Jann Alexander Frey-Rauber
GRÜNE | 03.11
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen und Männer (z.B. auf 67 Jahre)?
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Erhöhung Familienzulagen
Der Kantonsrat hat kürzlich einer Erhöhung der Familienzulagen im Kanton Solothurn zugestimmt (+ 30 Fr. pro Monat). Befürworten Sie diese Erhöhung?
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Gemessen an den Gesamtkosten, die Familien für die Gesellschaft tragen ist diese Erhöhung sehr gering. Die grössten Kosten sind dabei der Lohnausfall, wenn ein Elternteil (oft die Mutter) das Arbeitspensum reduziert. Zur Entlastung der Familien bleibt also auch nach dieser Erhöhung Luft nach oben.
Förderung Kinderbetreuung
Sollen die Gemeinden im Kanton Solothurn verpflichtet werden, einen Teil der Kosten für externe Kinderbetreuung zu übernehmen (Unterstützung via Betreuungsgutscheine durch Kanton und Gemeinden)?
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Dies wird in einzelnen Gemeinden schon gemacht. Ein Ausbau kommt der Gesellschaft mehrfach zu Gute, wenn dadurch die Eltern vermehrt am Arbeitsleben teilnehmen können. Jeder Franken, den wir so investieren, kommt durch höhere Steuereinnahmen wieder zurück.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll der Kanton mehr Mittel für die Krankenkassen-Prämienverbilligungen zur Verfügung stellen?
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Die steigenden Gesundheitskosten werden zunehmend zu einer Belastung. Es braucht dringend Massnahmen, die Kosten einzudämmen. Mit der Prämienverbilligung weden steigenden Gesundheitskosten zwar nicht verringert getragen, die Abwälzung auf die Bevölkerung wird jedoch abgemildert. Dies ist als Symptombekämpfung wichtig, darf aber nicht die einzige Massnahme bleiben.
Höhere private Gesundheitskostenbeteiligung
Sollen sich die Versicherten stärker an den Gesundheitskosten beteiligen (z.B. Einführung Notfallgebühr)?
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Es ist unbestritten, dass Armut das Risiko zur Krankheit erhöht. Eine höhere Beteiligung an Gesundheitskosten trifft somit wieder die schwächsten.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
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Der Wunsch nach einer vollständigen Integration ist nachvollziehbar und soll nach Möglichkeit auch umgesetzt werden. Als direkt Betroffener weiss ich, dass diese Form der Beschulung jedoch von allen Beteiligten (Kind, Lehrpersonen, Heipädagog:innen und Eltern) sehr viel abverlangt. Ich bin dankbar für den Einsatz der Schulen, befürworte auch ein Unterricht ausserhalb von Regelklassen angeboten wird, wenn damit eine effizientere Förderung des Kindes erreicht werden kann.
Religionen im Regelunterricht
Soll das Thema Religionen in die dafür vorgesehenen Fächer des Regelunterrichts integriert werden (Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts an der Volksschule)?
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An unseren Schulen soll keine Religion bevorzugt unterrichtet werden. Die Schüler:innen sollen verschiedene Weltanschauungen kennen und respektieren lernen.
Abschaffung Frühenglisch
Soll Frühenglisch zugunsten der Grundkompetenzen Lesen, Rechnen und Schreiben abgeschafft werden?
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Studien zeigen, dass eine wichtige Voraussetzung für den Lernerfolg die gute Beherrschung der Erstsprache ist. Aus diesem Blickwinkel wäre eine Fokussierung auf die Erstsprache sinnvoll.
Verlängerung Sekundarschule P
Soll die Sekundarschule P im ganzen Kanton von zwei auf drei Jahre verlängert werden (Dauer wie Sek B und Sek E)?
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Es ist klar, dass der Kanton Solothurn ein spezielles System hat, das nicht mit unseren Nachbarn harmonisiert. Eine Verlängerung der Sek P würde zu ener Verkürzung der Kanti führen. Darin liegt der Nachteil dieser Massnahme - es ist sinnvoll, wenn die Schüler:innen an der Kanti genügend Zeit haben, sich eine vertiefte Allgemeinbildung anzueignen.
Handyverbot an Volksschulen
Befürworten Sie die Einführung eines strikten Handyverbots an Volksschulen im Kanton Solothurn?
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Das Handy gehört zu unserer Gesellschaft. Es ist wichtig, dass die Schulleitungen und Lehrpersonen die Freiheit haben, den Unterricht so zu gestalten, dass die Schüler:innen den Umgang mit elektronischen Medien lernen. Punktuell mag eine Verbot sinnvoll sein, das soll aber in der Kompetenz der einzelnen Schulen liegen. Mit Verboten erreichen wir keine Erziehung.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
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Chancengerechtigkeit ist essentiell, damit alle Schüler:innen ihr Potential entfalten können .
Migration & Integration
Kostenpflichtiger Sprachunterricht
Sollen Eltern den Sprachunterricht ihrer Kinder künftig selber bezahlen müssen, sofern diese vor der Einschulung (Kindergarten) nicht genügend gut Deutsch sprechen?
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Dies würde die Kohäsion der Eidgenossenschaft stark in Mittleidenschaft ziehen. Es wird schwierig zu erklären sein, warum Eltern von Kindern, die aus der Romandie, dem Tessin oder aus Graubünden nach Solothurn ziehen, für die Integration ihrer Kindern bezahlen sollen. Wir sollten Menschen, die mit uns leben wollen, willkommen heissen und ihnen den Start in unserer Gesellschaft wo möglich erleichtern.
Kündigung Schengen-Abkommen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
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Die Personenfreizügigkeit ist eine der grossen politischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte. Auch ich habe davon profitiert, ohne nennenswerten bürokratischen Aufwand im Ausland arbeiten zu können. Es gibt keinen objektiven Grund, dass wir unsere Mobilität in Europa einschränken sollten.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Solothurn erhalten?
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Wer hier lebt und Steuern zahlt,, soll auch über die Verwendung der Steuergelder mitbestimmen können.
Senkung Einbürgerungsgebühren
Soll der Kanton Solothurn die Einbürgerungsgebühren für unter 25-jährige senken (aktuell zwischen 1000 und 2500 CHF für alle Einzelpersonen)?
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Grundsätzlich sollte eine Einbürgerung kostenfrei sein. Mit der Einbürgerung entscheiden sich Menschen, die Bürgerrechte und -pflichten anzuerkennen und sich für die Schweiz einzusetzen. Für dieses Commitment sollten keine Gebühren erhoben werden.
Erhöhung Einbürgerungsanforderungen
Die mündlichen sprachlichen Anforderungen für die Einbürgerung in Solothurn wurden jüngst erhöht (von B1 auf B2). Befürworten Sie dies?
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Gute Kenntnis der Mehrheitssprache erleichtern die Kommunikation. Die Erhöhung der Anforderungen müsste aber von entsprechenden kostenfreien Unterstützungsangeboten begleitet werden.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Sterbehilfe in Heimen
Das Solothurner Kantonsparlament hat entschieden, dass alle Heime künftig Sterbehilfe zulassen müssen. Befürworten Sie diesen Entscheid?
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Geborenwerden und Sterben sind Anfang und Ende des selben Prozesses. Es ist selbstverständlich sowohl für das eine wie auch für das andere professionelle Hilfe anzubieten, ob im Spital, zu Hause oder wo auch immer Menschen danach verlangen.
Schliessung Schule für Mode und Gestaltung
Soll die Schule für Mode und Gestaltung in Olten als Sparmassnahme geschlossen werden?
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Durch gute Ausbildung entstehen Fachkräfte, die aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen. Die Breite an Ausbildungsstätten fördert die Vielfalt an Fachkräften und erhöht die Resilienz gegen Krisen.
Verbot Einweg-E-Zigaretten
Befürworten Sie ein Verkaufsverbot von Einweg-E-Zigaretten im Kanton?
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Idealerweise wären alle Produkte in einem geschlossenen Stoffkreislauf. Es ergibt daher Sinn, Einweg-E-Zigaretten nicht zuzulassen.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Verwaltung, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen erlaubt werden?
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Seit der Abschaffung des generischen Maskulins durch die Dudenkommission im Jahre 2021 ist es nicht mehr möglich, durch Nennung einer Geschlechtsformen alle Menschen zu anzusprechen. Es braucht daher neue, zeitgemässe Formen zur Ansprache der Menschen.
Finanzen & Steuern
Steuererhöhung
Würden Sie zur Stabilisierung der Kantonsfinanzen auch Steuererhöhungen befürworten?
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Der Kanton bietet viele Leistungen, diese zu bezahlen ist eine Selbstversändlichkeit.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
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Die steuerliche Vereinheitlichung zweier Individuen wirkt aus der Zeit gefallen.
Einführung Hundesteuer
Befürworten Sie die Einführung einer kantonalen Hundesteuer von 35 Fr. pro Jahr (ersetzt die Kontrollzeichengebühr)?
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Es muss klar sein, welche Leistungen der Kanton dafür erbringt oder welche Ziele damit verfolgt werden. Auf kommunaler Ebene ist die Leistung unter anderem mit der Wartung der Robidogstationen ersichtlich. Aus den Informationen erschliesst sich nicht, mit welchem Ziel der Kanton Hundesteuern erheben wird. Erbringt er weitere Leistungen für die Hunderhalter:innen oder geht es um die Abeltung weiterer durch Hunde verursachte Kosten?
Wegfall Teuerungsausgleich
Durch den Wegfall des Teuerungsausgleichs 2025 für Mitarbeitende des Kantons können rund 13 Mio. Franken eingespart werden. Befürworten Sie diesen Entscheid?
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Die Mitarbeiter:innen des Kantons setzen sich für den Kanton ein und sollten wertschätzend behandelt werden. Es ist nicht ersichtlich, warum die Kaufkraft unserer Angestellten sinken soll. Als guter Arbeitgeber sollte der Kanton die Wertschätzung seiner Mitarbeitenden auch mit Teuerungsausgleich ausdrücken.
Einstellungsstopp Kantonspersonal
Befürworten Sie einen Einstellungsstopp beim Kantonspersonal (Einfrieren Stellenbestand/Pensum mit Ausnahme der Lehrpersonen und Justiz)?
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Die Personaldecke muss sich nach dem zu leistenden Arbeitspensum und nicht nach politischen Entscheiden richten. Wir erwarten eine rasche und kompetente Bearbeitung unserer Anliegen, wenn wir uns an kantonale Stellen richten. Dafür muss das entsprechende Personal bereit stehen.
Wirtschaft & Arbeit
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
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Die Bilateralen Vertäge sind eine Erfolgsgeschichte, die die Schweiz aus der Depression der 90er Jahren geführt haben. Die Personenfreizügigkeit ist teil dieses Pakets und erlaubt Schweizer:innen, sich unkompliziert im europäischen Arbeitsmarkt zu positionieren. Diese Freiheit sollten wir um keinen Preis aufgeben.
Finanzielle Unterstützung Stahlwerk Gerlafingen
Soll der Kanton Solothurn das Stahlwerk Gerlafingen bei Bedarf finanziell unterstützen?
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Aus sozialer Sicht unbedingt. Aus ökologischer Sicht mit dem Wunsch, die Förderung mit Anreizen für die Weiterentwicklung zu einem ökologisch nachhaltigeren Betrieb zu verknüpfen.
Konzernverantwortung
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden (Konzernverantwortung)?
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Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir ökologische und soziale Nachaltigkeit überall auf diesem Planeten gleichermassen schützen müssen. Der Export von Umweltverschmutzung oder sozialer Ungerechtigkeiten ist unser nicht würdig.
Einführung Mindestlohn
Eine Gesetzesinitiative, die am 9. Februar 2025 vor das Volk kommt, verlangt einen kantonalen Mindestlohn von CHF 23 pro Stunde. Befürworten Sie dies?
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Leider gibt es Betriebe, die das eigene Gewinnstreben höher bewerten als Anstand und Achtung der Mitmenschen. Es ist daher ein Armutszeugnis für die Solothurner Wirtschaft, dass es dieses Gesetz braucht.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
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Es mag der Bequemlichkeit entgegenkommen, wenn Geschäfte besser erreichbar sind. Liberalere Öffnungszeiten führen zu mehr Abend-, Nacht- und Wochenendarbeit für die Arbeitnehmenden und letztlich zu einer Abnahme ihrer Lebensqualität. Der Schutz der Arbeitnehmenden im Arbeitsgesetz mag bei den jetzigen Öffnungszeiten ausreichend sein. Für eine Erweiterung der Öffnungszeiten braucht es zuerst Anpassungen im Gesetzu.
Umwelt & Energie
Totalrevision Energiegesetz
Befürworten Sie die Totalrevision des kantonalen Energiegesetzes (Volksabstimmung 9. Februar 2025)?
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Das Energiegesetz schafft sinnvolle Anreize für eine nachhaltige Energiegewinnung.
Lockerung Umweltschutz für erneuerbare Energien
Sollen für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
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Die Güterabwägung muss im Einzelfall und ganzheitlich getroffen werden. Der Bau von Windkraft mag ein Eingriff die Natur des Kanton Solothruns sein. Er leistet jedoch einen Beitrag zum Versiegender Erdölförderung in anderen Ländern. Insgesamt ist es ein Gewinn für die Natur und die Menschen.
Aufhebung AKW-Bauverbot
Sollen in der Schweiz wieder neue Atomkraftwerke gebaut werden dürfen?
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Wer sollte das bezahlen? Die Kernkraft ist eine hochsubventionierte Form der Stromproduktion, die die Energiekosten langfrisitig hochhält. Sie fördert zudem die Abhängigkeit von uranfördernden Staaten. Im Schadensfall haften die Betreiber gemass Kernenergiehaftpflicht mit 1.5 Milliarden. Wenn Gösgen hochgeht reicht das nichteinmal für die Evakuierung und Umsiedlung der nächsten Anwohner. Weiter ungelöst ist die Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
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Tier- und Menschenwohl gehem Hand in Hand. Eine faire Behandlung der Tiere, die wir ausnutzen, liegt mir daher am Herzen.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
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Der öffentliche Verkehr ist unschlagbar effizient und ökologisch. Im Gegensatz zum motorisierten Individualverkehr sind die Kosten für die Kund:innen in den letzten Jahren stark gestiegen. Dem muss der Kanton entgegenwirken.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z.B. Beseitigung von Engpässen, Umfahrungsstrassen, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
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Verkehrsplanung und Städteplanung waren in den letzten Jahrzehnten zu stark auf den MIV ausgerichtet. Als Resultat wurden riesige Landflächen als Parkplätze versiegelt und sind somit ökologisch wertlos geworden. Die hohen Kapazitäten des MIV drängen effizientere Transportmittel wie Fahrräder an den Rand und verhindern so deren Aufblühen.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Solothurn die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
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Langsamverkehr ist effizienter Verkehr. Er ist sowohl billig wie auch nachhaltig. Seiner Förderung muss daher oberste Priorität in der kantonalen Verkehrsplanung zukommen.
Verbot Tempo 30
Soll Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts verboten werden (z.B. Hauptstrassen)?
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Tempo 30 verkürzt die Bremswege und erhöht somit den Verkehrsfluss. Es ist unbestritten, dass Strassen die höchste Kapazität bei einer Geschweindigkeit von ca. 30 km/h haben. Nebst dem höheren Durchsatz verringern wir Lärm- und Abgasbelastung.
Politisches System & Digitalisierung
Stimmrechtsalter 16
Befürworten Sie eine Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre?
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Eine Ausweitung der Demokratie stärkt unsere Gesellschaft.
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
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Wir sind teil dieses Kontinents und eng mit unseren Nachbarn verflochten. Eine Zusammenarbeit ist letztlich ein Gewinn für alle.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
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Neutralität darf nicht Toleranz gegenüber Völkerrechtsverbrechen bedeuten.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung (z.B. im Strassenverkehr, auf öffentlichen Plätzen etc.)?
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Wenn es dem individuellen Sicherheitsempfinden dienlich ist, mag das punktuell angebracht sein. Die persönliche Freiheit darf dabei aber nicht über Gebühr eingeschränkt werden.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Solothurn ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
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Warum sollten für den Polizeidienst andere Rechte gelten als für Ärzt:innen, Lehrer:innen oder Pfarrer:innen?
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
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Sinnvolle Stadtarchitektur und eine gesunde soziokulturelle Durchmischung tragen mehr zur Sicherheit bei als Polzeipräsenz.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Die Idee des "trickle down" Ökonomie hat sich als falsch erwiesen. Liberale Ökonomie fördert den Reichtum der Reichen mehr, als er der Armut entgegenwirkt.
Traditionelles Familienmodell
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Ich bin sprachlos ob der Frage. Eine Aufwachsen in intakten Familienverhältnissen ist für alle Kinder wünschenswert und auch dass sie eine gute Beziehung zu beiden Elternteilen pflegen. Dies kann auf vielerlei Arten erreicht werden - dass ein Elternteil diese Aufgabe übernimmt, ist sicher nicht die beste Variante.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Eine Gesellschaft sollte nach Sicherheit und nicht nach Vergeltung streben. Durch eine Wiedereingliederung sparen wir langfristig Kosten und erhöhen die Sicherheit, indem wir Rückfalle verringern.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Die Natur stellt eine Ressource dar, deren sich die Wirtschaft zu billig bedient.
Commentari
Die AHV wird aus der Gesamtlohnsumme der Schweizer:innen gespiesen. Diese hat in den vergangenen Jahren aufgrund des höheren Beschäftigungsgrads der Bewohner:innen und die generell höheren Löhne stetig zugenommen. Es besteht daher aktuell kein Bedarf, die AHV durch eine Ausweitung der Arbeitsjahre zu sichern.