Sebastian Leugger
Tier im Fokus | 28.13.4
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Städtische Angestellte können in Bern heute mit 63 Jahren in Rente gehen. Soll das ordentliche Rentenalter auf die üblichen 65 Jahre erhöht werden?
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Vereinfachter Zugang zu Sozialhilfe
Soll die Stadt Massnahmen ergreifen, um den Zugang zur Sozialhilfe für anspruchberechtigte Personen zu vereinfachen (z.B. Vereinfachung der Anmeldeverfahren und/oder Informationskampagnen)?
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Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z.B. Begrenzung der Zulagen, tieferer Ansatz des Existenzminimums, strengere Sanktionen)?
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Commentari
Was in der Schweiz als Existenzminimum gilt, ermöglicht immer noch einen Konsum, der hochgerechnet auf die ganze Welt mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde innerhalb menschlicher Zeithorizonte erneuern kann. Sozialhilfe soll die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Ist das wirklich nur für Menschen möglich, die (wie wir) unnachhaltig viel konsumieren? Und wenn ja: Wollen wir so eine Gesellschaft sein? - Trotz alledem: den Hilflosen weniger gönnen als sich selbst: Nein!
Finanzielle Unterstützung Kitas
Soll Bern die städtischen Kitas stärker finanziell unterstützen?
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Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie die Wiedereinführung von separaten Kleinklassen/Sonderklassen in der Stadt Bern für verhaltensauffällige Schüler/-innen?
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Commentari
Mit Time-Outs, Abschiebung in Sonderschulen u.ä. werden die grössten Störenfriede auch im heutigen System ausgesondert. Eine Kleinklasse wäre in manchen Fällen wohl die integrativere Lösung. Im Rahmen der Schulautonomie sollte jede Schule selbst entscheiden können, ob sie Kleinklassen einführen will oder nicht.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Staat stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
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Der Staat sollte es z.B. auch Kindern aus einkommensschwachen Familien ermöglichen, in für ihre Bedürfnisse passende, alternative (Privat-)Schulen zu gehen; die öffentliche Schule ist nicht für alle Kinder die beste Lösung, und es ist ungerecht, dass nur Kinder von einkommensstarken Eltern Alternativen haben. - Was bei den Kitas mit den Betreuungsgutscheinen eingeführt wurde, könnte auch auf dei Schulen ausgeweitet werden.
Handyverbot an Schulen
Soll die Stadt Bern ein Handyverbot an allen Berner Schulen erlassen?
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Im Rahmen der Schulautonomie soll das jede Schule einzeln entscheiden können. Es gibt nicht DEN einzig richtigen Umgang mit Handys.
Einführung Ganztagesschulen
Befürworten Sie die Einführung von Ganztagesschulen an allen Schulen in der Stadt Bern?
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Mit solchen Angeboten werden Arbeits- und Lebensmodelle gefördert, die keine Zukunft haben: Von früh bis spät pausenlos Geld verdienen, um in der restlichen Zeit möglichst viel konsumieren zu können. - Wer Kinder hat, soll über Mittag lange genug und am Abend früh genug nach Hause dürfen. Und wer z.B. wegen männlicher Sozialisation nicht nach Hause will: der soll halt nach Hause müssen, mindestens die Hälfte der Zeit. (Das ist ein Vorschlag für eine Abmachung unter Eltern, nicht für ein Gesetz.)
Migration & Integration
Erhöhung Einbürgerungsanforderungen
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen in der Stadt Bern erhöht werden (z.B. Sprachanforderungen)?
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Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
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Commentari
Die Personenfreizügigkeit bedroht vieles, was die lohnabhängigen Inländer:innen den hiesigen Produktionskapital-Besitzenden abgerungen haben (hohes Ausbildungs- & Lohnniveau, gute Sozialversicherungen). Die Solidarität gebietet, dass wir auch Noch-Ausländer:innen an diesen Errungenschaften teilhaben lassen, auch wenn das weitere politische Kämpfe erfordert, und auch, wenn es z.T. zu weniger kapitalisierten Unternehmen mit dazu passenden, weniger qualifizierter Tieflohn-Arbeiter:innen führt.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
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Früher wäre besser!
Integrationsförderung Zugewanderte
Soll die Stadt Bern mehr Mittel für die Integration zugewanderter Personen bereitstellen (z.B. zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
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Sie sollte sich ZUDEM im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen, das Arbeitsverbot für Asylsuchende aufzuheben. Die z.T. jahrelange, erzwungene Abhängigkeit von Ämtern ist zermürbend. Insofern zugewanderte Personen Hilfe brauchen, braucht es natürlich Sozialhilfe, aber insofern wir sie per Arbeitsverbot in die Hilflosigkeit (oder Illegalität) zwingen, ist das Wort "Hilfe" ein Hohn. Und das gilt auch für niedrigqualifizierte Zugewanderte, auch wenn sie unser Lohnniveau nach unten drücken.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Kostenlose Drogenkontrollstelle
Die Stadt finanziert in einem Pilotprojekt alle 14 Tage eine kostenlose Kontrollstelle für Drogen auf der Schützenmatte. Befürworten Sie dies?
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Kontrolle Lohngleichheit
Soll die Lohngleichheit von Frauen und Männern bei Unternehmen, welche Aufträge von der Stadt erhalten, strenger kontrolliert werden?
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Meine Befürchtung wäre, dass davon v.a. grössere Unternehmen profitieren würden, die sich eine Abteilung leisten können, die die entsprechenden Unternehmenskennzahlen und Unterlagen behördengerecht frisiert, ohne dass wir damit der Lohngleichheit näher kämen. Ich fände ich es zielführender, traditionelle Frauenberufe (z.B. Kindergärtner:in) pauschal höher zu entlöhnen, auch wenn dafür anderswo die Löhne sinken müssten (z.B. Gymerlehrer:in).
Kürzung Kulturförderung
Soll die Stadt Bern ihre finanziellen Mittel für die Kulturförderung reduzieren?
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Die Kulturförderung der Stadt erschafft und zementiert Hierarchien und Abhängigkeiten, die weder der Kultur noch den Kulturschaffenden gut tun. Eine Kulturszene, die sich aus vielen kleinen, unabhängigen Geldtöpfen finanziert (z.B. von Stiftungen/Vereinen), ist freier und glücklicher. Die Professionalisierung der Kultur-Produktion ist ebenso fragwürdig wie jene des Spitzensports. Kultur (wie Bewegung) ist ein menschliches Bedürfnis, und zwar nicht nur Kultur-Konsum, auch Kultur-Produktion.
Grundeinkommen Kulturschaffende
Sollen Kunst- und Kulturschaffende für die Laufzeit ihrer durch die Stadt geförderten Projekte ein Grundeinkommen beanspruchen können?
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Die Kunst- und Kulturförderung der Stadt geht in die Richtung, dass nur noch als Kunst und Kultur gilt, was von zertifizierten Abgänger:innen von Kunst(hoch)schulen produziert wird. So werden Hierarchien und Abhängigkeiten geschaffen und zementiert, die der Kunst und Kultur nicht gut tun.
Erhalt Streichelzoo
Eine städtische Volksinitiative fordert, dass der Streichelzoo im Dählhölzli erhalten bleiben muss. Unterstützen Sie dies?
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Ein Streichelzoo fördert die Haltung, dass Tiere FÜR UNS da sind. Tiere sind aber für sich selber da.
Finanzen & Steuern
Steuererhöhung
Befürworten Sie eine Erhöhung der kommunalen Steuern (Steuerfusserhöhung) für natürliche Personen angesichts bevorstehender Investitionen und Defizite?
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Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
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Einstellungsstopp Verwaltung
Befürworten Sie einen Einstellungsstopp für die Stadt Bern (Einfrieren des Stellenbestands)?
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Erhöhung Sparanstrengungen
Sollte die Stadt Bern mehr Sparanstrengungen unternehmen, um ein ausgeglichenes Budget auszuweisen (z.B. Verzicht auf einzelne, nicht vom Kanton/Bund vorgeschriebene Aufgaben)?
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Wichtiger als ein ausgeglichenes Budget finde ich, BEI WEM sich die Stadt Bern verschuldet. Der Skandal um die FIFA-Kredite war nur die Spitze des Eisbergs: Die Stadt hat keine Ahnung, wer ihre Kreditgeber sind. Sie kennt nur die Banken, die ihr die Kredite vermitteln; alles andere verbirgt sich hinter dem Bankgeheimnis. So zahlen wir jährlich dutzende Millionen Franken Schuldzinsen an Unbekannt. Verantwortungsvolle Finanzpolitik sieht anders aus.
Einführung Schuldenbremse
Soll die Stadt zusätzlich zu den kantonalen Bestimmungen über den Ausgleich der Gemeindefinanzen (Gemeindegesetz) eine kommunale Schuldenbremse einführen?
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Mich dünkt weniger wichtig, wie hoch die Schulden sind, sondern eher, gegenüber wem wir sie haben, d.h. von wem wir uns damit abhängig machen bzw. umgekehrt gedacht: Wer von den Schuldzinsen profitiert, für die wir als Steuerzahler:innen letztlich aufkommen müssen. Im Moment sind es die undurchsichtigen und überhaupt nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichteten internationalen Finanzmärkte. Als links-grüne Stadt müssen wir da bessere Lösungen finden.
Wirtschaft & Arbeit
Sonntagsverkauf Altstadt
Soll sich die Stadt Bern dafür einsetzen, dass Läden in der Altstadt am Sonntag geöffnet haben dürfen (z.B. durch Schaffung einer sog. Tourismuszone in der Innenstadt)?
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Die Sonntagsruhe ist die allwöchentliche Einladung, die Vorzüge von Degrowth kennen- und schätzen zu lernen: weniger Markt, weniger Güterumschlag, weniger Produktion, weniger Konsum, dafür umso mehr Zeit, sich der paradiesischen Zustände zu besinnen, in denen wir hier eigentlich leben (könnten).
Verzicht auf städtische Dienstleistungen
Soll die Stadt Bern auf die Erbringung eigener Dienstleistungen verzichten, falls dadurch private Angebote konkurrenziert werden (z.B. Stadtgärnerei, einzelne EWB-Dienstleistungen)?
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Einführung Mindestlohn
Eine städtische Initiative verlangt die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 23.80 brutto pro Stunde. Befürworten Sie dies?
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Das würde m.E. dazu führen, dass Menschen, die für den hiesigen Arbeitsmarkt (noch) wenige Qualifikationen haben, in Bern kaum noch Jobs fänden, weil die Unternehmen keine solchen Jobs mehr schaffen würden: Es würde sich für sie nicht mehr rechnen. Stattdessen würden sie in Kapital investieren, das nur von dafür qualifizierten Menschen bedient werden kann: Diesen kann man dann Mindestlohn-konforme Löhne zahlen. Die (noch) wenig qualifizierten blieben auf der Strecke.
Lockerung Lärmschutzregeln Gastrobetriebe
Sollen die Lärmschutzregeln für Gastrobetriebe im öffentlichen Raum (z.B. Pop-Up-Bars, Aussenbestuhlungen von Restaurants) gelockert werden?
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Verbot kommerzielle Werbung
Soll in der Stadt Bern ein vollständiges Verbot für kommerzielle Werbung im öffentlichen Raum eingeführt werden?
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Wohnpolitik & Stadtentwicklung
Schaffung Superblocks
Befürworten Sie die Schaffung von sogenannten "Superblocks" (stark verkehrsberuhigte Quartiere mit Begegnungszonen, reduziertem Parkplatzangebot und Durchfahrtssperren für Autos)?
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Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll die Stadt Bern gemeinnützigen Wohnungsbau stärker fördern (z.B. verpflichtende Kostenmiete bei allen Baurechtsverträgen, Abgabe von vergünstigtem Bauland)?
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Höheres Bauen
Eine städtische Volksinitiative fordert, dass in Bern künftig höher gebaut werden darf (ausserhalb der Altstadt). Befürworten Sie dies?
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Umwelt & Energie
Klimaschutz durch Anreize
Soll zur Erreichung der Klimaziele ausschliesslich auf Anreize und Zielvereinbarungen anstatt auf Verbote und Einschränkungen gesetzt werden?
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Höhere Unternehmenssteuern für Klimamassnahmen
Eine städtische Initiative fordert zur Finanzierung von Klimamassnahmen unter anderem eine Erhöhung von Unternehmenssteuern und Gebühren. Befürworten Sie dies?
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Mehr Massnahmen für Biodiversität
Braucht es in der Stadt Bern zusätzliche Massnahmen zugunsten der Biodiversität (z.B. Regelungen zur Schaffung von Grünräumen bzw. zum Bodenschutz)?
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Früherer Ausstieg Erdgas
Die Stadt Bern möchte bis 2045 aus dem Erdgas aussteigen. Würden Sie einen deutlich früheren Termin befürworten?
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Solarpflicht Neubauten
Eine kantonale Volksinitiative (Solar-Initiative) fordert, dass bei Neubauten und Renovierungen eine Solarpflicht besteht (mit Ausnahmen). Befürworten Sie dies?
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Verkehr
Höhere Parkgebühren für SUVs
Soll die Stadt für grosse, emissionsintensive Fahrzeuge (bspw. SUVs) höhere Parkgebühren erheben?
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Förderung motorisierter Individualverkehr
Braucht es in der Stadt Bern zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z.B. Verbesserung Verkehrsfluss, Parkplatzangebot)?
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Autofreier Bahnhofplatz
Die Stadt Bern will den Bahnhofplatz für den motorisierten Individualverkehr sperren. Befürworten Sie dieses Vorhaben?
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Politisches System & Digitalisierung
Vergrösserung Stadtregierung
Soll die Berner Stadtregierung von fünf auf sieben Mitglieder erweitert werden?
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Ausbau 5G-Mobilfunknetz
Soll das Schweizer Mobilfunknetz möglichst flächendeckend mit der neusten Technologie ausgestattet werden (aktuell 5G-Standard)?
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Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
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Die CH-Neutralität war wichtig, als sich unsere Nachbarländer bekriegten. Sie war zudem nicht "unsere" Entscheidung, sondern von aussen aufgezwungen. Unterdessen ist wohl eher die Parteilichkeit von aussen aufgezwungen: die USA würde uns sanktionieren, wenn wir bei den Russland-Sanktionen nicht mitmachen würden. Anstatt uns Neutralität auf die Fahnen zu schreiben, sollten wir neu diskutieren, wie wir zur Friedensförderung beitragen können.
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
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Die EU ist ein neoliberales Gebilde, von dem wir besser einen gesunden Abstand wahren.
Sicherheit & Polizei
Verschärfung Demonstrationsregeln
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen)?
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Gerade in der Bundesstadt muss möglichst ohne Auflagen demonstriert werden können. Eine einfache Anmeldepflicht, und auch das nur für grössere Demos, würde reichen, v.a. in Verbindung mit einer Kultur der gegenseitigen Rücksichtnahme und niederschwelliger Ad-hoc-Koordination. Die Polizei müsste nur in Einzelfällen eingreifen, wenn diese Kultur versagt.
Erhöhung Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
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Die Polizei ist bereits gut sichtbar.
Kündigung Schengen-Abkommen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
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Als Mitglied von Schengen sind wir auch dafür mitverantwortlich, was an den Schengen-Aussengrenzen passiert. Ich mache mir Sorgen, dass es für uns zu leicht ist, die Augen dafür zu verschliessen. Aber mit der Kündigung von Schengen würde sich daran auch nichts ändern, da die Schweiz nun einmal rundum von Schengen-Staaten umgeben ist.
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung (z.B. im Strassenverkehr und auf öffentlichen Plätzen)?
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Wertehaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Je nach dem, was wir mit "freie Marktwirtschaft" meinen. Wenn wir darunter das real existierende System hierzulande meinen, dann ist es offensichtlich, dass davon langfristig nicht alle profitieren. Anders sieht es aus, wenn utopischere / theoretischere Ideen damit gemeint sind. Aber von Utopien können auch frühestens dann alle profitieren, wenn sie real sind...
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kriminelle sind Teil unserer Gesellschaft, auch wenn sie hinter Gittern sind. Wir können sie nicht ausgliedern, indem wir sie einsperren: Sie sind weiterhin mit uns im Austausch, und sei es auch nur wegen den Kosten, die sie verursachen. Der Wunsch nach Bestrafung ist verständlich, aber zweischneidig: Wer bestraft, zahlt die Bestrafung mit. Können wir sie aus unserer Gesellschaft ausgliedern, indem wir sie ausschaffen? - Wenn wir das Wir eng fassen: Ja. Aber bestrafen wir uns so nicht selbst?
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Wirtschaftswachstum ist eine abstrakte Idee, meistens konkretisiert anhand irgendwelcher Kennzahlen, z.B. des BIPs. Viele Dinge, die uns im Leben wichtig sind (Zeit haben, gut Schlafen, Freund:innen...), fliessen nicht in diese Kennzahlen ein, und vieles, was in diese Kennzahlen einfliesst, lässt diese anderen lebenswichtigen Dinge schrumpfen und verkümmern. Dort, wo Menschen Hunger leiden, erfrieren oder verdursten, braucht es Wirtschaftswachstum. Bei uns braucht es Degrowth.
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Wer anspruchsberechtigt ist, braucht Hilfe, nicht Formular- und Fristen-Hindernisläufe.