Roland Goetschi
Grünliberale Partei | 04.06
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen und Männer (z.B. auf 67 Jahre)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Erhöhung Familienzulagen
Der Kantonsrat hat kürzlich einer Erhöhung der Familienzulagen im Kanton Solothurn zugestimmt (+ 30 Fr. pro Monat). Befürworten Sie diese Erhöhung?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Erhöhung der Familienzulagen ist eine sinnvolle Massnahme, um Familien angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten. Gleichzeitig sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Finanzierung nachhaltig bleibt, ohne die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Kantons zu beeinträchtigen.
Förderung Kinderbetreuung
Sollen die Gemeinden im Kanton Solothurn verpflichtet werden, einen Teil der Kosten für externe Kinderbetreuung zu übernehmen (Unterstützung via Betreuungsgutscheine durch Kanton und Gemeinden)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine finanzielle Unterstützung für die externe Kinderbetreuung durch Gemeinden und Kanton ist ein wichtiger Schritt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Gleichzeitig stärkt dies die Chancengleichheit und hilft, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wichtig ist, dass die Umsetzung effizient gestaltet wird, um den administrativen Aufwand gering zu halten.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll der Kanton mehr Mittel für die Krankenkassen-Prämienverbilligungen zur Verfügung stellen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Angesichts der stetig steigenden Krankenkassenprämien ist es wichtig, einkommensschwache Haushalte stärker zu entlasten, um die Gesundheitsversorgung für alle sicherzustellen. Gleichzeitig sollte geprüft werden, wie die Effizienz im Gesundheitssystem verbessert werden kann, um die Kosten langfristig zu senken.
Höhere private Gesundheitskostenbeteiligung
Sollen sich die Versicherten stärker an den Gesundheitskosten beteiligen (z.B. Einführung Notfallgebühr)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine zusätzliche Kostenbeteiligung für Notfallkonsultationen kann dazu beitragen, die überlasteten Notaufnahmen zu entlasten und die Gesundheitskosten zu reduzieren. Wichtig ist, dass Notfallstationen für dringende Fälle jederzeit zugänglich bleiben. Ausnahmen müssen für Kinder, Schwangere sowie Personen mit ärztlicher Überweisung gelten, um soziale Härten zu vermeiden.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das Konzept der integrativen Schule zeigt in der Praxis zunehmend Schwächen, da die stark unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder oft nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dies überfordert Lehrpersonen und beeinträchtigt den Lernerfolg aller. Förderklassen können eine gezielte, individuelle Betreuung bieten, ohne die Regelklassen zu überlasten. Eine Rückkehr in die Regelklasse sollte jederzeit möglich sein, um sowohl Inklusion als auch Bildungsqualität zu gewährleisten.
Religionen im Regelunterricht
Soll das Thema Religionen in die dafür vorgesehenen Fächer des Regelunterrichts integriert werden (Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts an der Volksschule)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der konfessionelle Religionsunterricht entspricht nicht mehr den Bedürfnissen einer modernen und vielfältigen Gesellschaft. Unsere Schulen sollten die vorhandene Zeit und Ressourcen nutzen, um wichtige Themen wie Medienkompetenz, Umweltbildung und ethische Fragestellungen zu behandeln. Ein neutraler Werteunterricht ist inklusiv, fördert die Chancengleichheit und bietet allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich kritisch mit verschiedenen Weltanschauungen auseinanderzusetzen.
Abschaffung Frühenglisch
Soll Frühenglisch zugunsten der Grundkompetenzen Lesen, Rechnen und Schreiben abgeschafft werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Frühenglisch fördert wichtige Kompetenzen in einer globalisierten Welt und hilft, Sprachbarrieren früh abzubauen. Gleichzeitig müssen Grundkompetenzen wie Lesen, Rechnen und Schreiben gestärkt werden. Es braucht daher eine ganzheitliche Förderung, die beides miteinander vereint, anstatt Kompetenzen gegeneinander auszuspielen. Ein differenziertes Unterrichtsmodell mit Niveauklassen könnte gezielt auf die verschiedenen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen.
Verlängerung Sekundarschule P
Soll die Sekundarschule P im ganzen Kanton von zwei auf drei Jahre verlängert werden (Dauer wie Sek B und Sek E)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine Verlängerung der Sek P auf drei Jahre schafft mehr Zeit, um die Schülerinnen und Schüler gezielt auf den Übergang in weiterführende Bildungswege oder die Berufswelt vorzubereiten. Besonders im Hinblick auf die Stärkung des dualen Bildungssystems ist es wichtig, den Praxisbezug in der Sekundarstufe I weiter auszubauen. Gleichzeitig sollten regionale Unterschiede berücksichtigt werden, um eine bedarfsgerechte Umsetzung zu gewährleisten.
Handyverbot an Volksschulen
Befürworten Sie die Einführung eines strikten Handyverbots an Volksschulen im Kanton Solothurn?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Private Handys gehören während der Schulzeit komplett verboten. Sie lenken vom Unterricht ab, beeinträchtigen das soziale Miteinander und fördern eine ungesunde Mediennutzung. Schulen sollen den Einsatz von digitalen Geräten kontrolliert und gezielt fördern – jedoch nur mit schuleigenen Geräten und ausschliesslich für pädagogische Zwecke. Ein striktes Verbot schafft klare Verhältnisse und entlastet die Lehrpersonen, die sonst ständig für die Kontrolle zuständig wären.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Gleiche Bildungschancen sind zentral für die Chancengerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Förderunterricht-Gutscheine für Schülerinnen und Schüler aus Familien mit geringem Einkommen können gezielt dazu beitragen, individuelle Lernlücken zu schliessen und den Zugang zu weiterführender Bildung zu erleichtern. Wichtig ist jedoch, dass diese Massnahmen nachhaltig finanziert und unbürokratisch umgesetzt werden.
Migration & Integration
Kostenpflichtiger Sprachunterricht
Sollen Eltern den Sprachunterricht ihrer Kinder künftig selber bezahlen müssen, sofern diese vor der Einschulung (Kindergarten) nicht genügend gut Deutsch sprechen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Deutschkenntnisse sind entscheidend für Integration und Bildungserfolg. Eltern müssen Verantwortung übernehmen und sich an der Sprachförderung beteiligen. Für einkommensschwache Familien sollen Ausnahmen möglich sein.
Kündigung Schengen-Abkommen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das Schengen-Abkommen erleichtert den Reise- und Warenverkehr und stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik. Eine Kündigung würde der Schweiz wirtschaftlich und sicherheitspolitisch schaden. Stattdessen sollten bestehende Instrumente, wie gezielte Grenzkontrollen in Ausnahmesituationen, besser genutzt werden.
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Solothurn erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wer seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz lebt und Teil der Gemeinde ist, sollte die Möglichkeit haben, auf lokaler Ebene politisch mitzuwirken. Dieses Mitbestimmungsrecht fördert die Integration und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Voraussetzung ist jedoch, dass die betreffende Person grundlegende Sprach- und Sozialkompetenzen nachweist.
Senkung Einbürgerungsgebühren
Soll der Kanton Solothurn die Einbürgerungsgebühren für unter 25-jährige senken (aktuell zwischen 1000 und 2500 CHF für alle Einzelpersonen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Hohe Einbürgerungsgebühren sind für junge, gut integrierte Menschen eine Hürde. Eine moderate Senkung kann die Integration fördern. Wichtig bleibt jedoch, dass die Einbürgerung mit klaren Anforderungen verbunden bleibt, um das Bewusstsein für die damit verbundenen Rechte und Pflichten zu stärken.
Erhöhung Einbürgerungsanforderungen
Die mündlichen sprachlichen Anforderungen für die Einbürgerung in Solothurn wurden jüngst erhöht (von B1 auf B2). Befürworten Sie dies?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wer in der Schweiz eingebürgert werden möchte, sollte sich sprachlich gut verständigen und an Diskussionen teilnehmen können. Das B2-Niveau stellt sicher, dass Bewerber nicht nur im Alltag zurechtkommen, sondern sich auch aktiv ins gesellschaftliche und politische Leben einbringen können.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Sterbehilfe in Heimen
Das Solothurner Kantonsparlament hat entschieden, dass alle Heime künftig Sterbehilfe zulassen müssen. Befürworten Sie diesen Entscheid?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Jeder Mensch sollte das Recht haben, in Würde und selbstbestimmt zu sterben. Der Entscheid des Solothurner Kantonsparlaments, Sterbehilfe in allen Heimen zuzulassen, stärkt dieses Grundrecht und sorgt für Chancengleichheit – unabhängig davon, in welcher Einrichtung jemand lebt.
Schliessung Schule für Mode und Gestaltung
Soll die Schule für Mode und Gestaltung in Olten als Sparmassnahme geschlossen werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Schule für Mode und Gestaltung in Olten bietet eine spezialisierte Ausbildung, die zur Vielfalt der Berufswelt beiträgt. Eine Schließung würde wertvolles handwerkliches Wissen gefährden. Bevor solche Schulen geschlossen werden, sollten alternative Sparmassnahmen geprüft werden, um ein nachhaltiges Bildungsangebot sicherzustellen.
Verbot Einweg-E-Zigaretten
Befürworten Sie ein Verkaufsverbot von Einweg-E-Zigaretten im Kanton?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich befürworte ein Verkaufsverbot von Einweg-E-Zigaretten entschieden. Diese Produkte zielen oft gezielt auf Jugendliche ab und fördern eine gefährliche Nikotinsucht. Ein Verbot ist ein notwendiger Schritt, um junge Menschen besser vor den Risiken des Nikotinkonsums zu schützen.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Verwaltung, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen erlaubt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache soll erlaubt sein, aber ohne Zwang und ohne starre Vorschriften. Der Genderstern ist in der Bevölkerung umstritten und kann zu Unklarheiten führen. Sprache sollte einfach, verständlich und inklusiv sein – ohne künstliche Konstrukte, die den Lesefluss beeinträchtigen. Niemand soll jedoch daran gehindert werden, geschlechtsneutrale Formen zu verwenden, wenn dies der Verständlichkeit dient.
Finanzen & Steuern
Steuererhöhung
Würden Sie zur Stabilisierung der Kantonsfinanzen auch Steuererhöhungen befürworten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine Stabilisierung der Kantonsfinanzen sollte vorrangig durch Massnahmen auf der Kostenseite erfolgen. Steuererhöhungen sind aktuell nicht gerechtfertigt. Es braucht effiziente Strukturen und gezielte Einsparungen, bevor zusätzliche Belastungen für die Bevölkerung in Betracht gezogen werden.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Individualbesteuerung ist längst überfällig. Sie beseitigt die ungerechte Heiratsstrafe und schafft Anreize, insbesondere für Frauen, vermehrt einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Dies stärkt nicht nur die Gleichstellung, sondern hilft auch, unser Fachkräftepotenzial besser auszuschöpfen. Die Besteuerung sollte unabhängig vom Zivilstand erfolgen – angepasst an die heutigen Lebensrealitäten.
Einführung Hundesteuer
Befürworten Sie die Einführung einer kantonalen Hundesteuer von 35 Fr. pro Jahr (ersetzt die Kontrollzeichengebühr)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Einführung einer kantonalen Hundesteuer von 35 Franken schafft Rechtssicherheit und sorgt für eine einheitliche Regelung. Die Steuer ist geringfügig niedriger als die frühere Gebühr und stellt somit keine unzumutbare Belastung dar. Zudem bleibt die Verwaltung der Steuer einfach und effizient.
Wegfall Teuerungsausgleich
Durch den Wegfall des Teuerungsausgleichs 2025 für Mitarbeitende des Kantons können rund 13 Mio. Franken eingespart werden. Befürworten Sie diesen Entscheid?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Verzicht auf den Teuerungsausgleich ist schmerzlich für das Personal, jedoch angesichts der finanziellen Lage des Kantons vertretbar. Die Stabilisierung der Kantonsfinanzen erfordert vorübergehende Einschnitte. Wichtig ist, dass solche Massnahmen gut kommuniziert werden und keine langfristige Benachteiligung des Personals entsteht.
Einstellungsstopp Kantonspersonal
Befürworten Sie einen Einstellungsstopp beim Kantonspersonal (Einfrieren Stellenbestand/Pensum mit Ausnahme der Lehrpersonen und Justiz)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein genereller Einstellungsstopp ist zu unflexibel und kann dazu führen, dass wichtige Stellen unbesetzt bleiben und die Arbeitsbelastung steigt. Statt pauschale Massnahmen einzuführen, sollte der Kanton gezielt prüfen, wo Stellen wirklich notwendig sind und wo Einsparungen möglich sind. Eine flexible Personalpolitik ist effizienter und nachhaltiger.
Wirtschaft & Arbeit
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Bilateralen Verträge mit der EU sind für die Schweiz von zentraler Bedeutung. Sie garantieren den Zugang zum EU-Binnenmarkt und sichern zahlreiche Arbeitsplätze sowie wirtschaftliche Stabilität. Eine Kündigung wäre unverantwortlich und würde die Schweiz wirtschaftlich isolieren. Stattdessen müssen bestehende Abkommen weiterentwickelt und auf aktuelle Herausforderungen abgestimmt werden.
Finanzielle Unterstützung Stahlwerk Gerlafingen
Soll der Kanton Solothurn das Stahlwerk Gerlafingen bei Bedarf finanziell unterstützen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das Stahlwerk Gerlafingen ist ein bedeutender Arbeitgeber in der Region und leistet mit seiner Produktion von Recycling-Stahl einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Eine gezielte Unterstützung kann helfen, Arbeitsplätze zu sichern und eine nachhaltige Stahlproduktion in der Schweiz zu erhalten. Wichtig ist, dass solche Massnahmen an klare Bedingungen wie Standortgarantien und nachhaltige Investitionen geknüpft werden.
Konzernverantwortung
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden (Konzernverantwortung)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Schweizer Unternehmen tragen Verantwortung, auch im Ausland Sozial- und Umweltstandards einzuhalten. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Sorgfaltsprüfung ist ein wichtiger Schritt, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung vorzubeugen. Die Regeln müssen jedoch klar und praktikabel sein, um Rechtssicherheit zu gewährleisten und unverhältnismässige Risiken für Unternehmen zu vermeiden.
Einführung Mindestlohn
Eine Gesetzesinitiative, die am 9. Februar 2025 vor das Volk kommt, verlangt einen kantonalen Mindestlohn von CHF 23 pro Stunde. Befürworten Sie dies?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein kantonaler Mindestlohn greift stark in die Sozialpartnerschaft und die Tarifautonomie ein, die sich in der Schweiz bewährt haben. Zudem würde er vor allem kleinere Betriebe belasten und damit Arbeitsplätze gefährden. Statt starrer Vorgaben braucht es gezielte Massnahmen, um tiefe Löhne in bestimmten Branchen anzuheben und faire Arbeitsbedingungen zu fördern.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die aktuellen Öffnungszeiten bieten bereits ausreichend Flexibilität. Eine vollständige Liberalisierung bringt kaum Mehrwert, setzt aber vor allem kleinere Betriebe unter Druck. Wichtiger ist es, bestehende Rahmenbedingungen sinnvoll zu nutzen, statt pauschale Lockerungen einzuführen, die für viele Geschäfte kaum umsetzbar wären.
Umwelt & Energie
Totalrevision Energiegesetz
Befürworten Sie die Totalrevision des kantonalen Energiegesetzes (Volksabstimmung 9. Februar 2025)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das neue Solothurner Energiegesetz setzt auf gezielte Anreize statt auf Verbote. Es fördert den Ausbau erneuerbarer Energien und die energetische Sanierung von Gebäuden, ohne Hauseigentümer zu unnötigen Investitionen zu zwingen. Diese pragmatische Lösung schafft Planungssicherheit, reduziert CO₂-Emissionen und stärkt die regionale Wirtschaft. Ein Schritt in die richtige Richtung für Versorgungssicherheit und Klimaschutz.
Lockerung Umweltschutz für erneuerbare Energien
Sollen für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist wichtig, aber Umwelt- und Landschaftsschutz dürfen dabei nicht grundsätzlich aufgeweicht werden. Statt pauschaler Lockerungen braucht es gezielte Anpassungen, um Projekte effizient umzusetzen, ohne wertvolle Naturräume zu gefährden. Eine sorgfältige Abwägung zwischen Klimaschutz und Naturschutz bleibt entscheidend.
Aufhebung AKW-Bauverbot
Sollen in der Schweiz wieder neue Atomkraftwerke gebaut werden dürfen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Bau neuer Atomkraftwerke macht keinen Sinn. Sie sind teuer, brauchen Jahrzehnte bis zur Inbetriebnahme und hinterlassen ungelöste Probleme bei der Endlagerung. Die Zukunft liegt in erneuerbaren Energien, die schneller, günstiger und nachhaltiger umgesetzt werden können.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Strengere Tierschutzregelungen wie der permanente Zugang zum Aussenbereich sind der richtige Weg. Viele Betriebe setzen solche Standards bereits um – jetzt ist es an der Zeit, dass auch diejenigen, die das noch nicht getan haben, diese Massnahmen in Angriff nehmen. Artgerechte Tierhaltung sollte längst eine Selbstverständlichkeit sein.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr ist zentral für eine nachhaltige Mobilität und zur Entlastung der Strassen. Investitionen in den öffentlichen Verkehr schaffen mehr Komfort, Sicherheit und Pünktlichkeit für die Bevölkerung und reduzieren gleichzeitig den CO₂-Ausstoss.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z.B. Beseitigung von Engpässen, Umfahrungsstrassen, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der motorisierte Individualverkehr umfasst auch Elektrofahrzeuge, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Zusätzliche Massnahmen wie die Beseitigung von Engpässen oder der Bau von Umfahrungsstrassen können den Verkehr flüssiger gestalten und die Sicherheit erhöhen. Wichtig ist, dass solche Projekte nachhaltig geplant werden und auch die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge berücksichtigt wird
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Solothurn die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein schnellerer Ausbau der Infrastruktur für den Langsamverkehr ist dringend nötig. Gut ausgebaute Velowege erhöhen die Sicherheit, fördern umweltfreundliche Mobilität und entlasten den motorisierten Verkehr. Besonders für kurze Strecken bieten Velos eine attraktive, gesunde und nachhaltige Alternative.
Verbot Tempo 30
Soll Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts verboten werden (z.B. Hauptstrassen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein generelles Verbot von Tempo 30 auf Hauptstrassen macht keinen Sinn. Es gibt Situationen, in denen eine Geschwindigkeitsreduktion durchaus sinnvoll sein kann, etwa zur Erhöhung der Sicherheit oder zur Lärmreduktion. Solche Massnahmen sollten situationsbezogen geprüft und nicht pauschal ausgeschlossen werden.
Politisches System & Digitalisierung
Stimmrechtsalter 16
Befürworten Sie eine Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre ist ein wichtiger Schritt, um jungen Menschen eine Stimme in politischen Entscheidungen zu geben. Es geht um ihre Zukunft, und sie sollten die Möglichkeit haben, aktiv daran mitzuwirken. Wer mit 16 Verantwortung im Berufsleben oder in der Ausbildung übernehmen kann, sollte auch politisch mitbestimmen dürfen.
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Engere Beziehungen zur EU sind für den Zugang zum Binnenmarkt und die wirtschaftliche Stabilität wichtig. Dennoch muss die Schweiz in einigen Bereichen auch eigenständige Wege gehen können, um ihre Unabhängigkeit zu wahren. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der EU sollte gezielt dort gestärkt werden, wo es für beide Seiten einen Mehrwert bringt.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine strikt ausgelegte Neutralität passt nicht mehr in die heutige Zeit. Wirtschaftliche Sanktionen sind ein wichtiges Instrument, um gegen Menschenrechtsverletzungen und völkerrechtswidrige Handlungen vorzugehen. Die Schweiz sollte ihre Neutralität bewahren, aber gezielt handeln, wenn es um die Verteidigung von grundlegenden Werten wie Frieden, Freiheit und Menschenrechte geht.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung (z.B. im Strassenverkehr, auf öffentlichen Plätzen etc.)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein gezielter Ausbau der Videoüberwachung kann zur Erhöhung der Sicherheit beitragen, etwa zur Prävention von Vandalismus und zur Aufklärung von Straftaten. Wichtig ist dabei, dass der Einsatz verhältnismässig bleibt und der Datenschutz gewahrt wird.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Solothurn ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Polizeidienst ist mit besonderen Rechten und Pflichten verbunden, die eng mit dem Schweizer Staatswesen verknüpft sind. Diese Rolle sollte Schweizer Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern vorbehalten bleiben. Integration ist wichtig, doch für den Polizeidienst braucht es eine besondere Identifikation mit dem Land und seinen Institutionen.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei erhöht das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und kann präventiv wirken. Die Präsenz vor Ort sorgt für mehr Vertrauen und ermöglicht es der Polizei, schneller auf Vorfälle zu reagieren. Sicherheit beginnt mit Präsenz.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Commento
Eine freie Marktwirtschaft schafft Innovationen, Wettbewerb und Wohlstand. Damit langfristig wirklich alle davon profitieren, braucht es jedoch klare Regeln und Massnahmen, um soziale Ungleichheiten und Umweltbelastungen zu begrenzen. Ein vollständig unregulierter Markt ist keine Lösung, aber ein fairer, freiheitlicher Rahmen fördert wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung.
Traditionelles Familienmodell
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Commento
Kinder profitieren am meisten von einer ausgewogenen Betreuung, die sowohl familiäre als auch soziale und pädagogische Aspekte umfasst. Es ist wichtig, dass Eltern die Betreuungsform frei wählen können, je nach ihren persönlichen und beruflichen Situationen. Ein Vollzeit-Elternteil zu Hause ist keine generelle Voraussetzung für das Wohl des Kindes.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Commento
Strafen sind wichtig, um Gerechtigkeit herzustellen und die Gesellschaft zu schützen. Doch langfristig kann Kriminalität nur durch erfolgreiche Wiedereingliederung reduziert werden. Der Fokus sollte daher auf Prävention und Resozialisierung liegen, um Rückfälle zu verhindern.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Commento
Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, denn eine intakte Umwelt ist die Grundlage unserer Lebensqualität und wirtschaftlichen Stabilität. Ohne gesunde Ökosysteme gibt es langfristig kein nachhaltiges Wachstum. Der Schutz unserer natürlichen Ressourcen hat deshalb Vorrang – mit einem klaren Blick darauf, dass Wirtschaft und Umwelt im Einklang stehen müssen.
Commento
Angesichts der steigenden Lebenserwartung und der finanziellen Herausforderungen der AHV ist eine moderate Anpassung des Rentenalters sinnvoll. Wichtig ist jedoch, dass diese Erhöhung sozial verträglich gestaltet wird, etwa durch flexible Übergangslösungen und gezielte Unterstützung für Personen mit körperlich belastenden Berufen.