Tobias Straumann

Grünliberale Partei | 06.19
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Sozialstaat, Familie & Gesundheit

Ergänzungsleistungen für Familien

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Zug hat die höchsten Mieten der Schweiz, Familien mit tiefem Einkommen trifft das am härtesten. Damit sie nicht in die Sozialhilfe abrutschen, wäre dies eine gute Präventionsmassnahme. So könnten sie erwerbstätig bleiben.

Verschärfung Sozialhilfegesetz

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Zug muss nicht sparen auf dem Buckel der Ärmsten. Ein noch tieferes Existenzminimum verschiebt die langfristigen Kosten, aufgrund von Verschuldung und Gesundheitsfolgen lediglich. Wirksamer ist Wiedereingliederung, Weiterbildung etc. statt Kürzungen.

Entschädigung pflegende Angehörige

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Nein, nicht via Kantonsbudget, aber beispielsweise durch die Versicherung, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag der ökonomisch noch nicht internalisiert ist.

Vereinfachte Anspruchsprüfung

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Yuval Harari sagt, dass die künstliche Intelligenz sowieso ein Meister der Bürokratie ist, d. h., der Bezug wird, auch wenn er kompliziert ist, vereinfacht. Daher befürworte ich das Senken der Verwaltungskosten durch effizientes E-Government, beispielsweise durch agentfreundliche APIs und automatische Anspruchsermittlung, aber auch ein hartes Durchgreifen bei Missbrauch.

Senkung Krankenkassenprämien

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Die Überschüsse hängen an Gewinnsteuern weniger Konzerne. Eine Dauersubvention, auch bei höheren Einkommen, würde die Kostenbremse im Gesundheitswesen schwächen.

Schule & Bildung

Separativer Unterricht

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Separate Förderklassen lösen das Problem nur auf administrativer Ebene und sind für die Kinder nicht förderlich. Effektiver ist eine integrative Klasse mit heilpädagogischer Begleitung.

Gleiche Bildungschancen

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Bildungspolitik in Zug heisst: Zugang finanzieren, nicht rationieren. Das neue Stipendiengesetz (Fehlbetrag, Arbeitsmarktstipendien, vorschüssige Auszahlung) baut Geldbarrieren ab. Talent wird in Zug entwickelt, nicht verwaltet.

Obligatorische Frühförderung

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Ja und das pädagogische Niveau muss hoch sein. Wer früh Deutsch kann, bleibt im öffentlichen Schulsystem, was wiederum der Segregation entgegen wirkt.

Aufnahmeprüfung Gymnasium

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Bildungspolitik in Zug heisst: Zugang finanzieren, nicht rationieren. Eine Quotensenkung wäre das Gegenteil von der Stipendienreform. Talent wird in Zug entwickelt, nicht verwaltet.

Migration & Integration

Stimmrecht für Ausländer/-innen

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Über 40 % der Einwohner:innen in Zug sind Ausländer:innen. Wer 10 Jahre in Zug lebt, darf auch mitgestalten. Auch dies dient der Integration anstatt der Separation.

Verschärfung Einbürgerung

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Man kommt zwar mit Englisch und Russisch gut durchs Leben in Zug, aber die Sprache insbesondere für Kinder im öffentlichen Schulsystem ist sehr wichtig und integrativ.

Aufnahme Geflüchteter

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Die humanitäre Hilfe und Migration sollten wir auf Bundesebene regeln, nicht auf kantonaler.

Reduktion Asylsozialhilfe

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Ist ja bereits bei der Hälfte des Grundbedarfs eines Einpersonenhaushalts.

Kündigung Bilaterale Verträge

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Der Erfolg von Zug basiert auf offenen Märkten und internationalen Fachkräften. Die Bilateralen sind die Grundlagen dafür.

Gesellschaft, Kultur & Ethik

Verbot geschlechtsneutraler Sprache

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Sprachverbote lösen kein Problem.

Ausbau Medienförderung

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Medienvielfalt ist ein Schutz für die Demokratie. Ohne die Möglichkeit, sich eine Meinung zu bilden und differenzierte Argumente zu hören, ist eine funktionierende Demokratie nicht möglich. Faktenbasierte Medien sind dabei eine grosse Hilfe.

Engagement gegen häusliche Gewalt

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Gemäss Zuger Polizeistatistik musste sie 412-mal wegen häuslicher Gewalt intervenieren im Jahr 2025. Eine Steigerung von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Trennung Staat/Kirche

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Der Staat soll weltanschaulich neutral sein.

Finanzen & Steuern

Steuersenkungen

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Es kann nicht sein, dass Luzern uns den Rang abläuft bei den effektiven Gewinnsteuern.

Befristete Steuerrabatte

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Ja, zurück an die Bevölkerung damit, wenn Reserven gebildet sind, NFA-Last getragen werden kann und nötige Investitionen gesichert sind.

Beitragsobergrenze Stadt Zug

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Es sollte geprüft werden, ob die Zentrumsaufgaben der Stadt fairer abgegolten werden können. Das ist besser, als zu deckeln.

Einfrierung Stellenbestand Verwaltung

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Mit KI und Digitalisierung lassen sich Aufgaben effizienter erledigen. Wo nicht abgebaut werden sollte, ist bei der Schule, Betreuung und Sicherheit.

Unterstützung Privatschulen

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Zumindest nicht mehr als heute schon. Das hilft nicht für die Integration und das Geld ist vorhanden bei der Elternschaft.

Wirtschaft & Arbeit

Einführung Mindestlohn

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Das ist etwas was nicht auf kantonaler Ebene geregelt werden soll.

Weniger Regulierungen für Unternehmen

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Insbesondere für Klimaanlagen, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Windräder.

Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten

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Flexiblere Öffnungszeiten entsprechen modernen Arbeits- und Lebensentwürfen und stärken Handel und Gastronomie. Aber die Schutzgrenze muss das Arbeitsgesetz bleiben.

Einschränkung kurzfristige Wohnungsvermietung

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Das wird ja heute schon über Stockwerkeigentümerschaft oder Verwaltung geregelt.

Massnahmen gegen Briefkastenfirmen

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Geldwäscherei ist Bundessache. Was die FINMA aber eher tun sollten, ist, unsere Firmen und Daten zu schützen. Nicht, dass uns das Gleiche passiert wie mit dem grossen Datendiebstahl in Liechtenstein.

Umwelt & Energie

Ökologische Auflagen Landwirtschaft

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Ja, dies würde sowohl die Biodiversität fördern als auch die Adaption an den Klimawandel stärken.

Bau von Windrädern

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Absolut klar. In der Schweiz wird heute 0.3% des Energieverbrauchs durch Windkraft gedeckt. Das ist marginal und ungenutztes Potential insbesondere hinsichtlich wertvoller Winterstromproduktion. Argumente wie Schattenwurf kann ich genauso wenig verstehen, wie bei den Hochhäusern in der Stadt Zug.

Verzicht auf Verbote in Klimapolitik

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Anreize, Zielvereinbarungen (mit klaren Konventionalstrafen) und Innovation sollten im Vordergrund stehen. Wo aber der Markt versagt und z.b. ein Verbot nötig wäre ist, wenn einer der 2/3 Haushalte in Zug die noch mit Fossilen heizt, die Heizung ersetzt, dann darf keine Öl- oder Gas-Heizung mehr eingebaut werden.

Förderung Solarausbau

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Ja, absolut. Solar ist die günstigste Stromquelle! Jede Fläche zählt. Prioritäten: kantonale Liegenschaften voll nutzen, Bewilligungen vereinfachen und Mieterinnen und Mietern den Zugang erleichtern, etwa über Balkonanlagen.

Raumplanung

Kommunales Vorkaufsrecht

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Zug ist der teuerste Mietkanton der Schweiz. Eine Wohnung kostet im Durchschnitt rund 1'900 Franken im Monat und es ist fast nichts frei: Der Leerstand lag Mitte 2025 bei 0,42 Prozent, dies ist schweizweit der tiefste Wert.

Schaffung eines Wohnfonds

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Ja, Zug müsste einen kantonalen Wohnfonds auflegen: Land kaufen, im Baurecht an Genossenschaften abgeben, zu Kostenmieten vermieten (ähnlich wie Singapur). Ziel: Der Fonds soll sich über Baurechtszinsen und Rückflüsse langfristig weitgehend selbst tragen.

Zuger Vorrang bei Wohnungsvergabe

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Wichtiger finde ich die Durchmischung von Einheimischen und Zugewanderten, von Jüngeren und Älteren, von Gut und weniger Gut situierten, dies fördert Integration und baut Vorurteile ab. Singapur lebt das im öffentlichen Wohnungsbau seit Jahrzehnten vor.

Schaffung von Sonderbauzonen

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Ja, das Konzept ist für Zug durchgerechnet: Eine Studie zeigt rund 1'500 zusätzliche Wohnungen durch weisse Zonen. Lockerungen gegen mindestens 40-50% Prozent Kostenmiete sind ein fairer Tausch, jeweils befristet und mit Wirkungskontrolle.

Verkehr

Förderung Fuss- und Veloverkehr

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Vier Kilometer Velobahn zwischen Baar und Cham: rund 30 Millionen Franken Baukosten, insgesamt rund 48 Millionen laut Projektberichten. Der Bund hat die Förderung abgelehnt, die rechtliche Basis fehlte. Wir sollten prüfen lassen, ob der Kanton das Projekt selbst vorantreiben kann.

Verbot Tempo 30

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Nein, da muss die örtliche Situation geprüft werden. Als Familienvater wohnhaft im Zentrum der Stadt Zug, hat es für mich teilweise noch 30 Zonen oder gar 20 Zonen-Potenzial, welche den Schulweg für unsere Kinder sicherer machen könnten.

Ausbau öffentlicher Verkehr

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Ein zeitlich, ökologisch und kostentechnisch gut aufgestellter öffentlicher Verkehr kann die CO2 Belastung senken.

Erhalt Parkplätze

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Es gibt genug Parplätze im Kanton Zug.

Politisches System & Digitalisierung

Digitale Kantonsverwaltung

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Ja, und sollte noch weiter gehen. Feldstudien zeigen für konkrete KI-Anwendungen Produktivitätsgewinne von rund 14 Prozent, bei Einsteigern mehr. Zug sollte das Potenzial voll nutzen, dabei aber die Daten nicht nach Amerika oder China senden, sondern im AI Cluster Zug (ai-cluster.ch) verwalten.

Humanitäre Hilfe Ukraine

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Für humanitäre Hilfe sollte man die Menschen in der Ukraine unterstützen, dies sollte aber nicht nur Zug sondern schweizweit geschehen.

Ausgewogenes Geschlechterverhältnis

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Es gibt zahlreiche Nachteile von starren Quoten. Flexiblere Arbeitsmodelle, bessere Karrierepfade und Ausbildungsunterstützung helfen mehr für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis.

Sicherheit & Polizei

Stärkere Polizeipräsenz

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Die Zuger Polizei macht einen guten Job und weiss wo sie ihre Ressourcen am effizientesten einsetzt.

Ausbau polizeilicher Überwachung

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Dies wird jedoch erst möglich sein, wenn sichergestellt ist, dass die Daten nicht missbraucht werden und in Schweizer Datenzentren verbleiben. Eine mögliche Lösung wäre der AI-Cluster Zug.

Präventive Durchsuchungen Asylunterkünfte

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Ein guter Podcast zu diesem Thema finde ich: https://keshmesh.ch/

Werthaltungen

Freie Marktwirtschaft

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Die freie Marktwirtschaft hat uns enormen Wohlstand beschert. Damit das so bleibt, darf sie nicht zum Spielfeld geopolitischer Wirtschaftskriege werden. Offene Märkte und klare Regeln sind das Erfolgsrezept.

Vollzeit-Kinderbetreuung

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Die Familien sollen frei wählen können wie sie Betreuung und Erwerbsarbeit aufteilen. Es braucht aber genügend und bezahlbare Kita- und Betreuungsplätze. Das schafft Zug, auch indem der Kanton ab August 2026 pauschal 33% der Kosten für familienergänzende Kinderbetreuung zahlt, sofern die Eltern erwerbstätig oder in Ausbildung sind.

Bestrafung Krimineller

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Wiedereingliederung ist keine Nachsicht, sondern eine wirksame Prävention, die potenzielle zukünftige Opfer schützt.

Umweltschutz

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Als Mitarbeiter eines Schweizer Herstellers von Batteriespeichern, der tagtäglich mit chinesischen Batterieherstellern in Wettbewerb steht, bin ich absolut überzeugt, dass Umweltschutz und die Förderung der lokalen Wirtschaft kein Gegensatz sein müssen.

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