Michael Sarbach
Grüne | 05a.01 | Bisher | Gewählt
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters (z.B. auf 67 Jahre)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Befürworten Sie die Einführung von Ergänzungsleistungen für Familien mit geringen Einkommen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auf jeden Fall besser als Giesskannen-Massnahmen wie höhere Abzüge oder allgemeine Steuersenkungen. Der eingesetzte Steuerfranken muss grösstmögliche Wirkung erzielen resp. es muss unbedingt verhindert werden, dass Working-Poor-Familien in die Sozialhilfe abrutschen.
Kantonsübergreifende Spitalplanung
Befürworten Sie eine kantonsübergreifende Spitalplanung, welche eine stärkere Konzentration des Spitalangebots beabsichtigt?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Spitalplanung soll sich an funktionalen Räumen und nicht an Kantonsgrenzen orientieren. Eine gewisse Angebotskonzentration ist aus Qualitätsgründen notwendig, zumindest bei spezialisierten Leistungen. Die Grundversorgung muss aber für alle Regionen gewährleistet bleiben. An erste Stelle steht für mich im Gesundheitssystem die Versorgungsqualität, nicht die Rentabilität.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll der Kanton deutlich mehr Mittel für die Krankenkassen-Prämienverbilligungen zur Verfügung stellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Als Reaktion auf die aktuelle Teuerung stellt die Prämienverbilligung ein geeignetes Instrument dar, um gezielt jene Personen finanziell zu entlasten, die es nötig haben.
Ausbau schulergänzende Betreuung
Befürworten Sie die Einführung eines obligatorischen Angebots an schulergänzenden Kinderbetreuungsstrukturen (z.B. ganztägiges Betreuungsangebot) im ganzen Kanton?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wenn die Frage so gemeint ist, dass die Gemeinden ein Angebot bereitstellen müssen für jene, welche darauf angewiesen sind - dann JA. Die Frage ist allerdings nicht klar gestellt.
Einsatz Sozialdetektiv/-innen
Sollen Ansprüche auf Sozialleistungen vom Kanton strenger kontrolliert werden (z.B. mehr Sozialdetektive, generelle periodische Prüfungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sozialhilfemissbrauch muss konsequent bekämpft werden. Die Verhältnismässigkeit ist allerdings zu wahren. Noch wichtiger ist jedoch, dass Sozialhilfebezüger*innen nicht nur kontrolliert, sondern aktiv beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben unterstützt werden.
Schule & Bildung
Zinslose Darlehen an Studierende
Sollte der Kanton anstelle von Stipendien vermehrt zinslose Darlehen an Studierende vergeben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Stipendien = weniger Bürokratie. Studierende sollen nicht verschuldet ins Berufsleben starten. Wenn Studierende, die mit Stipendien unterstützt wurden, später ein hohes Einkommen erzielen, dann erhält der Staat seinen "return on invest" in Form von Einkommenssteuern.
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen in der Regel in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Integration ist grundsätzlich anzustreben, aber nicht um jeden Preis. Um eine Überforderung von Kindern und Lehrpersonen zu vermeiden, müssen entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden. Zusätzlich muss es in Ausnahmefällen auch künftig möglich sein, Kinder mit besonderen Bedürfnissen ausserhalb von Regelklassen zu beschulen.
Halbtagesunterricht Volksschule
Soll an den St.Galler Volksschulen in Zukunft nur noch am Vormittag unterricht stattfinden (Halbtagesunterricht, am Nachmittag Betreuungsangebot)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wenn, dann sollen Tagesschulangebote eingeführt werden.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Chancengleichheit (die ein Staatsziel gemäss Bundesverfassung darstellt) ist nicht realisiert. Ein stärkeres Engagement von Kanton und Gemeinden ist somit geboten. Der frühen Förderung (z.B. Spielgruppen-Angebote) kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
Migration & Integration
Einschränkung Wohnortwahl von Flüchtlingen
Sollen anerkannte Flüchtlinge, die Sozialhilfe beziehen, im Kanton St.Gallen den Wohnort nicht mehr frei wählen dürfen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Letztendlich müssen die Sozialhilfekosten fair unter allen Gemeinden verteilt werden. Es kann und darf auch nicht das Ziel sein, Flüchtlinge aus gewissen Gemeinden fernzuhalten.
Erhöhung Sprachanforderungen Einbürgerung
Sollen die sprachlichen Anforderungen an die Einbürgerung erhöht werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Genügende Kenntnisse einer Landessprache stellen eine unverzichtbare Voraussetzung für die Integration dar.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Kündigung der Bilateralen wäre für die Schweiz mit vielen Nachteilen verbunden, die mit einem Freihandelsabkommen nicht kompensiert werden können.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ausländer*innen, welche sich als Teil unserer Gesellschaft sehen und aktiv mitbestimmen wollen, sind herzlich eingeladen, sich einbürgern zu lassen und Schweizer*in mit allen Rechten und Pflichten zu werden. Im Gegenzug soll die Mindestwohndauer in einer Gemeinde abgeschafft und durch Mindestwohndauer in der Schweiz ersetzt werden.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Straffreie aktive Sterbehilfe
Würden Sie es befürworten, wenn in der Schweiz die direkte aktive Sterbehilfe durch eine/-n Arzt/Ärztin straffrei möglich wäre?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wenn eine Person an einer unheilbaren Erkrankung schwer leidet, kann die aktive Sterbehilfe als Akt der Humanität gesehen werden, sofern sie unter kontrollierten Bedingungen stattfindet und zweifelsfrei dem Willen des*der Betroffenen entspricht. Selbstverständlich dürften Ärzt*innen nicht dazu verpflichtet werden, Sterbehilfe zu leisten.
Legalisierung Cannabis
Soll der Konsum von Cannabis legalisiert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein legaler Cannabis-Markt mit klaren regulatorischen Leitplanken und starken Präventionsmassnahmen im Bereich Jugendliche und junge Erwachsene wäre besser als der unkontrollierter Schwarzmarkt.
Ausbau barrierefreie Bushaltestellen
Soll der Kanton den Ausbau barrierefreier Bushaltestellen (stärker) beschleunigen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Barrierefreiheit gehört zu den zwingenden Anforderungen einer attraktiven und zeitgemässen ÖV-Infrastruktur. Der Umbau der Haltestellen ist zudem gesetzlich vorgeschrieben.
Kulturausgaben von mindestens 1 %
Soll der Kanton mindestens ein Prozent seines Gesamtaufwands für den Kulturbereich ausgeben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kultur leistet einen unverzichtbaren Beitrag zu gesellschaftlichen Integration und Reflexion. Zudem ist sie ein Wirtschafts- und Standortfaktor. Gleichzeitig werden die Leistungsaufträge häufig nicht ausreichend vergütet, um faire Gagen und Löhne bezahlen zu können. Es braucht einerseits mehr Mittel, andererseits müssen diese fairer auf die Leistungserbringer verteilt werden.
Finanzierung Kulturprojekte durch Lotteriefond
Sollen Kulturprojekte nicht mehr aus dem kantonalen Budget, sondern ausschliesslich durch den Lotteriefonds finanziert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auf keinen Fall. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Kulturförderung als Staatsaufgabe oder als Auftrag des Staates an private Anbieter massiv zu schwächen. Es ist zudem auch nicht gesichert, dass im Lotteriefonds immer genügend Mittel zur Verfügung stehen werden.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Befürworten Sie Steuersenkungen auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Steuerfuss wurde in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gesenkt. Über eine Anpassung des Steuertarifs, um Personen mit niedrigem Einkommen gezielt zu entlasten, könnte man diskutieren - sofern es die finanzielle Lage erlaubt. Weitere Steuerausfälle könnten aber auch dazu führen, dass Staatsaufgaben nicht mehr erfüllt und Zukunftsinvestitionen nicht getätigt werden können.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Individualbesteuerung entspricht einer konsequenten Umsetzung des Gleichstellungsgrundsatzes.
Erhöhung Steuerprogression
Befürworten Sie eine Erhöhung der Steuertarife für Menschen mit hohem Einkommen (Erhöhung Steuerprogression)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Nicht auf Kosten des breiten Mittelstandes. Personen mit hohem Einkommen sind von der Teuerung aber weit weniger betroffen als Personen mit niedrigem Einkommen. Um letztere steuerlich entlasten zu können, müssen die höchsten Einkommen stärker besteuert werden.
Einführung innerkantonaler Finanzausgleich
Befürworten Sie die Einführung eines Finanzausgleichs zwischen ressourcenstarken und -schwachen Gemeinden (horizontaler Finanzausgleich) im Kanton St.Gallen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die strukturellen Voraussetzungen der Gemeinden im Kanton St.Gallen sind sehr unterschiedlich. Es ist eine Frage der Solidarität, dass Gemeinden mit vorteilhaften Rahmenbedingungen die benachteiligten Gemeinden finanziell unterstützen. Der horizontale Finanzausgleich ist in fast allen anderen Kantonen etabliert.
Einstellungsstopp Kantonspersonal
Befürworten Sie einen Einstellungsstopp beim Kantonspersonal (Einfrieren des Stellenbestands)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Verwaltung kann und soll nicht ewig wachsen. Die Fülle und Kompexität der Staatsaufgaben sowie die Erwartungen der Bürger*innen nehmen jedoch laufend zu. Der Kantonsrat als Gesetzgeber ist für diese Entwicklung mitverantwortlich. Es ist widersprüchlich, wenn die Mitte-Rechts-Mehrheit im Kantonsrat einerseits neue Vorgaben an die Verwaltung schafft, aber keine Personalressourcen für deren Umsetzung bewilligt.
Höherer Steuerabzug für Autopendler
Soll der Steuerabzug für Autofahrkosten zum Arbeitsplatz von CHF 4'400 auf mindestens CHF 6'000 erhöht werden (Erhöhung Pendlerabzug)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Autofahrer*innen im Vergleich zu ÖV-Benutzer*innen steuerlich dermassen zu bevorteilen, wäre nicht nur unfair, sondern angesichts des Klimawandels und der notorischen Überlastung der Strasseninfrastruktur höchst unverantwortlich. Aktuell orientiert sich der Abzug an den Kosten für ein Generalabonnement - das ist fair und soll so beibehalten werden.
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines (kantonalen) Mindestlohns von CHF 4'000 für eine Vollzeitstelle?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer Vollzeit arbeitet, muss mit seinem Einkommen einen minimalen Lebensstandard finanzieren können. Ein Minimum von 4'000 CHF macht darum Sinn. Ansonsten sollen die Branchen bestimmen resp. der Sozialpartnerschaft muss Sorge getragen werden.
Kontrolle Lohngleichheit
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Massnahmen zur Herstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Lohngleichheit sind - leider - nach wie vor notwendig.
Freihandelsabkommen mit USA
Soll die Schweiz ein umfassendes Freihandelsabkommen (inkl. Landwirtschaft) mit den USA anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Die Produktion im Inland ist zu schützen. Die Landwirtschaft in den USA ist in Bezug auf Umwelt- und Tierschutzstandards nicht mit der Schweizer Landwirtschaft vergleichbar. Zudem bräuchte es für Freihandel faire Wettbewerbsbedingungen - die sind in der Landwirtschaft nicht gegeben.
Konzernverantwortung
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Von Kleinunternehmen kann eine umfassende Kontrolle ihrer Lieferketten selbstverständlich nicht verlangt werden. Grossunternehmen und Konzerne müssen aber konsequent in die Pflicht genommen werden. Die Schweiz kann dadurch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung auf internationaler Ebene leisten.
Liberalisierung Ladenöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Flexibilisierungen in einzelnen Bereichen: Ja. Vollständige Liberalisierung: Nein. Die Sonntage / Feiertage erfüllen aber auch wichtige sozial- und gesundheitspolitische Funktionen. Eine 24-Stunden-Gesellschaft erachte ich nicht als erstrebenswert.
Lockerung Wohnbauvorschriften
Sollen die Vorschriften für den Bau von Wohnraum gelockert werden (z.B. Denkmalschutz, Lärmschutz, Ausnutzungsziffern)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine generelle Lockerung von Vorschriften wäre nicht sachgerecht. Es ist aber auch mehr Pragmatismus gefragt. Lockerung in einzelnen Bereichen denkbar. Beispiele wäre z.B. Erhöhung oder Aufhebung Ausnutzungsziffer, mehr Interessenabwägungen / Einzelfallbetrachtungen beim Ortsbild- und Denkmalschutz, Abschaffung Parkplatzobligatorium etc.
Umwelt, Verkehr & Energie
Solarpflicht auf bestehenden Gebäuden
Befürworten Sie eine Solarpflicht auf bestehenden Gebäuden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Solarpotenzial bestehender Bauten und Anlagen muss grundsätzlich genutzt werden. Selbstverständlich sind Ausnahmeregelungen nötig - eine Solarpflicht darf für Familien oder Pensionär*innen im Besitz einer Liegenschaft nicht zur Belastung werden (Härtefallregelung). Auch im Spezialfall 'Denkmalschutz' sollen Ausnahmen möglich sein.
Klimaschutz durch Anreize
Soll zur Erreichung der Klimaziele ausschliesslich auf Anreize und Zielvereinbarungen anstatt auf Verbote und Einschränkungen gesetzt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wo der gesunde Menschenverstand versagt, sind leider in allen Bereichen Einschränkungen oder gar Verbote nötig. Anreiz- und Fördersysteme sind jedoch zu bevorzugen.
Lockerung Bauvorschriften für erneurbare Energien
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Bauvorschriften gelockert werden (Umwelt-, Landschafts, Ortsbild- und Denkmalschutzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Produktion von erneuerbare Energien und Natur- bzw. Heimatschutz sollen grundsätzlich nicht gegeneinander ausgespielt werden. Das Umweltrecht soll nicht aufgeweicht werden; verfahrensrechtliche Vereinfachungen sind hingegen wo möglich zu prüfen und umzusetzen.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Grundsatz der Tierwürde, welcher in der Bundesverfassung verankert ist, wird in der Tierschutzgesetzgebung leider nicht konsequent umgesetzt (inbes. in der konventionellen Schweine- und Geflügelhaltung). Es sind Verbesserungen nötig.
Projekt «Engpassbeseitigung inkl. Zubringer Güterbahnhof»
Befürworten Sie eine zusätzliche Strassenverbindung zwischen der Autobahn und dem Güterbahnhofareal in der Stadt St.Gallen (Teilprojekt «Engpassbeseitigung inkl. Zubringer Güterbahnhof»)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zusätzliche Verkehrsinfrastrukturen generieren zusätzlichen Verkehr. Die Menge des motorisierten Verkehrs darf inbesondere in städtischen Gebieten nicht weiter zunehmen. Die vorhandenen finanziellen Mittel müssten darum in nachhaltige Verkehrsträger (ÖV, Fuss- und Veloverkehr) investiert werden.
Verbot Tempo 30
Soll Gemeinden die Einführung von Tempo 30-Zonen auf Kantonsstrassen innerorts verboten werden (Verbot flächendeckender Tempo 30-Zonen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dieses Vorhaben verstösst mit grosser Wahrscheinlichkeit gegen Bundesrecht und beschneidet die Autonomie der Gemeinden. Mann muss weiterhin Einzelfälle betrachten können - die Gemeinden sind mit den lokalen Gegebenheiten besser vertraut. Zudem sind Tempo-30-Zonen sind das effektivste und kostengünstigste Mittel, um den Lärmschutz und die Verkehrssicherheit in dicht besiedelten Gebieten zu gewährleisten.
Politisches System & Digitalisierung
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Viele Probleme unserer Zeit (z.B. Migration, Klimawandel) lassen sich nur durch internationale Zusammenarbeit lösen. Unsere europäischen Nachbarländer teilen unsere politischen Werte (Menschenwürde, Demokratie und Rechtstaatlichkeit) und sollten deshalb unsere bevorzugten Kooperationspartner sein.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz zu einer strikten Auslegung der Neutralität zurückkehren (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)? [BePart-Frage]
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neutralität heisst nicht, keine Grundwerte und keine Haltung zu haben. Wenn ein Staat wie Russland unsere Grundwerte wie Demokratie, Menschenwürde oder Rechtsstaatlichkeit bedroht, das Völkerrecht missachtet, fortlaufend internationale Verträge (z.B. Budapester Memorandum) bricht und ein ganzes Volk mit Terror überzieht - dann ist Haltung gefragt.
Ausbau 5G-Mobilfunknetz
Soll das Schweizer Mobilfunknetz möglichst flächendeckend mit der neusten Technologie ausgestattet werden (aktuell 5G-Standard)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein flächendeckendes 5G-Netz ist nicht erforderlich. Der Ausbau soll grundsätzlich bedarfsgerecht erfolgen. Die potenziell schädlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung soll endlich sauber untersucht werden.
Verbot Kirchen in Abstimmungskampagnen
In der Vergangenheit haben sich Landeskirchen aktiv an Abstimmungskampagnen beteiligt. Soll dies verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch Religionsgemeinschaften haben das Recht, ihre moralischen Überzeugungen öffentlich zu äussern (Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit). Es wäre nicht opportun, die Landeskirchen in dieser Hinsicht gegenüber anderen Religionsgemeinschaften zu benachteiligen und die Meinungsfreiheit zu beschränken.
Sicherheit & Polizei
Erhöhung Polizeipräsenz
Braucht es zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit im Kanton eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wenn sich ein erheblicher Teil der Bevölkerung unsicher fühlt, ist politischer Handlungsbedarf gegeben. Das ist je nach Ort / Situation / Tageszeit der Fall - dabei müssen es nicht zwingend Polizeikräfte sein; auch andere Sicherheitskräfte oder Patrouillendienste (welche z.B. auch Sozialarbeit leisten) sind denkbar.
Automatisierte Fahrzeugfahndung
Befürworten Sie das Scannen von Autonummern im Rahmen der automatisierten Fahrzeugfahndung?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die automatisierte Fahrzeugfahndung kann einen wertvollen Beitrag zur Verbrechensbekämpfung leisten, ist aber unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes umstritten. Da Nummernschilder und keine Personen erfasst werden und da die Daten nach dem Abgleich bei einem Nicht-Treffer sofort gelöscht werden, scheint mir der Einsatz dieser Technologie vertretbar.
Kostenpflicht unbewilligte Demonstrationen
Sollen Veranstalter von unbewilligten Demonstrationen die anfallenden Kosten der Polizeiarbeit tragen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Veranstalter*innen von Demonstrationen sollen grundsätzlich mit den Behörden kooperieren. Wenn nicht: grundsätzlich ja. Schlussendlich ist eine Einzelfallbetrachtung (Grund, Umstände) nötig.
Daten für Straftat-Früherkennung
Soll die Polizei orts- und personenbezogene Daten zur Früherkennung von Straftaten verwenden dürfen (z.B. mittels computergestützten Prognosen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unschlüssig. Das Predicitve Policing ist unter dem Gesichtpunkt des Persönlichkeits- und Datenschutzes heikel, kann aber inbesondere zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt einen wichtigen Beitrag leisten. In der Tendenz JA zur Nutzung von neuen Technologien - jedoch in einem regulatorisch klar definierten Rahmen unter Wahrung des Datenschutzes.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Grundsätzlich: Ja. Die Geschichte hat jedoch klar aufgezeigt, dass Leitplanken (soziale Marktwirtschaft) nötig sind.
Traditionelles Familienmodell
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Kommentar
Kinder sollen möglichst durch beide Elternteile betreut werden; nicht nur von einem Elternteil. Zudem profitieren viele Kinder in sozialer und pädagogischer Hinsicht von Betreuungsangeboten (z.B.) Kita. Selbstverständlich soll es Ziel sein, dass Kinder - soweit möglich - mehrheitlich von ihren Eltern betreut werden.
Chancen der Digitalisierung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die fortschreitende Digitalisierung bietet deutlich mehr Chancen als Risiken."
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Kommentar
Ich sehe hauptsächlich die Chancen; Themen wie Datenschutz, Datensicherheit, Abhängigkeit von Konzernen oder Energieverbrauch dürfen aber nicht vernachlässigt werden.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Wiedereingliederung ist gerade auch mit Blick auf die enormen Kosten des Strafvollzugs wenn immer möglich anzustreben. Die Strafen sollen aber auch präventive, abschreckende Wirkung haben.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Natürlich geniesst der Schutz unserer Lebensgrundlagen höchste Priorität. Ich bin jedoch auch davon überzeugt, dass Wirtschaft und Umweltschutz keine Gegensätze sein müssen. Es braucht aber zweifellos Veränderungen in unserem Verhalten. Mit nachhaltigem Handeln, technologischem Fortschritt und Kreislaufwirtschaft sollte auch Wirtschaftswachstum möglich sein.
Kommentar
Flexibilisierung wäre gefragt - nicht eine allgemeine Erhöhung. Der unterschiedlichen gesundheitlichen Belastung von Berufsgruppen sowie der Geschlechtergerechtigkeit muss zwingend Rechnung getragen werden.