten einzelne gezielte Lockerungen vorgenommen werden.
Schaffung Superblocks
Befürworten Sie die Schaffung von sogenannten "Superblocks" (stark verkehrsberuhigte Quartiere mit Begegnungszonen, reduziertem Parkplatzangebot und Durchfahrtssperren für Autos)?
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Die Errichtung von Begegnungszonen in vielen Quartierstrassen begrüsse ich sehr. Durchfahrtsverbote und die Reduktion des Parkplatzangebots sollen aber nur mit Zurückhaltung umgesetzt werden.
Bau Hallenbad
Befürworten Sie den Bau eines Hallenbads am Standort des heutigen Musical Theater?
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In der Machbarkeitsstudie der Fa. Dietziker steht: «… die Liegenschaft weist weder strukturell noch baulich oder gar technisch substanziell relevante Mängel auf, die einen weiteren Betrieb eines Musical Theaters verhindern würden.» Deshalb soll das Musical Theater nur so viel wie nötig saniert und für verschiedenartige Veranstaltungen erhalten bleiben. Auf dem Erlenmattplatz soll ein Hallenbad mit 50-Meter-Schwimmbecken gebaut werden. Dieser Standort ist gemäss Regierungsrat gut geeignet.
Umwelt & Energie
Klimaschutz durch Anreize
Soll zur Erreichung der Klimaziele ausschliesslich auf Anreize und Zielvereinbarungen anstatt auf Verbote und Einschränkungen gesetzt werden?
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Anreize und Zielvereinbarungen tönen gut, sind aber teuer und ineffizient. Manchmal ist ein Verbot einfach sinnvoller (siehe Verbot FCKW oder Katalysatoren) und erreicht schneller Wirkung.
Solarpflicht
Sollen Hauseigentümer/-innen in Basel verpflichtet werden können, bei Neubauten oder grösseren Renovationen Solar-Anlagen (Photovoltaik) zu installieren?
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Um die Klimaziele zu erreichen muss mehr erneuerbarer Strom produziert werden. Mit den Subventinen und Einspeisevergütungen sind PV-Anlagen ausserdem rentabel. Für Hausbesitzende mit beschränktem Budget sollen kantonale Finanzierungsmodelle (z.B. Kredite, Hypotheken) geprüft werden. Die IWB könnte - wie bereits auf Geschäftsliegenschaften möglich - auch für Privatliegenschaften Contracting-Verträge anbieten (Installation/Betrieb durch IWB). Ausnahmen, z.B. in der Innenstadt, müssen möglich sein.
Begrünung versiegelter Flächen
Soll der Kanton im städtischen Raum deutlich mehr versiegelte Flächen begrünen (z.B. mit Baumpflanzungen und Ökoflächen)?
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Zur Reduktion der Klimaerwärmung, der Hitzeentwicklung in der Stadt und der Anzahl Hitzetoten muss die Begrünung zügig vorangetrieben werden.
Verkehr
Tramlinie 30
Befürworten Sie die geplante Tramlinie 30 durch den Petersgraben?
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Zur Entlastung der aktuell von sehr vielen Linien befahrenen Achse Barfüsserplatz - Marktplatz - Schifflände ist diese neue Linie wichtig. Mit Tram können viel mehr Personen transportiert werden als mit Bussen.
Bau Rheintunnel
Befürworten Sie den Bau des Rheintunnels (A2)?
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Ich bin eigentlich nicht für den Bau von immer mehr Strassen, doch der Rheintunnel ist notwendig, um die Stadt- und Quartierstrassen vom Durchgangsverkehr zu befreien und um die Lärmbelastung für die Anwohnenden zu reduzieren. Allerdings sollte die Kapazität der Osttangente je nach Tageszeit künftig eingeschränkt werden, damit die zusätzliche Kapazität nicht zu einer Zunahme des Verkehrs führt.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Braucht es im Kanton Basel-Stadt zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z.B. Verzicht Gebührenerhöhung für Parkkarten, Anzahl erlaubte Parkplätze auf privatem Grund)?
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Die Gebühren für Anwohnerparkkarten sollen erhöht werden, denn sie sind momentan - auch im kantonalen Vergleich - zu tief. Die Anzahl erlaubter Parkplätze auf Privatboden soll erhöht werden, denn diese Parkplätze würden den Parksuchverkehr verringern und Platz schaffen für mehr Grünraum und ggf. Velostreifen.
Ausbau Veloinfrastruktur
Eine kantonale Volksinitiative fordert einen deutlichen Ausbau der Veloinfrastruktur (u.a. Velo-Vorzugsrouten in alle Quartiere, Mindestbreiten für Velorouten, bauliche Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit). Befürworten Sie dies?
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Es ist sehr wichtig, attraktive und sichere Velorouten zu bauen/markieren. Velofahren soll auch für Kinder und ältere Velofahrende sicher sein. Mit der konsequenten Umsetzung der Initiative würden m.E. zu viele Parkplätze in Quartierstrassen abgebaut. Ich bin für einen guten Gegenvorschlag zur Initiative.
Politisches System & Digitalisierung
Offenlegung Parteienfinanzierung
Sollen die Parteien auf kantonaler Ebene ihre Finanzierung vollständig offenlegen müssen?
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Im Rahmen der Transparenz und Meinungsbildung ist es richtig, dass sich Geldgeber der Parteien und Abstimmungskampagnen entsprechend outen müssen. Das heisst, Geldgeber ab einem bestimmten Betrag müssen gemeldet werden.
Kündigung Schengen-Abkommen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
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Das Schengen-Abkommen macht weiterhin Sinn. Das Schengener Fahndungssystem SIS hilft bei der europaweiten Fahndung nach gesuchten Personen. Bereits seit längerer Zeit vor der Einführung des Schengen-Abkommens wurden keine systematischen Grenzkontrollen mehr durchgeführt. (Nur ein kleiner Prozentsatz der grenzüberschreitenden Personen und Fahrzeuge können damals wie heute kontrolliert werden.) Situativ verstärkte Grenzkontrollen können sinnvoll sein.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
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Bei Angriffskriegen (wie Russland gegen Ukraine) müssen Sanktionen gegen das Angriffsland verhängt werden können.
Stärkere Zusammenarbeit Basel-Landschaft
Soll die (institutionelle) Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Landschaft ausgebaut und vertieft werden?
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Eine Zusammenarbeit z.B. in der Gesundheitsversorung, bei der Universität und der Kultur ist weiterhin wichtig.
Sicherheit & Polizei
Verbesserung Arbeitsbedingungen Polizei
Sollen die Arbeitsbedingungen bei der Polizei weiter verbessert werden (z.B. Reduktion Wochenarbeitszeit, Lohnerhöhungen)?
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Es braucht unbedingt Massnahmen, die bewirken, dass mehr Menschen motiviert werden, die Polizeischule zu absolvieren, auch mehr Polizist/innen aus anderen Korps zur Kapo BS wechseln und natürlich auch, dass es möglichst keine weiteren Kündigungen mehr gibt. Es braucht höhere Löhne, flexiblere (Teilzeit-)Arbeitsmodelle, Altersentlastung für ältere Polizist/innen und die Umkleidezeit soll voll als Arbeitszeit gelten.
Bodycams für Polizei
Soll die Basler Polizei mit Bodycams ausgestattet werden?
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Bodycams haben eine präventive, deeskalierende Wirkung und die Aufnahmen von Bodycams können als Beweismittel in einem Strafverfahren verwendet werden. Die Anwendung der Bodycams und die Einsichtnahme in die Aufnahmen müssten rechtlich und organisatorisch festgelegt, der Datenschutz gewährleistet und die Aufbewahrungsdauer der Videoaufnahmen reglementiert werden.
Verschärfung Demonstrationsregeln
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (z.B. härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen)?
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Die Versammlungsfreiheit ist selbstverständlich zu respektieren. Andererseits soll auch die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung, das Gewerbe und der ÖV nicht übermässig eingeschränkt werden. Unbewilligte Demos sollen verhindert werden, wenn keine Absprachen mit den Veranstaltern vor Ort getroffen werden können. (Unter Umständen gibt es sogar eine Spontanbewilligung.) Vermummte Demonstrierende sollen – wenn taktisch und personell möglich – vom Demozug getrennt und kontrolliert werden.
Erhöhung Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
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Eine sichtbare Präsenz der Polizei wirkt präventiv und erhöht das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Es können auch Delikte festgestellt oder sogar verhindert werden. Mit dem momentanen Personalunterbestand der Kapo BS ist es allerdings nicht möglich, die Polizeipräsenz zu verstärken.
Wertehaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Die freie Marktwirtschaft hat historisch gesehen für ein starkes Wirtschaftswachstum in der Schweiz und auch im Ausland gesorgt. International gesehen hinterlässt die Globalisierung aber auch Verlierer. Arbeitsausbeutung ist weltweit immer noch ein grosses Problem, genauso wie Armut und Hunger. Ausserdem hinterlässt die freie Marktwirtschaft grosse ökologische Schäden, da externe Effekte nicht von den Verursachern getragen werden und somit keine Kostenwahrheit herrscht.
Chancen der Digitalisierung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Die fortschreitende Digitalisierung bietet mehr Chancen als Risiken."
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Die Digitalisierung bietet sehr viele Chancen. Sie birgt auch Risiken und diese müssen wirksam bekämpft werden.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Commentari
Es ist beides wichtig, man kann das Eine nicht gegen das Andere ausspielen. Eine Strafe hat folgende Ziele: Verhaltensveränderung und Wiedereingliederung des Täters, Abschreckung potenzieller anderer Täter, Schutz der Bevölkerung, Sühne/Wiederherstellung der Gerechtigkeit. Die Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist wichtig, damit Täter nach verbüsster Haftstrafe weder rückfällig, noch abhängig von Sozialhilfe etc. werden. Wenn notwendig müssen psychisch kranke Straftäter verwahrt werden.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Commentari
Heute ist klar, dass die Umweltverschmutzung und die Klimaerwärmung die Schweiz und alle Länder teuer zu stehen kommen. Auch haben Experten darlegen können, dass das Vermeiden bzw. Stoppen des Klimawandels günstiger ist, als mit den Folgen zu leben. Folglich sind Umweltschutz und Bekämpfung des Klimawandels wichtiger, als kurzfristiges Wirtschaftswachstum.
Commentari
Wird langfristig sicher ein Thema. Da die Menschen immer älter werden, ist eine Erhöhung des Rentenalters leider unumgänglich. So kurz nach der Erhöhung des AHV-Alters für Frauen ist es jedoch nicht angebracht, das Rentenalter gleich nochmals zu erhöhen