Michael Städler
Sozialdemokratische Partei | 01a.23
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters (z.B. auf 67 Jahre)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Subventionierung Elternbeiträge Kitas
Sollen die Elternbeiträge der Kindertagesstätten stärker von der Stadt St. Gallen subventioniert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gerade Familien mit tiefem Einkommen und teils anspruchsvollen Arbeitszeiten sind immer öfter auf eine bezahlbare, familienergänzende Betreuung angewiesen. Für diese Anspruchsgruppen dürfen die Kosten nicht steigen und da sehe ich die vorgesehene Tarifanpassung von zehn Prozent als kritisch. Für die hohen Einkommen sehe ich da weniger Handlungsbedarf.
Erhöhung Haushaltshilfe-Tarife
Die städtischen Tarife für die Haushalthilfe (Spitex , Pro Senectute, Haushilfe- und Entlastungsdienst) werden u.a. wegen der Teuerung um 12% angehoben. Befürworten Sie diese Massnahme?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich sehe da andere Möglichkeiten die Kosten besser in den Griff zu kriegen. Zum einen kann es nicht sein, das in einem Haushalt zwei bis drei verschiedene Fachkräfte der Spitex sich die Klinke in die Hand drücken, Die erste Person für die Hygieneassistenz der Frau, die Zweite für den Wundverband des Mannes und eine Dritte Person für die Hilfe im Haushalt. Zum anderen bin ich überzeugt, dass teils administrative Aufgaben effizienter gelöst oder sogar darauf verzichtet werden könnte.
Ausbau Tagesstrukturen an Schulen
Sollen Schulen in der Stadt vermehrt mit integrierten Betreungsangeboten wie Tagesschulen und Mittagstisch ausgestattet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich sehe das integrative Betreuungsangebot wie Tagesschulen und den Mittagstisch als wichtigen Beitrag für die Verträglichkeit von Familie und Beruf, wie auch für die soziale Integration und eine gesunde Ernährung. Evtl. könnten beim Angebot vermehrt auch Synergien mit privaten oder anderen öffentlichen Institutionen, lokalen Partner:innen und evtl. auch Freiwilligen genutzt werden. Es gilt auch zu prüfen, ob die Infrastruktur anderweitig vorhanden ist bzw. zur Verfügung gestellt werden kann.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich finde den Ansatz richtig, jedoch fehlt es teils an Ressourcen um die Vorteile der integrativen Schule auch gewinnbringend einzusetzen. Hierfür braucht es eine Weiterentwicklung des Konzepts. Es sind weitergehende Förderangebote, die Entlastung einzelner Lehrpersonen und sozialpädagogische Massnahmen nötig um den Bedürfnissen aller Kinder und Lehrpersonen gerecht zu werden.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich die Stadt stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleiche Bildungschancen für alle bringen der Gesellschaft und somit auch unserer Stadt einen enormen Mehrwert. Sowohl die soziale wie auch die wirtschaftliche Prosperität der Stadt und deren Bevölkerung kann durch eine gute und faire Ausbildung unserer Jugend profitieren.
Separativer Unterricht
Sollen fremdsprachige Kinder vermehrt in separaten Klassen unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin der Meinung, dass dies eher kontraproduktiv wäre und die Integration zusätzlich erschwert. Ich bin jedoch der Meinung, dass gewisse Förderangebote je nach Sprachkenntnis der Schüler:innen und den vorhandenen Ressourcen bzgl. Lehrpersonen auch in separaten Klassen Sinn machen.
Stärkerer Fokus Grundlagenfächer
Soll in Primarschulen ein stärkerer Fokus auf Grundlagenfächer (Mathematik/Deutsch) gelegt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Lust an der Bildung entsteht, wenn die Vielfalt besteht. Die Entwicklung von Körper und Geist, die Auseinandersetzung mit Musik, Gestaltung, Handarbeit und sozialen Themen ist in dieser Lebensphase entscheidend und trägt mehr zur Bildung bei als ein primär fachlicher Fokus auf zwei Leistungsfächer. Die solide Grundlage für die spätere schulische Entwicklung auf Stufe Sek 1 und Sek 2 ist das Verständnis von Zusammenhängen und nicht die die Masse an Theorie.
Migration & Integration
Reduktion Einbürgerungsgebühren
Die Stadt St.Gallen verzichtet seit kurzem auf Einbürgerungsgebühren für unter 25-jährige. Sollen die Einbürgerungsgebühren auch für über 25-jährige Personen reduziert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Gebühren sind im nationalen Vergleich mit anderen Städten eher gross. Dies kann Menschen (auch mit Schweizer Pass) daran hindern, diesen letzen Schritt zu machen und Bürger:in der Stadt St.Gallen zu werden. Dies betrifft insbesondre jene, welche sich in der Stadt schon längst verwurzelt haben und den Bürgerort St.Gallen mit stolz in ihren Dokumenten tragen würden. Helfen würde nur schon, wenn die Ortsbürgergemeinden (St.Gallen und St.Gallen-Tablat)auf ihre zusätzlichen Gebühren verzichteten.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich sehe dadurch die Prosperität der Schweiz gefährdet. Unser Land stände isoliert in Europa, was viele Schwierigkeiten und langwierigen Verhandlungen mit jedem einzelnen Land des Kontinents zur Folge hätte. die Schweiz würde sicherlich nicht davon profitieren, denn wir sind höchstens der Juniorpartner. Europa kann gut ohne die Schweiz, die Schweiz aber nicht ohne Europa!
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht in den Gemeinden in St.Gallen erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich denke die Bevölkerung einer Stadt soll als Grosses und Ganzes betrachtet werden. Die Nationalität soll beim Mitbestimmen keine Rolle spielen. Eine Frist von 10 Jahren sehe ich als angemessen.
Minimale Unterstützung Asylsuchende
Soll die Gemeinde die finanzielle Unterstützung von Asylsuchenden auf ein Minimum reduzieren (z.B. Verzicht auf Kostenübernahme für Weiterbildungsprogramme)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine solche Massnahmen hätte im Verhältnis zur Kosteneinsparung vermutlich wesentlich mehr negative Konsequenzen und würde die gesellschaftliche und wirtschaftliche Integration zusätzlich erschweren.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Neue Bibliothek St. Gallen
Befürworten Sie das Bibiliotheksprojekt "Neue Bibliothek St.Gallen" (Erstellung einer gemeinsamen Bibliothek am Standort Union/Blumenmarkt)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin grundsätzlich für eine gemeinsame Bibliothek. Der Verteilerschlüssel zwischen Kanton und Stadt sollte aber nicht zu zusätzlichen zentralörtlichen Leistungen welche auf der Schulter der Stadt lasten führen.
Reduktion Kulturförderung
Befürworten Sie eine Reduktion der Städtischen Kulturförderung (Sparprogramm "Fokus25")?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin der Meinung, dass die Reduktion der städtischen Kulturförderung kein probates Mittel zum sparen ist. Vielmehr müssten Abläufe in der Verwaltung bzw. in den administrativen Abläufen optimiert und teilw. auch minimiert werden.
Verzicht geschlechtsneutrale Sprache
Soll auf die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache in offiziellen Publikationen der Stadt St. Gallen verzichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich finde eine angemessene geschlechtsneutrale Sprache auf Stadtebene richtig – umsomehr, da die Behörden mit gutem Beispiel vorangehen soll. Ein Ignorieren der Vielfalt von Menschen in der Sprache kann für die einen oder anderen diskriminierend wirken – zudem zeigt es sprachlich auf, dass unsere Gesellschaft nicht patriarchalisch sondern divers ist bzw. sein sollte.
Ausbau barrierefreie Bushaltestellen
Seit Anfang Jahr müsste der ÖV rollstuhlgerecht nutzbar sein. Soll in der Stadt der Ausbau barrierefreier Bushaltestellen (zusätzlich) beschleunigt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für die Umsetzung hätte man weit über 20 Jahre Zeit gehabt. Leider ist man erst seit etwa 5 Jahren ernsthaft daran diese Benachteiligung aus dem Weg zu räumen - und dies teilweise immer noch mit angezogener Handbremse. Das es Einsprachen geben wird ist allen klar, umso mehr müssen die Projekte rasch und pragmatisch umgesetzt werden. Manchmal reichen auch nur funktionale und in ihrer Umsetzung praktikable Lösungen bzw. gute, Provisorien wie sie heute in verschiedenen Varianten angeboten werden.
Finanzen & Steuern
Stärkere Beteiligung Zentrumslasten
Soll sich die Stadt dafür einsetzen, dass sich umliegende Gemeinden finanziell stärker an den Zentrumslasten beteiligen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Viele Bewohner:innen der umliegenden Gemeinden profitieren nicht nur von den zentralörtlichen Leistungen sondern auch von den Arbeitsplätzen in unserer Stadt. Mit dem Pendeln von den Nachbargemeinden in die Stadt beanspruchen sie auch die Infrastrukturen (Strasse, Parkierungsflächen, öV…) überproportional. Das in der Stadt verdiente Geld wird aber in der Nachbargemeinde versteuert.
Steuersenkungen
Befürworten Sie weitere Steuersenkungen in der Stadt St.Gallen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Steuersenkungen sind in der Regel zulasten der Dienstleistungen und weiteren städtischen Aufgaben. Dabei profitieren in erster Linie die hohen Einkommen und es leiden jene, welche sich heute schon wenig leisten können. Eine Steuersenkung ist nur dann gerechtfertigt, wenn die städtischen Finanzen massive Überschüsse aufweisen und dies auf längere Sicht auch so bleiben wird. Es kann nicht sein, dass zulasten einiger gespart wird um den anderen Steuergeschenke zu verteilen.
Erhöhung Sparanstrengungen
Sollen die Sparanstrengungen in der Stadt St.Gallen erhöht werden (z.B. Verzicht auf nicht dringende Ausgaben)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin nicht für ein «Sparen auf Teufel komm raus». Aus meiner Sicht sollen aber Prozesse in der Verwaltung überdenkt und Potenziale in der Effizienz gefördert werden. Der Verzicht auf nicht dringende Ausgaben bedeutet oft ein Aufschieben oder streichen von Ausgaben, was einen irgendwann wieder einholt – wenn es dann doch dringend wird…
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Allerdings sollte das Steuerrecht vereinfacht und die Steuerausfälle in jedem Fall gegenfinanziert werden. Im Idealfall könnte bei der Steuererklärung von Familien jeweils die Art und Weise gewählt werden und die Steuerlast bleibt in etwa gleich.
Wirtschaft & Arbeit
Freihandelsabkommen mit USA
Soll die Schweiz ein umfassendes Freihandelsabkommen (inkl. Landwirtschaft) mit den USA anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin, was den Nutzen für die Schweiz angeht, bei vielen Freihandelsabkommen eher skeptisch. Ein Grossteil der inländischen Betriebe profitieren in der Regel nicht von solchen Abkommen – es sind eher die internationalen Unternehmen bzw. Rohstoffhändler welche von solchen Abkommen profitieren.
Konzernverantwortung
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin der Überzeugung, das wir als Gesellschaft eine Verantwortung anderen gegenüber haben und diese auch in umwelttechnischer, wirtschaftlicher und sozialer Sicht (Vor-)Leben müssen.
Liberalisierung Ladenöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zur Vereinbarung von Familie und Beruf gehört auch Zeit für die Familie – mit einer Ausdehnung der Anwesenheit (bis 8 Uhr abends oder an Sonntagen etc…) werden viele dieser wichtigen Zeitfenster verunmöglicht. Ich setze mich dafür ein, das Menschen nicht nur als Arbeitskraft sondern auch als Person mit sozialer Interaktion und anderen Verpflichtungen in der Gesellschaft angeschaut werden.
Einführung Mindestlohn
Zürich und Winterthur haben einen städtischen Mindestlohn eingeführt. Soll auch in der Stadt St.Gallen ein städtischer Mindestlohn (CHF 4000 für eine Vollzeitstelle) gelten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich bin eigentlich nicht für eine Intervention, sehe aber aufgrund der schwierigen Situation in gewissen Branchen ebenfalls Handlungsbedarf. Eigentlich müsste eine solche Regulierung vom Bund und nicht von einzelnen Kantonen stammen
Stadtentwicklung & Raumplanung
Lockerung Wohnbauvorschriften
Sollen die Vorschriften für den Bau von Wohnraum gelockert werden (z.B. Denkmalschutz, Lärmschutz, Ausnutzungsziffern)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gibt einzelne Themen, bei denen evtl. Lockerungen denkbar sind - sofern dadurch einen Mehrwert für die Gesellschaft und nicht nur für die Investor:innen entsteht.
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll die Stadt vermehrt gemeinnützigen und preisgünstigen Wohnraum fördern?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ja, den dadurch kann die Vielfalt der Gesellschaft in den den Quartieren erhalten und somit auch die gesunden sozialen Strukturen gefestigt werden.
Ausbau Grünanlagen
Befürworten Sie den Ausbau von Grünanlagen (Parks) in der Stadt?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es sollte mehr Grünraum geben - gerade hinsichtlich Stadtklima und Hitzeperioden sind solche Flächen von grosser Bedeutung.
Sanierung Parkgarage Kreuzbleiche
Befürworten Sie die Sanierung und Modernisierung der Parkgarage Kreuzbleiche?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich bin ich dafür, dass bestehende Infrastruktur saniert und modernisiert wird. Bei der Parkgarage Kreuzbleiche sind aus meiner Sicht die Sanierungsarbeiten nicht bestritten sondern es stellt sich die Frage, ob die heutigen Kapazitäten nicht optimaler genutzt Bzw. andernorts evtl. kompensiert werden kann.
Umwelt & Energie
Klimaschutz durch Anreize
Soll zur Erreichung der Klimaziele ausschliesslich auf Anreize und Zielvereinbarungen anstatt auf Verbote und Einschränkungen gesetzt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Anreize sind wichtig und populärer als Einschränkungen. Jedoch bin ich der Meinung, dass es sowohl Push wie auch Pull– Massnahmen braucht, um eine Klimakatastrophe zu verhindern.
Kürzung Förderbeiträge Photovoltaik
Die Stadt St. Gallen hat kürzlich beschlossen die Förderbeiträge für Photovoltaikanlagen zu kürzen. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich denke, dass nicht mehr alle Photovoltaik-Projekte gefördert werden müssen – die Zeit der Pionier:innen ist vorbei. Es gibt aber aus meiner Sicht immer noch Arten von Projekten, welche Pioniercharakter bzgl. Technik, Installation oder Grösse haben und auch weiterhin eine volle Unterstützung erhalten sollten.
Biodiversitäts-Initiative
Befürworten Sie die Biodiversitäts-Initiative, die Bund und Kantone dazu verpflichtet, die erforderlichen Flächen sowie mehr finanzielle Mittel bereitzustellen, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen? (Eidg. Abst. vom Sept. 24)
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Verkehr
Tempo 30 Gemeindestrassen
Befürworten Sie die Temporeduktionen auf Gemeindestrassen auf Tempo 30? (bspw. Davidstrasse)
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ausbau Langsamverkehr
Soll in der Stadt St. Gallen die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Einzelne Projekte, welche heute in der Projektierung oder teilweise im Bau sind bestehen schon seit mehr als 12 Jahren – das macht dem Namen LANGSAMverkehr alle Ehren.
Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll die Stadt St. Gallen mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eigentlich sehe ich vorallem zusätzliche Investitionen im Bereich des Mittelverteiler, was vorallem die finanziellen Mittel des Kantons betrifft. Aber um einen zeitgemässen und konkurrenzfähigen öV anbieten zu können sind in den nächsten Jahren vermutlich mehr Mittel nötig.
Wiedereinführung Tram
Befürworten Sie die Bestrebungen zur (Wieder-)Einführung eines Trams in der Stadt St.Gallen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Obwohl mir Trams sehr sympathisch sind bin ich der Meinung, das ungünstige Kosten-/Nutzenverhältnis und der zusätzliche Platzbedarf sich eher negativ auf meine Beurteilung auswirken. Man sollte aber aber weiter Varianten prüfen, wie der öV weiterentwickelt werden kann/soll.
Zubringer Güterbahnhof
Befürworten Sie das Projekt "Zubringer Güterbahnhof" im Rahmen der Engpassbeseitigung?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Zubringer Güterbahnhof ist eine Büchse der Pandora und wird die Stadt mehr belasten als entlasten. Zudem werden zusätzlich zu den heutigen Kosten jährlich rund 10‘000‘000 CHF oder mehr als Kosten für Unterhalt und Sanierungen gerechnet werden – die möglichen Zusatzkosten im heutigen Verkehrsnetz nicht mit berücksichtigt. Zudem ist es unfair, dass der Kanton SG ein x-Faches mehr bezahlen muss als der Kanton AR welcher massgeblich mehr davon profitiert.
Politisches System & Digitalisierung
Ausbau Mobilfunknetz (5G)
Soll das Schweizer Mobilfunknetz möglichst flächendeckend mit der neusten Technologie ausgestattet werden (aktuell 5G-Standard)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die 5G-Technik ermöglicht es, dass Strahlen gebündelt zwischen Endgerät und Antenne und nicht flächig über ein ganzes Gebiet strahlt und zudem sehr viel effizienter funktioniert. Ein Verzicht aus Umweltschutz- oder Gesundheitsgründen wäre nur dann konsequent, wenn man auf die gesamte Mobilfunktechnik verzichtet - was kaum denkbar und sinnvoll ist.
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
All unsere Nachbarn sind in der EU - und wenn ich mich an meine Kindheit zurückbesinne, fällt mir auf, dass diese Länder in den letzten 30 Jahren v.a. Dank der EU-massiv aufgeholt haben. Die Entwicklung in der EU ist rasant und teils Beschlüsse haben auch für die Schweiz Vorbildcharakter. Wir sind im Herzen Europas und sollen gute Beziehungen zur EU pflegen, damit wir nicht auf einmal isoliert da stehen.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz zu einer strikten Auslegung der Neutralität zurückkehren (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für mich bedeutet Neutralität die Hochhaltung der Errungenschaften der modernen Gesellschaft wie die Menschenrechte, Umweltziele etc. in Verhandlungen bzw. im Dialog mit anderen. Dabei ist nicht eine Konfrontation zu suchen sondern eine Hilfestellung für den Weg zu bieten. Neutralität ist nicht mit Passivität gleichzustellen.
Sicherheit & Polizei
Aufhebung Bettelverbot
Soll das Bettelverbot an öffentlichen Plätzen vollständig aufgehoben werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Betteln ist gemäss Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte ein Grundrecht - die aktuelle Regelung mit den 5 Meter zu Eingängen ist ok, aber nicht ganz praktikabel.
Erhöhung Polizeipräsenz
Soll die Polizeipräsenz in der Stadt St.Gallen erhöht werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Starke Polizeipräsenz gibt bei vielen eher ein Gefühl der Unsicherheit und nicht der Sicherheit. An Orten mit Herausforderungen bevorzuge ich eher den adäquaten Einsatz ziviler Polizei.
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie den Ausbau der Videoüberwachung in der Stadt St.Gallen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Im freien Markt profitieren in erster Linie jene, welche Investieren. Nun haben aber diese Möglichkeiten nicht alle gleichermassen. Häufig wird zugunsten der Gewinnmaximierung genau die Gruppe mit nicht vorhandenen Ressourcen aufgrund der freien Marktwirtschaft gnadenlos ausgenutzt. Es bräuchte bessere soziale und ökologische Spielregeln im freien Markt, damit langfristig alle profitieren.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Strafe muss sein - nur sollte diese möglichst Gewinnbringend für die Gesellschaft und die betroffenen Personen sein. Die Wiedereingliederung sollte dabei im Vordergrund stehen. Wenn dies nicht der Fall wäre, dann hat die Bestrafung ihre Ziele verfehlt.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Ich sehe darin sogar eine Chance für die Wirtschaft – durch ein nachhaltiges, evtl. etwas langsameres Wachstum wird die Wirtschaft und sogar noch in der Substanz gestärkt.
Umverteilung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Umverteilung ist nötig, damit die Wirtschafts- und Kaufkraft erhalten bleibt. Geld welches gehortet wird fehlt und schwächt die Wirtschaft, die Gesellschaft und den Staat.
Kommentar
Ich bin überzeugt, dass die Gesellschaft davon profitiert, wenn rüstige Rentner:innen nicht mehr zwingend im Erwerbsleben sein müssen und dadurch mehr Zeit für sich, die Gemeinschaft, die Enkel:innen, für Freiwilligenarbeit in Vereinen und Organisationen, für die Unterstützung der eigenen Eltern im Lebensabend etc. haben. Wer soll sonst diese wertvollen Aufgaben in der Gesellschaft übernehmen?