Sebastian Koller
Grüne Prowil
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters (z.B. auf 67 Jahre)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ausbau Tagesstrukturen
Befürworten Sie einen Ausbau des Tagesstrukturangebots (Ausbau Kitas, Mittagstisch, Spielgruppenagebote etc.) in der ganzen Stadt?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Familien- und schulergänzende Betreuungsangebote sind eine wichtige Voraussetzung für die Verwirklichung der Gleichstellung von Mann und Frau. Bei entsprechender Qualität können sie auch einen sozialen und pädagogischen Nutzen stiften. Selbstverständlich soll kein Überangebot geschaffen werden, sondern der Ausbau soll bedarfsgerecht erfolgen.
Einsatz Sozialdetektiv/-innen
Soll die Stadt bei Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch weiterhin Sozialdetektiv/-innen einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gegen Personen, die das Sozialsystem zulasten der Allgemeinheit ausnutzen, muss konsequent vorgegangen werden (das gleiche gilt in Bezug auf das Steuersystem!). Wichtig ist, dass Sozialhilfebezüger*innen nicht nur kontrolliert, sondern vor allem auch beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben unterstützt werden.
Schule & Bildung
Schulische Durchmischung Migrationshintergrund
Soll die Stadt Massnahmen ergreifen, um eine bessere Durchmischung von Schüler/-innen mit Migrationshintergrund an den Wiler Schulen zu erreichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kinder mit Migrationshintergrund sind heute extrem ungleich auf die Schuleinheiten verteilt (zwischen 20% und 80%). Chancengleichheit und soziale Integration sind dadurch gefährdet.
Nachhaltigeres Mittagstisch-Catering
Befürworten Sie eine lokalerere und nachhaltigere Beschaffung des Mittagstisch-Caterings an Wiler Schulen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die GRÜNEN prowil fordern dies seit Jahren und haben bereits mehrere Vorstösse zu diesem Thema eingereicht. Der beschaffungsrechtliche Spielraum soll ausgenutzt werden.
Beibehaltung Benotung an Primarschulen
Soll die Benotung an Primarschulen beibehalten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Forschungsergebnisse zeigen, dass andere Formen der Beurteilung für die Primarstufe lernwirksamer und motivierender sind.
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Ziel besteht darin, den individuellen Bedürfnissen aller Kinder bestmöglichst Rechnung zu tragen. Integration ist grundsätzlich anzustreben, aber nicht um jeden Preis. Um eine Überforderung von Kindern und Lehrpersonen zu vermeiden, muss es auch künftig möglich sein, Kinder mit besonderen Bedürfnissen separat zu beschulen.
Ausschliesslich gemischte Klassen St. Katharina
Ab 2029 sollen an der Mädchen-Sekundarschule St. Katharina auch Buben unterrichtet werden. Soll die Schule dabei ausschliesslich gemischte Klassen anbieten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Im Sinne eines Kompromisses soll es der Schule St. Katharina während einer Versuchsphase ermöglicht werden, die geschlechtergetrennte Beschulung beizubehalten. Sollte sich keine ausgeglichene Nachfrage bei Mädchen und Buben nach dieser Beschulungsform einstellen, soll die Geschlechtertrennung aufgehoben werden.
Migration & Integration
Kündigung Schengen-Abkommen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mit der Kündigung des Schengen-Abkommens würden auch die weiteren Bilateralen Verträge mit der EU automatisch gekündigt. Dies wäre für die Schweiz mit vielen Nachteilen verbunden, die mit einem Freihandelsabkommen nicht kompensiert werden können. Zur Bekämpfung der Kriminalität könnte es durchaus sinnvoll sein, wieder vermehrt Grenzkontrollen durchzuführen. Dies soll aber im Rahmen des Schengen-Abkommens ermöglicht werden (siehe Deutschland).
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das kommunale Ausländerstimmrecht stellt ein sinnvolles Instrument dar, um Ausländer/innen, die dauerhaft in der Schweiz leben, an unserer politisches System heranzuführen und ihnen die Integration zu erleichtern. Demokratie bedeutet, dass Personen an jenen politischen Entscheiden mitwirken können, von denen sie selbst betroffen sind. Da niedergelassene Ausländer/innen Steuern bezahlen und sich an unsere Gesetze halten müssen, sollten sie grundsätzlich auch politisch mitbestimmen können.
Erhöhung Einbürgerungsanforderungen
Sollen die sprachlichen Anforderungen für die Einbürgerung erhöht werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Genügende Kenntnisse einer Landessprache stellen eine unverzichtbare Voraussetzung für die Integration dar. Die Einbürgerung soll in Bezug auf die Wohnsitzdauer erleichtert werden, dafür soll das Kriterium des Spracherwerbs höher gewichtet werden.
Minimale Unterstützung Asylsuchende
Soll die Stadt die finanzielle Unterstützung von Asylsuchenden auf ein Minimum reduzieren (z.B. Verzicht auf Kostenübernahme für Weiterbildungsprogramme)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es liegt im Interesse der Allgemeinheit, dass Asylsuchende mit Weiterbildungsprogrammen etc. unterstützt werden. Auf diese Weise erhalten sie eine Perspektive, sich eine unabhängige Existenz aufzubauen, sei es in der Schweiz oder bei einem negativen Asylentscheid im Heimatland.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Verzicht geschlechtsneutrale Sprache
Soll auf die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache in offiziellen Publikationen der Stadt Wil verzichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Geschlechtergerechte Formulierungen sind heute in amtlichen Publikationen üblich. Wir sehen keinen Grund, an der heutigen Praxis etwas zu ändern.
Unterstützung Kulturlokal «Gare de Lion»
Soll das Wiler Kulturlokal "Gare de Lion"auch zukünftig durch die Stadt finanziell unterstützt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der GdL ist eine Kulturinstitution mit überregionaler Ausstrahlung und aus dem öffentlichen Leben der Stadt Wil nicht wegzudenken. Viele Personen arbeiten ehrenamtlich oder zu einem sehr bescheidenen Lohn im GdL. Im Verhältnis zur Anzahl der Veranstaltungen und Besucher*innen sind die finanziellen Beiträge der Stadt bescheiden.
Schaffung Kultur- und Musikzentrum
Befürworten Sie die Schaffung eines Kultur- und Musikzentrums in der Liegenschaft "zum Turm"?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich habe die entsprechende Motion eingereicht und stehe selbstverständlich voll und ganz hinter dem Projekt. Die Wiler Kulturvereine und die Musikschule erhalten damit endlich ein bedarfsgerechtes Raumangebot. Zudem können vermehrt Synergien genutzt werden und im Erdgeschoss soll ein öffentlicher Treffpunkt mit Gastronomie geschaffen werden.
Ausbau barrierefreie Bushaltestellen
Seit Anfang Jahr müsste der ÖV rollstuhlgerecht nutzbar sein. Soll die Stadt den Ausbau barrierefreier Bushaltestellen (stärker) beschleunigen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Barrierefreiheit gehört zu den zwingenden Anforderungen einer attraktiven und zeitgemässen ÖV-Infrastruktur. Sie leistet einen wichtigen Beitrag für die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften einschliesslich der Fristen sollte eine Selbstverständlichkeit sein.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Die Stadt Wil hat kürzlich den Steuerfuss auf 115% gesenkt. Befürworten Sie diese Senkung?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mit einem Steuerfuss von 115% können die vielen anstehenden Investitionsprojekte nicht finanziert werden. Es wäre klüger gewesen, den Steuerfuss bei 118% zu behalten, anstatt ihn zu senken und später wieder zu erhöhen.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Individualbesteuerung entspricht einer konsequenten Umsetzung des Gleichstellungsgrundsatzes.
Erhöhung Sparanstrengungen
Sollen die Sparanstrengungen in der Stadt Wil erhöht werden (z.B. Verzicht auf nicht dringende Ausgaben)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ausgaben, die wichtig sind, sind nicht immer dringend, und umgekehrt. Eine zukunftsorientiere Entwicklung der Stadt Wil ist nicht möglich, wenn nur noch dringende Ausgaben getätigt werden. Selbstverständlich sind sämtliche Ausgaben auf ihre Notwendigkeit und Nachhaltigkeit zu prüfen.
Wirtschaft & Arbeit
Privatisierung Technische Betriebe
Befürworten Sie die Überführung der TBW (Technische Betriebe Wil) in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft ("Privatisierung")?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bislang konnte nicht aufgezeigt werden, welche konkreten Vorteile eine privatrechtliche Organisationsform hätte. Die TBW leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Wiler Bevölkerung und zur Stabilität des städtischen Finanzhaushaltes. Die demokratische Kontrolle über das Unternehmen soll nicht aus der Hand gegeben werden. Flexiblere Entscheidungsabläufe wären auch bei einer öffentlich-rechtlichen Organisationsform möglich.
Freihandelsabkommen mit USA
Soll die Schweiz ein umfassendes Freihandelsabkommen (inkl. Landwirtschaft) mit den USA anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Freihandel ist nur legitim, wo faire Wettbewerbsbedingungen gewährleistet werden können. Dies ist im Bereich der Landwirtschaft sicherlich nicht der Fall. Die Landwirtschaft in den USA ist in Bezug auf den Industrialisierungsgrad und die Umweltstandards nicht mit der Schweizer Landwirtschaft vergleichbar.
Kontrolle Lohngleichheit
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Lohnunterschiede sind nach wie vor frappant. Konsequente Massnahmen zur Herstellung der gesetzlich geforderten Lohngleichheit sind offensichtlich notwendig.
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von rund 4'000 CHF (pro Vollzeitstelle)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer Vollzeit arbeitet, soll mit seinem Einkommen einen minimalen Lebensstandard finanzieren können.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Öffentliche Ruhezeiten und Ruhetage erfüllen wichtige sozial- und gesundheitspolitische Funktionen. Eine 24-Stunden-Gesellschaft ist keinesfalls erstrebenswert. Zudem verfügt das Kleingewerbe nicht über die personellen und finanziellen Möglichkeiten, um die Öffnungszeiten auszuweiten. Vor der Liberalisierung würden nur Grossbetriebe profitieren.
Stadtentwicklung & Raumplanung
Ausbau Stadtpark
Befürworten Sie die Ausbaupläne für den Stadtpark Obere Weierwise?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Kommentar
Ich habe die entsprechende Motion eingereicht und stehe selbstverständlich voll und ganz hinter dem Projekt. Der naturnah gestaltete Park mit Badesee steigert die Attraktivität der Stadt Wil für Bewohnende und Besuchende. Zudem leistet er einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und des Hochwasserschutzes, zur Förderung der Biodiversität sowie zur Gesundheits- und Bewegungsförderung.
Einführung Grünflächenziffer
Soll bei Bauvorhaben in bestimmten Zonen eine Grünflächenziffer eingeführt werden (Mindestanteil an Grünfläche im Verhältnis zur Gebäudefläche)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aufgrund der zunehmenden Hitzeproblematik ist es wichtig, eine genügende Durchgrünung des Siedlungsraumes zu gewährleisten. Selbstverständlich muss die Grünflächenziffer je nach Zone differenziert ausgestaltet werden. Auch die Möglichkeit vertikaler Begrünungen muss in Betracht gezogen werden.
Aufwertung Bahnhofplatz
Befürworten Sie die geplanten Investitionen in einen neuen Bahnhofplatz (Projekt "Aufwertung Stadtraum Bahnhof Wil")?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bahnhof ist die zentrale Verkehrsdrehscheibe für die ganze Region und erfüllt für die Stadt eine Repräsentationsfunktion. Der heutige Zustand des Bahnhofplatzes wird seiner Bedeutung nicht gerecht. Zur Gewährleistung einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung ist eine Umgestaltung zwingend. Allerdings muss die Begrünung optimiert werden und auf die Erweiterung des Autoparkhauses soll verzichtet werden (der Bund ist nicht bereit, das Parkhaus mitzufinanzieren).
Unterstützung altersgerechtes Wohnen
Soll die Stadt das altersgerechte Wohnen (Alterswohnungen, Grunddienstleistungen etc.) finanziell unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Attraktive Wohngebote sind wichtig, damit ältere Personen möglichst lange aktiv und in die Gesellschaft integriert bleiben. Fehlen altersgerechte Wohnangebote, bleiben die Senior*innen womöglich lange in Familienwohnungen bzw. Einfamilienhäusern, obwohl sie gar nicht mehr so viel Wohnraum benötigen. Ob ein direktes finanzielles Engagement der Stadt nötig ist oder ob es vor allem um die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen geht, muss geprüft werden.
Arealentwicklung Wil-West
Befürworten Sie die Arealentwicklung Wil-West mit der Schaffung eines neuen Arbeitsquartiers?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die GRÜNEN der Kantone St.Gallen und Thurgau haben zu Wil West ein Positionspapier veröffentlicht und sind bereit, das Projekt zu unterstützen, sofern dieses grundlegend überarbeitet und punkto Nachhaltigkeit vorbildlich ausgestaltet wird. Ich habe massgeblich an diesem Positionspapier mitgearbeitet und vertrete es mit Überzeugung.
Umwelt & Energie
Biodiversitäts-Initiative
Befürworten Sie die Biodiversitäts-Initiative, die Bund und Kantone dazu verpflichtet, die erforderlichen Flächen sowie mehr finanzielle Mittel bereitzustellen, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen (Eidg. Abst. vom Sept. 24)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Biodiversität ist unsere Lebensgrundlage und muss besser geschützt werden. Die Wissenschaft ist sich einig, dass die heutigen Bemühungen nicht ausreichen. Es ist unverständlich, dass das Bundesparlament sowohl die Initiative als auch den landwirtschaftsfreundlichen Gegenvorschlag des Bundesrates abgelehnt hat.
Lockerung Bauvorschriften für erneuerbare Energien
Finden Sie es richtig, dass für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Bauvorschriften gelockert werden (Umwelt-, Landschafts, Ortsbild- und Denkmalschutzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist fatal und widerspricht dem Nachhaltigkeitsgrundsatz, wenn erneuerbare Energien und Natur- bzw. Heimatschutz gegeneinander ausgespielt werden. Eine materielle Lockerung des Umweltrechts ist nicht notwendig, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Verfahrensrechtliche Vereinfachungen sind hingegen wo möglich umzusetzen.
Strengere Tierschutzregeln
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die heutigen Tierschutzvorschriften sind (auch in der Schweiz) weit von dem entfernt, was aus Sicht der Verhaltensforschung als artgerecht gilt. Der Grundsatz der Tierwürde, welcher in der Bundesverfassung verankert ist, wird in der Tierschutzgesetzgebung nicht konsequent umgesetzt und in der Praxis z.T. mit Füssen getreten (inbesondere in der konventionellen Schweine- und Geflügelhaltung).
Verkehr
Verzicht weitere Tempo-30-Zonen
Soll die Stadt Wil auf weitere Tempo 30-Zonen verzichten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Tempo-30-Zonen sind das effektivste und kostengünstigste Mittel, um den Lärmschutz und die Verkehrssicherheit in dicht besiedelten Gebieten zu gewährleisten.
Ausbau Langsamverkehr
Soll in der Stadt Wil die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Veloinfrastruktur ist an vielen Orten in Wil suboptimal und es bestehen grosse Sicherheitsmängel. Dies hält viele Personen von der Nutzung des Velos ab.
Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll die Stadt Wil mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs ist in der Stadt Wil im Vergleich mit anderen Städten zu hoch. Nur wenn das ÖV-Angebot attraktiv und komfortabel ist, werden vermehrt Personen vom Auto auf den ÖV umsteigen.
Einbahnsystem Stadtzentrum
Soll im Stadtzentrum von Wil die Verkehrsführung mittels Einbahnsystem angepasst werden (analog zu Davos)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mit einer Einbahn-Regelung (Grosskreisel) würde der Verkehr verflüssigt und es könnten Sicherheitsrisiken beseitigt werden. Zudem stünde mehr Platz für Velo- und Fussverkehr, ÖV und für eine attraktive Gestaltung der Strassenräume zur Verfügung.
Netzergänzungen «Nord» und «Ost»
Befürworten Sie die Netzergänzungen «Nord» und «Ost» als Massnahmen zur Verkehrsentlastung für Wil?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Nutzen der Netzergänzungen ist zweifelhaft, da der Durchgangsverkehr in Wil einen Anteil von weniger als 20% ausmacht. Der Bund hat sich in den Prüfberichten zum Agglomerationsprogramm jeweils kritisch zum Kosten-Nutzen-Verhältnis geäussert. Zuerst müssen aber die Möglichkeiten zur Optimierung des bestehenden Strassennetzes ausgeschöpft werden. Wenn die Netzergänzungen realisiert werden, dann nur als landschonende Tunnel-Varianten und nicht in der heute geplanten Form.
Politisches System & Digitalisierung
Verzicht auf städtische Dienstleistungen
Soll die Stadt auf die Erbringung eigener Dienstleistungen konsequent verzichten, falls dadurch private Angebote konkurrenziert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist unklar, worauf sich die Frage konkret bezieht. Soll die Stadt auf die Führung eigener Schulen verzichten, weil sie damit Privatschulen konkurrenziert? Die Fragestellung muss einzelfallweise beantwortet werden. Selbstverständlich ist das Wettbewerbsrecht einzuhalten.
Engere Beziehungen EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Viele drängende Probleme unserer Zeit (z.B. Klimawandel, Migration) lassen sich nur durch internationale Zusammenarbeit lösen. Unsere europäischen Nachbarländer teilen unsere politischen Werte (Menschenwürde, Demokratie und Rechtstaatlichkeit) und sollten deshalb unsere bevorzugten Kooperationspartner sein.
Ausbau 5G-Mobilfunknetz
Soll das Schweizer Mobilfunknetz möglichst flächendeckend mit der neusten Technologie ausgestattet werden (aktuell 5G-Standard)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein flächendeckendes 5G-Netz ist nicht erforderlich. Der Ausbau soll grundsätzlich bedarfsgerecht erfolgen. Allerdings besteht das Problem, dass mit Angebot auch die Nachfrage laufend wächst. Ein Grossteil der Datenübertragungskapazität wird heute für Unterhaltungszwecke und nicht für essentielle Bedürfnisse genutzt. Ob dabei den potenziell schädlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung bzw. dem Vorsorgeprinzip genügend Beachtung geschenkt wird, muss hinterfragt werden.
Finanzierung E-City-App
Soll die Stadt Wil finanzielle Mittel für ein vergleichbares Angebot, wie die «E-City App» (mit News und Informationen zu Events, Aktionen und Sport) bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Weiterverfolgung des gescheiterten Projekts "E-City-App" erscheint zurzeit politisch nicht opportun. Ein zentraler Veranstaltungskalender oder eine Quartier-App könnte jedoch einem Bedürfnis entsprechen.
Sicherheit & Polizei
Aufhebung Bettelverbot
Soll das Bettelverbot an öffentlichen Plätzen aufgehoben werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Verbot des sogenannten "stillen" Bettelns ist unverhältnismässig. Die GRÜNEN prowil haben sich schon bei der Einführung dagegen ausgesprochen. Eine Lockerung ist aufgrund der neueren Rechtsprechung zwingend. Es soll ausschliesslich gegen aufdringliche Bettler/innen vorgegangen werden.
Höhere Präsenz Sicherheitskräfte
Soll die Präsenz von Sicherheitskräften (Polizei, private Sicherheitsdienste) in der Stadt Wil erhöht werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Vor allem im Stadtzentrum stellt die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordung eine Herausforderung dar. Wenn sich ein erheblicher Teil der Bevölkerung unsicher fühlt, ist politischer Handlungsbedarf gegeben. Ich befürworte grundsätzlich eine stärkere Präsenz von Sicherheitskräften anstelle einer vermehrten Videoüberwachung. Dies müssen jedoch nicht zwingend Polizeikräfte sein. Eine sinnvolle Alternative wäre ein SIP-Patrouillendienst.
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie den Ausbau der Videoüberwachung in Wil?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Ausbau der Videoüberwachung steht in Wil aktuell nicht zur Diskussion. Zur Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum unterstützen die GRÜNEN prowil die Schaffung eines SIP-Patrouillendienstes, der auch Präventions- und Sozialarbeit leistet.
Ausgehverbot Jugendliche
Sollte in der Stadt Wil ein nächtliches Ausgehverbot für Jugendliche unter 14 Jahren eingeführt werden, so wie es andere Städte planen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Diese Massnahme steht in Wil aktuell nicht zur Diskussion. Sollten vermehrt Probleme mit unbeaufsichtigten Jugendlichen auftreten, wären geeignete Massnahmen zu ergreifen. Ein Verbot erscheint aber unverhältnismässig.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Die Aussage ist höchstens theoretisch richtig. Unter seriösen Ökonomen/innen ist unbestritten, dass es viele Bereiche gibt, in denen der Marktmechanismus versagt (Stichworte: Marktverzerrungen, externe Effekte, öffentliche Güter, Trittbrettfahrer-Problem, Transaktionskosten). Es ist Aufgabe der Politik, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, damit Märkte ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltig funktionieren.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Strafe ist kein Selbstzweck und soll nicht der Befriedigung von Rachegelüsten, sondern der Sozial- und Spezialprävention dienen. Die Wiedereingliederung ist schon mit Blick auf die enormen Kosten des Strafvollzugs wenn immer möglich anzustreben.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Auf lange Sicht ist ein Wirtschaftswachstum auf Kosten der Umwelt nicht möglich. Eine Drosselung des derzeitigen, nicht nachhaltigen Wachstums ist unumgänglich, um den Fortbestand unserer Zivilsation (und somit auch der Wirtschaft) zu sichern.
Umverteilung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
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Kommentar
Eine vollständige Nivellierung gesellschaftlicher Unterschiede ist selbstverständlich nicht das Ziel der Sozialpolitik. Ökonomische Leistungsanreize sind wichtig, gleichzeitig muss aber auch die Chancengleichheit gegeben sein. Ohne Umverteilung würde die Einkommens- und Vermögensverteilung immer ungleicher, was die gesellschaftliche Stabilität gefährden würde.
Kommentar
Das Rentenalter soll flexibilisiert werden, wobei das durchschnittliche Rentenalter mittelfristig sicher ansteigen muss (entsprechend der Lebenserwartung). Eine Erhöhung ist aber nicht für alle zumutbar. Der unterschiedlichen gesundheitlichen Belastung von Berufsgruppen sowie der Geschlechtergerechtigkeit muss Rechnung getragen werden.