Christina Aebischer
Grüne | 0202.0
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll die Gemeinde den gemeinnützigen Wohnungsbau verstärkt fördern (z.B. finanzielle Förderung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Einsatz Sozialdetektiv/-innen
Soll die Gemeinde bei Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch vermehrt Sozialdetektiv/-innen einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gibt keinen Grund, in diesem Bereich stärker aktiv zu werden, als es bei Verdachtsfällen bereits geschieht, zumal die Fallzahlen in der individuellen Sozialhilfe rückläufig sind (seit 2016 um einen Viertel weniger).
Förderung altersgerechtes Wohnen
Soll sich die Gemeinde stärker für die Förderung des alters- und behindertengerechten Wohnens einsetzen (z.B. Gutschriften für selbstbestimmtes Wohnen im Alter, Vergabe vergünstigter Umbaukredite)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist zu erwarten, dass die Gruppe der älteren Menschen auch in Köniz grösser wird, bis 2025 wird diese Gruppe auf rund 25% der Bevölkerung steigen. Viele ältere Menschen leben in zu grossen Wohnungen, oft zunehmend einsam, und können sich aber einen Umzug aus finanziellen Grünen nicht leisten, weil kleinere, neuere Wohnungen viel zu teuer sind. Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe und Verantwortung der Gemeinde, hier aktiv und innovativ zu werden und neue Dienstleistungen anzubieten.
Aktive Boden- und Immobilienpolitik
Soll die Gemeinde Köniz Liegenschaften zwecks Erhalt von bezahlbarem Wohnraum kaufen (sog. aktive Boden- und Immobilienpolitik)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mit einer aktiven Politik in diesem Bereich kann und soll die Gemeinde Einfluss nehmen auf die Durchmischung der bestehenden Quartiere und auf die Gestaltung von neu zu überbauenden Arealen.
Ausbau Tagesstrukturen
Befürworten Sie einen weiteren Ausbau des Tagesstrukturangebots (Ausbau Kitas, Mittagstisch, Spielgruppenangebote, Ferienbetreuung etc.) in Köniz?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Köniz hat grosse Fortschritte gemacht in dem Bereich, aber es bestehen noch Lücken, z.B. Ferienbetreuung sowie Ganztagesschulen. Ausserdem braucht es hier die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gegen den Fachkräftemangel. Insbesondere für KMU ist es wichtig, dass diese Angebote gestärkt werden, da dies im Gegensatz zu Grossbetrieben ihren Angestellten keine betriebsinternen Kitas anbieten können.
Offenlegung Vormiete
Eine kantonale Volksinitiative fordert, dass Mieter/-innen die Höhe des vorherigen Mietpreises offengelegt wird (Abstimmungstermin 28.09.2025). Befürworten Sie diese?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Nur auf Basis transparenter Information ist es möglich, Missbrauch zu bekämpfen.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Frage entspricht nicht der Realität in Köniz. Es ist nicht so, dass alle Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Lernschwierigkeit in regulären Schulklassen unterrichtet werden, denn es gibt die besondere Volksschule mit separierten Klassen (früher: heilpädagogische Sonderschule) sowie auch noch eine Klasse für besondere Förderung (früher Kleinklasse). Grundsätzlich ist die Integration wichtig, Studien zeigen dass alle Kinder sowohl sozial wie auch intellektuell voneinander profitieren.
Kostengünstige Schulhausbauten
Soll die Gemeinde bei Schulhausneubauten oder Erweiterungen auf eine möglichst kostengünstige Ausführung achten (z.B. Verwendung günstiger Baustoffe, Reduktion Umweltschutz- und Nachhaltigkeitskriterien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bei Schulraum muss die erste Priorität auf genügend qualitativ passendem Schulraum liegen, und bei allem Gemeindebauten gilt es, Umweltstandards einzuhalten. Diese sind oft auch relevant für die Gesundheit der Kinder (zB giftige Lösungsmittel in Wandfarbe).
Mitfinanzierung Schulanlässe
Die Elternbeiträge für Schulanlässe (z.B. Klassenlager, Exkursionen) sind seit einem Bundesgerichtsentscheid auf CHF 15 bis 25 pro Tag beschränkt. Soll die Gemeinde den Erhalt des Angebots an Schulanlässen stärker mitfinanzieren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Schulische Aktivitäten wie Lager und Ausflüge sind sehr wichtig für das Zusammenleben in einer Klasse und Schulhaus, was oft weit über die Schulzeit hinaus trägt. Die Gemeinde muss dafür sorgen, dass diese Anlässe stattfinden können, nachdem der Bundesgerichtsentscheid (siehe unten) dafür gesorgt hat, dass kein Kind aus einkommensschwachen Familien ausgeschlossen wird.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich die Gemeinde stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bildungswege sind erwiesenermassen immer noch vom Einkommen des Elternhauses geprägt. Der Zugang zu guter Bildung und wenn nötig zu Förderunterricht muss deshalb für Kinder aus einkommensschwachen Familien durch die Gemeinde unterstützt werden.
Migration & Integration
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die bilateralen Verträge haben den wirtschaftlichen Wohlstand der Schweiz gesichert, und die Personenfreizügigkeit ist ein elementarer Bestandteil davon. Gerade in der heutigen Zeit zwischen von autokratischen Egomanen geführten Grossmächten in Ost und West ist eine enge und gute Zusammenarbeit mit Europa unabdingbar, alles andere wäre absolut verantwortungslos.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer zehn Jahre hier lebt, sollte auch lokal mitgestalten und mitbestimmen dürfen. DAs Stimm- und Wahlrecht ist auch ein wichtiger Schritt zur Integration.
Verpflichtende Integrationskurse
Soll die Gemeinde die Möglichkeit erhalten, Ausländer/-innen zur Teilnahme an Integrations- und Sprachkursen zu verpflichten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich ja, weil dies sicher hilft sich hier zurechtzufinden und einzuleben. Gemäss Bevölkerungsbefragung der Gemeinde wird dies auch von einer Mehrheit der ausländischen Mitbürger:innen selber befürwortet. Allerdings kann ein Obligatorium grossen und nicht konstruktiven Druck auf Menschen ausüben, die bereits eine sehr schwierige Lebenssituation haben (zB Geflüchtete). Deshalb braucht es Augenmass. Das Angebot an Integrations- und Sprachkursen soll aber ausgebaut werden.
Verzicht Einbürgerungsgebühren
Soll die Gemeinde auf die Erhebung eigener Gebühren bei der Einbürgerung von Ausländer/-innen verzichten (derzeit bis zu CHF 1'500 pro Person)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es sollte nicht von den finanziellen Möglichkeiten abhängen, ob man sich einbürgern kann, zumal die Gesamtkosten (kantonale und Bundesgebühren) fast doppelt so hoch sind, noch ohne individuelle Kosten zB für Sprach- oder Vorbereitungskurse.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Förderung Sport
Soll die Gemeinde den Sport finanziell stärker unterstützen (z. B. durch Investitionen in zusätzliche Sportinfrastruktur, tiefere Nutzungsgebühren)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In Köniz hat es einen ausgewiesenen Mangel an Sportanlagen und -infrastruktur, hier braucht es Investitionen um diesen Nachholbedarf zu decken. Auch die Vereine leisten wichtige ehrenamtliche Arbeit, für den Zusammenhalt in der Gemeinde, für die Gesundheitsförderung und die Integration.
Förderung Kinder und Jugendliche
Soll die Gemeinde mehr Freiräume und Angebote für Jugendliche schaffen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für Jugendliche und v.a. für junge Erwachsene gibt es in Köniz wenig attraktive Angebote und es besteht auch kaum Zusammenarbeit über die Jugendarbeit in den verschiedenen Ortsteilen. Es ist deshalb in einem ersten Schritt weniger die Frage nach mehr als nach anderen Angeboten.
Kürzung Kulturförderung
Soll die Gemeinde Köniz die finanziellen Mittel für die Kulturförderung kürzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In den vergangenen Sparrunden wurde in Köniz bereits massiv gekürzt. Ausserdem ist ein lebendiges und vielfältiges kulturelles Angebot wichtig für die Attraktivität von Köniz, udn es ist auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.
Unterstützungsangebote FLINTA
Soll die Gemeinde zusätzliche Unterstützungsangebote zugunsten von Frauen, Lesben, intersexuellen, nicht-binären, trans und agender Personen (FLINTA) finanzieren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Angebote der Gemeinde sollen sich an alle Bevölkerungsgruppen richten, sofern hier eine Lücke im Angebot besteht, sollen die Angebote ergänzt werden.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll der Verwaltung und der Schule in Köniz die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sprache und Kommunikation soll alle Menschen einschliessen, die Gemeinde soll sich auf ein gängiges Zeichen einigen und dieses durchgehen anwenden.
Finanzen & Steuern
Einführung Schuldenbremse
Soll die Gemeinde eine kommunale Schuldenbremse einführen (zusätzlich zu den kantonalen Bestimmungen über den Ausgleich der Gemeindefinanzen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Schuldenbremse ist ein sehr starres Instrument, welches dazu führt, wichtige Investitionen auf kommende Jahrzehnte oder gar Generationen zu verschieben, und es dann umso teurer wird. Im Könizer Budget sind auch rund 80% der Ausgaben durch übergeordnete Gesetzgebung definiert, eine Schuldenbremse würde "freiwillige" Angebote wie z.B. Bibliotheken, Kultur, Sport treffen.
Senkung Steuerfuss
Soll die Gemeinde in den nächsten vier Jahren Steuersenkungen anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der aktuelle Steuerfuss ist immer noch tiefer als in vielen Berner Gemeinden. Ausserdem hat Köniz immer noch Nachholbedarf bei Investitionen (Schulhäuser, Sportanlagen etc) aus dem Jahrzehnt mit tiefem Steuersatz, wir dürfen nicht dahin zurückfallen.
Überschüsse in Klimafonds
Soll die Gemeinde Rechnungsüberschüsse in den Klimafonds überweisen (statt Schulden abzubauen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine ungebremste Klimakrise führt zu immensen Kosten, bereits heute und für kommende Generationen, denen wir diese Schuld aufbürden. Der Klimafond als Spezialfinanzierung ist ein gutes finanzpolitisches Instrument, um diese Rückstellungen für Klimaschutz und Energiewende in Köniz zu finanzieren.
Erhöhung Sparanstrengungen
Sollen die Sparanstrengungen der Gemeinde Köniz erhöht werden (z.B. Verzicht auf einzelne, nicht vom Kanton/Bund vorgeschriebene Aufgaben)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein haushälterischer Umgang mit unseren Finanzen ist wichtig und richtig, und muss dauernd überprüft werden. Hingegen wurden in den vergangenen Sparrunden bereits dreimal alle nicht vorgeschriebenen Aufgaben unter die Lupe genommen. Weitere Sparanstrengungen würden dazu führen, dass zB Bibliothekstandorte ganz geschlossen werden, oder altersfreundliche Angebote wieder eingestellt werden.
Wirtschaft & Arbeit
Förderung Geschlechterbalance Kaderstellen
Soll sich die Gemeinde stärker für ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bei der Besetzung von offenen Kaderstellen in der Verwaltung einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mit rund 35% weiblich besetzten Kaderstellen ist Köniz zwar im Schweizerischen Vergleich gut unterwegs, was aber v.a. mit einem hohen Frauenanteil bei Teilzeit-Kaderstellen zu tun hat. Es gibt immer noch Nachholbedarf um ein ausgeglichenes Verhältnis zu schaffen, und dafür braucht es eine aktive Personalpolitik.
Konzernverantwortung
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden (Konzernverantwortung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Köniz soll nicht unsere Steuergelder für Produkte von Unternehmen ausgeben, welche sich nicht an Umwelt- und Sozialstandards halten, sondern durch ihre Geschäftspraxis Probleme generieren.
Einführung Mindestlohn
Würden Sie in Köniz einen Mindestlohn von CHF 23.80 pro Stunde, wie er von einer Volksinitiative in der Stadt Bern gefordert wird, befürworten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es darf nicht sein, dass man von einer Vollzeitstelle nicht leben kann, und dass Unternehmen Gewinn machen, aber ihren Mitarbeitenden nicht Löhne zahlen, welche nicht zum Leben reichen.
Bevorzugung lokaler Anbieter
Soll die Gemeinde bei öffentlichen Aufträgen lokalen Anbietern und Produkten den Vorzug geben, selbst wenn diese teurer sind (sofern dies rechtlich zulässig ist)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bei lokalen Anbietern ist die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards einfacher überprüfbar, die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze bleiben in der Region und die lokale Kreislaufwirtschaft kann gefördert werden. Es ist zu kurzsichtig, den günstigsten Preis als primäres Kriterium bei Anschaffungen zu beachten, diese Praxis soll geändert werden und kann es auch mit den neuen Regelungen des Beschaffungswesens.
Verkehr & Raumplanung
Verdichtung
Soll die Gemeinde Köniz bestehende Siedlungszonen verdichteter bebauen (z.B. höhere Gebäude, Reduktion Ortsbildschutz)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist wichtig, dass die Zersiedelung gestoppt wird und nicht weiter Kulturland überbaut wird. Es braucht aber eine geschickte Architektur (insbesondere bei hohen Gebäuden) und eine sorgfältige Gestaltung des verdichteten Aussenraumes, der von hoher Qualität sein muss für das Zusammenleben und für die Biodiversität. Es braucht gut gestaltete Aussenräume, kein Abstandsgrün, das weder Menschen nutzen noch ökologisch wertvoll ist.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Braucht es in Köniz Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z.B. Kapazitätsausbau, Verbesserung Verkehrsfluss, Parkplatzerhalt)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der motorisierte Individualverkehr hat bereits zuviel Priorität im Strassenraum, es braucht eine andere Nutzung dieses wichtigen und teueren Raumes, für alle Mobilitätsformen.
Einführung Tempo 30
Soll die Gemeinde Köniz mehr Tempo-30-Zonen einführen bzw. sich dafür einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dies entspricht dem Wunsch der Bevölkerung in den allermeisten Quartieren, reduziert Lärm und führt zu höherer Sicherheit.
ÖV-Förderung Jugendliche
Soll die Benutzung des öffentlichen Verkehrs von Kindern und Jugendlichen finanziell durch die Gemeinde unterstützt werden (zusätzlich zu bestehenden Vergünstigungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Versuche in anderen Städten soll die Gemeinde beobachten und gegebenenfalls dieses Angebot ermöglichen, allerdings darf es keinesfalls zulasten des Velo- und Fussverkehrs gehen.
Ausbau Fuss- und Veloverkehr
Soll in der Gemeinde Köniz die Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr (z.B. Velowege) ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Menschen gehen zu Fuss oder mit dem Velo, wenn sie sich sicher fühlen, dazu braucht es ein durchgängiges, gut signalisiertes Netz an Wegen. Köniz hat bereits einiges getan in den letzten Jahren, aber es gibt noch einige Lücken und Engpässe.
Umwelt & Energie
Lockerung Bauvorschriften für erneuerbare Energien
Sollen für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Bauvorschriften gelockert werden (Umwelt-, Landschafts-, Ortsbild- und Denkmalschutz)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gilt von Fall zu Fall zu differenzieren, und da hier Umweltschutz, Landschaftsschutz, Ortsbildschutz und Denkmalschutz in einem Aufwisch abgefragt werden, gibt es keine einfache Antwort. Den Umweltschutz aufzuweichen in Zeiten von Klima- und Biodiversitätskrise ist ausgeschlossen, hingegen sind Kompromisse möglich und nötig in den anderen Bereichen, zB für Solarpanels auf Dächern geschützter Bauten und an Fassaden von Gebäuden.
Mehr Klimaschutzmassnahmen
Soll die Gemeinde Köniz mindestens CHF 1 Mio. jährlich für Massnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel ausgeben (rund 0.4% des Budgets)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unsere Infrastruktur ist nicht für die Temperaturen und Niederschläge gebaut, die uns in den nächsten Jahrzehnten erwarten. Die Klimakrise führt bereits heute auch in Köniz zu grossen Schäden (zB Hochwasser Sense) die Kosten verursachen, und viele Schäden können durch gezielte Anpassungsmassnahmen präventiv verhindert werden (Hochwasserschutz, Entsiegelung zwecks Versickerung, Anpassungen Kanalisation auf Extermereignisse etc).
Ausbau Solarenergie
Soll die Gemeinde Köniz Massnahmen ergreifen, um den Ausbau der Solarenergie zu beschleunigen (z.B. finanzielle Unterstützung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Köniz liegt weit unter dem Durchschnitt der Berner Gemeinden bezüglich Produktion Solarenergie, und liegt mit der Produktion von 16 Gigawattstunden auch deutlich unter dem möglichen Potential von 200! Deshalb ist es dringen nötig, hier vorwärts zu machen, auf gemeindeeigenen wie auch auf privaten Dach- und Fassadenflächen.
Entsiegelung Strassenraum
Soll in Köniz jährlich mindestens 0.5 Prozent des Strassenraums entsiegelt und begrünt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Entsiegelung von Parkplätzen ist eine ausgezeichnete Massnahme, um Regenwasser einfacher versickern zu lassen und Hitzeinseln zu reduzieren, was auch für die Gesundheit der Anwohner:innen deutlich besser ist.
Politisches System & Digitalisierung
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der bilaterale Weg war für die Schweiz äusserst erfolgreich und darf nicht gefährdet werden, im Gegenteil, in der heutigen Zeit ist die EU der wichtigste und verlässlichste Partner.
Ausbau Online-Schalter
Sollen Verwaltungsdienstleistungen vor Ort (an den Schaltern der Gemeinde) zugunsten eines Online-Schalters abgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gewisse Angebote können digitalisiert werden und somit (in der Regel) effizienter angeboten werden, es braucht aber nach wie vor Schalterdienste, welche auch neue Dienstleistungen anbieten sollten für Könizer:innen, welche sich mit der Digitalisierung schwer tun.
Ausbau Gemeindekommunikation
Soll die Gemeinde Köniz ihre Kommunikationsaktivitäten weiter ausbauen (z.B. auf Social Media)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aus Sicht der Grünen gibt es prioritärere Bereiche.
Einführung Finanzkontrolle
Soll in Köniz eine vom Gemeinderat unabhängige Finanzkontrolle (analog zu Kanton und Bund) eingerichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die aktuelle hierarchische Struktur birgt die Gefahr eines Loyalitätskonfliktes zwischen Finanzkontrolle und Finanzdirektion.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Sicherheit & Polizei
Kündigung Schengen-Abkommen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das würde weder bezüglich Sicherheit noch asylpolitisch noch wirtschaftlich irgendetwas bringen.
Bekämpfung Littering
Soll in Köniz mehr gegen Littering unternommen werden (z.B. höhere Bussen, mehr Kontrollen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Littering ist Umweltverschmutzung und muss verhindert werden, neben Bussen und Kontrollen braucht es aber auch viel mehr Sensibilisierung, und statt Geldbussen sollten Verantwortliche für Littering bei Säuberungsaktionen mitarbeiten müssen.
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung in Köniz (z.B. an Bahnhöfen, bei Schulen und Unterführungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es braucht vor allem andere Massnahmen für die "gefühlte" Sicherheit, wie übersichtliche Areale, belebte Bahnhöfe etc.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei in Köniz?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es braucht vor allem andere Massnahmen für die "gefühlte" Sicherheit, wie durchmischte und lebendige Quartiere, gute Planung (Beleuchtung, Wegführungen), aber auch Förderung der Zivilcourage.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Die Ungleichheit zwischen arm und reich wird in der Schweiz und global grösser, die Kosten für Umwelt- und Klimaschäden sind ungedeckt, es gibt aktuell wenig Grund zur Annahme, dass die freie Marktwirtschaft für alle (inklusive kommende Generationen) positiv ist.
Umverteilung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Diese Umverteilung geschieht über Steuern, welche einkommens- und vermögensabhängig ausgestaltet sind. Damit werden öffentliche Aufgaben finanziert, die unabdingbar sind für unser Zusammenleben. Vermögende geben einen kleineren Teil ihrer Einnahmen für die Grundbedürfnisse aus (Essen, Wohnen, Gesundheit) und können höhere Abgaben verkraften. Ausserdem sind Vermögende im Schnitt durch ihren Lebensstyl in grösserem Ausmass verantwortlich für Emissionen und Klimaerwärmung.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist belegt, dass nur Bestrafung keinen präventiven Effekt hat und auch nicht a priori dazu beiträgt, dass eine Person das kriminelle Verhalten ändert.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zulasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Langfristig gibt es gar kein Wirtschaftswachstum ohne starken Schutz unserer Lebensgrundlagen und unserer Ressourcen.
Kommentar
Köniz hat einen sehr geringen Anteil an gemeinnützigem Wohnungsbau (rund 2.5%), die Förderung würde erwiesenermassen stark dazu beitragen, mehr bezahlbare Wohnungen für tiefere Einkommen zur Verfügung zu stellen.