Lukas Lütolf
Junge Grüne | 04.12
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen und Männer (z.B. auf 67 Jahre)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Erhöhung Familienzulagen
Der Kantonsrat hat kürzlich einer Erhöhung der Familienzulagen im Kanton Solothurn zugestimmt (+ 30 Fr. pro Monat). Befürworten Sie diese Erhöhung?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Förderung Kinderbetreuung
Sollen die Gemeinden im Kanton Solothurn verpflichtet werden, einen Teil der Kosten für externe Kinderbetreuung zu übernehmen (Unterstützung via Betreuungsgutscheine durch Kanton und Gemeinden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Im Kanton Solothurn herrscht bezüglich externer Kinderbetreuung Wildwuchs. Auch periphere Gemeinden müssen zur Ermöglichung verschiedenster Familien- und Arbeitsmodelle ihren Beitrag leisten.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll der Kanton mehr Mittel für die Krankenkassen-Prämienverbilligungen zur Verfügung stellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch wenn damit die Problematik der steigenden Gesundheitskosten nicht an der Wurzel gepackt wird, sind die Prämienverbilligungen doch ein wichtiges Mittel für die gezielte Entlastung der betroffenen Menschen.
Höhere private Gesundheitskostenbeteiligung
Sollen sich die Versicherten stärker an den Gesundheitskosten beteiligen (z.B. Einführung Notfallgebühr)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gesundheit darf keine Frage der Portemonnaies sein und Fehlanreize im System müssen anderst gelöst werden können, beispielsweise durch eine breitere Abdeckung der Grundversorgung von Hausärzt:innen.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gibt bereits viele Studien und Erfahrungsberichte über eine erfolgreiche integrative Schule, welche allen Kindern zugute kommt. Dafür braucht es aber entsprechende (finanzielle) Ressourcen, um die Lehrpersonen nicht mit diesen grossen Aufgaben alleine zu lassen.
Religionen im Regelunterricht
Soll das Thema Religionen in die dafür vorgesehenen Fächer des Regelunterrichts integriert werden (Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts an der Volksschule)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine konfessionslose Auseinandersetzung mit religiösen Welt- und Lebensanschauungen ist für eine offene und verständnisvolle Gesellschaft zentral.
Abschaffung Frühenglisch
Soll Frühenglisch zugunsten der Grundkompetenzen Lesen, Rechnen und Schreiben abgeschafft werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In einer globalisierten und englisch-zentrierten (Online)-Welt ist die Abschaffung von Frühenglisch nicht zielführend. Gleichwohl dürfen die Grundkompetenzen nicht zu kurz kommen.
Verlängerung Sekundarschule P
Soll die Sekundarschule P im ganzen Kanton von zwei auf drei Jahre verlängert werden (Dauer wie Sek B und Sek E)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Als ehemaliger Sek P-Schüler erlebte ich das "Sondermodell" mit zwei Jahren oft als sehr gedrängt. Gleichzeitig erschwert es denjenigen Schüler:innen, welche danach eine Lehrstelle suchen, auf die obligatorischen neuen Jahre zu kommen, was einige zu einer "Ehrenrunde" am Gymnasium zwingt.
Handyverbot an Volksschulen
Befürworten Sie die Einführung eines strikten Handyverbots an Volksschulen im Kanton Solothurn?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine grosse Vergleichsstudie (https://www.tagesschau.de/wissen/technologie/handy-verbot-schulen-100.html) bewies einen mehrheitlich positiven Effekt von Handyverboten auf das Soziale (Lern)klima an Schulen. Dies jedoch nur mit adäquater pädagogischen Begleitung und schliesslich einem umfassenden Lernprozess, wie mit den Möglichkeiten und Herausforderungen von Digitalen Medien und Smartphones umgegangen werden soll.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Migration & Integration
Kostenpflichtiger Sprachunterricht
Sollen Eltern den Sprachunterricht ihrer Kinder künftig selber bezahlen müssen, sofern diese vor der Einschulung (Kindergarten) nicht genügend gut Deutsch sprechen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Dieser Entscheid des Kantonsrats ist und war verfassungswidrig und unsozial. Wenn fremdsprachige Eltern aus verschiedensten Gründen (fehlende Information, fehlende Soziale Kontakte, fehlende Unterstützung) ihren Kindern nicht vor der Einschulung genügend gute Deutschkenntnisse beibringen konnten, muss die Schule im Sinne der Chancengleichheit und Integration entsprechende Kosten übernehmen.
Kündigung Schengen-Abkommen
Soll die Schweiz das Schengen-Abkommen mit der EU kündigen und wieder verstärkte Personenkontrollen direkt an der Grenze einführen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Solothurn erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Demokratie ist nur dann stark, wenn alle mitbestimmen können, die auch davon betroffen sind. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Menschen, die seit zehn Jahren hier arbeiten, Steuern zahlen und sich in Vereinen einbringen, nicht mitbestimmen dürfen.
Senkung Einbürgerungsgebühren
Soll der Kanton Solothurn die Einbürgerungsgebühren für unter 25-jährige senken (aktuell zwischen 1000 und 2500 CHF für alle Einzelpersonen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sehr viele Ausländer:innen, die davon profitieren würden, leben seit ihrer Geburt in der Schweiz. Diese finanzielle Hürde ist eine unnötige Barriere nebst allen anderen Tests für die Einbürgerung.
Erhöhung Einbürgerungsanforderungen
Die mündlichen sprachlichen Anforderungen für die Einbürgerung in Solothurn wurden jüngst erhöht (von B1 auf B2). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
B1 ermöglicht bereits die gesellschaftliche Teilnahme. Nichtsdestotrotz müssen die Bemühungen und Unterstützung auch zur umfassenden sprachlichen Integration erhöht werden.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Sterbehilfe in Heimen
Das Solothurner Kantonsparlament hat entschieden, dass alle Heime künftig Sterbehilfe zulassen müssen. Befürworten Sie diesen Entscheid?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gibt keinen Grund, warum hier einzelne Heime die individuelle Selbstbestimmung von Menschen einschränkt.
Schliessung Schule für Mode und Gestaltung
Soll die Schule für Mode und Gestaltung in Olten als Sparmassnahme geschlossen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schule für Mode und Gestaltung bewährt sich seit Jahren als Ausbildungsstätte und ein Verlust derer würde daher zu einem faktischen Todesstross der Bekleidungsberufe im Kanton führen (Zitat Hans Luginbühl: Präsident der Interessengemeinschaft Berufsbildung Bekleidungsgestalter/in.)
Verbot Einweg-E-Zigaretten
Befürworten Sie ein Verkaufsverbot von Einweg-E-Zigaretten im Kanton?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Obwohl natürlich weiterhin E-Zigaretten in den angrenzenden Kantonen gekauft werden könnten, würde dies die Zugänglichkeit besonders für Minderjährige erschweren und ein starkes Signal an die nationale Politik senden.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Verwaltung, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen erlaubt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die kantonalen Stellen sollten schlussendlich allen Einwohnenden des Kantons dienen und entsprechend kommunizieren können. Diese sprachlichen Anpassungen nehmen niemanden etwas weg.
Finanzen & Steuern
Steuererhöhung
Würden Sie zur Stabilisierung der Kantonsfinanzen auch Steuererhöhungen befürworten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Solothurn wird sich im Tiefsteuerwettbewerb nie mit Zug oder Uri messen können. Darum sind umfassende Investitionen in Bildung, Kultur, Kinderbetreuung und qualitative Innenverdichtung für einen längerfristig attraktiven Wohn- und Arbeitskanton unabdingbar. Um dies zu finanzieren, müssen progressive Besteuerungen von Vermögenswerten (beispielsweise bei der Katasterrevision) umgesetzt werden.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In einer liberalen, offenen Gesellschaft sollten alle Formen des Zusammenlebens gleich besteuert werden.
Einführung Hundesteuer
Befürworten Sie die Einführung einer kantonalen Hundesteuer von 35 Fr. pro Jahr (ersetzt die Kontrollzeichengebühr)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich ist es richtig, müssen sich Hundebesitzer:innen finanziell an der öffentlichen Aufwendungen (Infrastruktur zum Aufbau und Unterhalt von Robidogs, Seuchenprävention etc.) beteiligen. Gleichwohl ist es formal unschön, ist diese faktische Gebühr nun als Steuer deklariert. Hier müssten Anpassungen vorgenommen werden.
Wegfall Teuerungsausgleich
Durch den Wegfall des Teuerungsausgleichs 2025 für Mitarbeitende des Kantons können rund 13 Mio. Franken eingespart werden. Befürworten Sie diesen Entscheid?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist nicht ersichtlich, warum den Angestellten des Kantons trotz steigender Alltagskosten kein Teuerungsausgleich gewährt wird. Vermeintliche Sparmassnahmen auf dem Buckel der Angestellten macht den Kanton als Arbeitgeber unattraktiver und gefährdet damit zu einem gewissen Grade die Qualität der kantonalen Dienstleistungen.
Einstellungsstopp Kantonspersonal
Befürworten Sie einen Einstellungsstopp beim Kantonspersonal (Einfrieren Stellenbestand/Pensum mit Ausnahme der Lehrpersonen und Justiz)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine solch starre Regelung würde jegliche Flexibilität des Kantons zur Übernahme oder Abänderung von staatlichen Aufgaben verunmöglichen und sind angesichts der anstehenden Herausforderungen wie den ökologischen Umbau der Wirtschaft und Gesellschaft verheerend.
Wirtschaft & Arbeit
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Finanzielle Unterstützung Stahlwerk Gerlafingen
Soll der Kanton Solothurn das Stahlwerk Gerlafingen bei Bedarf finanziell unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Stahlwerk Gerlafingen leisten einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft (Recycling von Stahl) und stärkt die Unabhängigkeit von internationalen Lieferketten.
Konzernverantwortung
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden (Konzernverantwortung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wirtschaft und Wirtschaften funktioniert längerfristig nur in einem umwelt- und sozialverträglichen Rahmen. Daher ist es unabdingbar, dass Schweizer Unternehmen ihre Verantwortung auch im Ausland wahrnehmen.
Einführung Mindestlohn
Eine Gesetzesinitiative, die am 9. Februar 2025 vor das Volk kommt, verlangt einen kantonalen Mindestlohn von CHF 23 pro Stunde. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Mindestlohn stärkt die Kaufkraft der Arbeitnehmenden und unterstützt dadurch auch das lokale Gewerbe, welche dadurch öfters mal für einen Restaurantbesuch oder einen Einkauf besucht wird. Wer nicht 23 CHF/h zahlen kann, muss seine Geschäftsmodell überdenken.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Hier muss die potenzielle Absatzsteigerung von Geschäften gegenüber dem Arbeitnehmendenschutz abgewogen werden.
Umwelt & Energie
Totalrevision Energiegesetz
Befürworten Sie die Totalrevision des kantonalen Energiegesetzes (Volksabstimmung 9. Februar 2025)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das neue kantonale Energiegesetz ist eine moderate, breit abgestützte Nachfolgelösung zum 33 Jahre alten Vorgängergesetz. Ohne Gesetzesgrundlage erreicht der Kanton das notwendige Mindestziel von Netto 0 CO2 bis 2050 nicht.
Lockerung Umweltschutz für erneuerbare Energien
Sollen für den Ausbau von erneuerbaren Energien die Vorschriften des Umwelt- und Landschaftsschutzes gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine grundsätzliche und allgemeine Bevorzugung von erneuerbaren Energien gegenüber des Umwelt- und Landschaftsschutzes ist nicht zielführend, weil damit unter Umständen Naturräume irreversibel geschädigt werden und Nachfolgeprobleme wie beispielsweise Hochwasser oder Murgänge nach sich ziehen können. Gleichwohl müssen spezifische Abwägungen stattfinden können, bsp. bei Windräder kommt der Widerstand oft nur aus einer subjektiv-ästhetischen Perspektive und verhindert damit den notwendigen Zubau.
Aufhebung AKW-Bauverbot
Sollen in der Schweiz wieder neue Atomkraftwerke gebaut werden dürfen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Potenzielle neue Atomkraftwerke dürfen nicht als Alibiübung missbraucht werden, um die Energiewene zu blockieren. Sie sind chronisch unterversichert, nach aktuellem Forschungsstand noch nicht genügend ausgereift und untermauern weiterhin unsere Abhängigkeit von sicherheitspolitisch heiklen Staaten wie Saudi-Arabien oder Russland.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unser vielfältige, oft periphere Kanton benötigt einen gezielten und bedürfnisorientierten Ausbau des ÖV und Langsamverkehrsrrouten für die notwendige Mobilititätswende.
Förderung motorisierter Individualverkehr
Befürworten Sie zusätzliche Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs (z.B. Beseitigung von Engpässen, Umfahrungsstrassen, Kapazitätsausbau, Parkplätze)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der motorisierte Individualverkehr ist klima und gesundheitsschädlich (Lärm, Abgase) und muss daher reduziert werden. Für diejenigen Regionen, in denen er alternativlos ist, müssen Modell wie Carsharing geprüft und die Elektrifizierung vorangetrieben werden.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Solothurn die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unser vielfältige, oft periphere Kanton benötigt einen gezielten und bedürfnisorientierten Ausbau des ÖV und Langsamverkehrsrrouten für die notwendige Mobilititätswende.
Verbot Tempo 30
Soll Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts verboten werden (z.B. Hauptstrassen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Tempo 30 hat innerorts nur Vorteile (Lärm- und Staureduktion, erhöhte Sicherheit, mehr Platz für Langsamverkehr etc.) und ein kantonales Verbot würde massiv in die Kompetenz und die Bedürfnisse von Gemeinden engreifen.
Politisches System & Digitalisierung
Stimmrechtsalter 16
Befürworten Sie eine Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ob mit 16 oder 54: Diejenigen Menschen, die interessiert sind, werden an Abstimmungen und Wahlen teilnehmen, die anderen nicht. Das Stimmrechtsalter 16 ermöglicht jedoch: 1. Mehr Menschen die Mitsprache, die von politischen Entscheidungen am längsten betroffen sein werden 2. Eine vertieftere Auseinandersetzung mit der Politik/unserer Demokratie innerhalb der obligatorischen Schulzeit
Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich ist die Schweiz keine Insel in Europa. Daher sind engere Beziehungen unabdingbar, jedoch mit so viel Mitspracherecht wie möglich.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikt auslegen (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Neutralität als Geschäftsmodell mit mitunter zweifelhafter Handelspartner begleitet die Schweiz schon seit ihrer Gründung 1848. Sich für Menschenrechte und Demokratie stark zu machen, muss daher eine Kernaufgabe eines sogenannt neutralen Staats sein.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung (z.B. im Strassenverkehr, auf öffentlichen Plätzen etc.)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Ausbau der Videoüberwachung verdrängt Kriminalität weiter aus dem öffentlichen Bewusstsein, verhindert sie jedoch nicht. Daher müssen entsprechende Probleme mittels präventiven Massnahmen und gezielter Polizeiarbeit (bsp. bei Clan-Kriminalität) angegangen werden.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Solothurn ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleich wie bei den Einbürgerungsfragen ist hier nicht ganz ersichtlich, warum Ausländer:innen mit C-Ausweis schlechtere Polizeiarbeit leisten würden. Wer sich bei der Polizei bewirbt, hat einerseits wahrscheinlich ein grosses intrinsisches Verantwortungsgefühl und muss andererseits sowieso umfassend auf Eignung (Einstellungen, Abhängigkeiten, Empathie etc.) geprüft werden, unabhängig des Passes.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine stärkere Polizeipräsenz kann einerseits das subjektive Sicherheitsgefühl von bestimmten Gesellschaftsgruppen verstärken, andererseits marginalisierte Teile der Gesellschaft noch weiter an den Rand und aus dem allgemeinen Bewusstsein verdrängen. Hier sind kontextspezifische Lösungen gefragt.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Die sogenannt freie Marktwirtschaft verursacht längerfristig und ohne ausgleichende Massnahmen eine starke Ungleichheit zwischen Arm und Reich sowie irreversible Umwelt- und Klimaschäden. Innovation und Wirtschaften kann und muss in einem sozial- und umweltverträglichen Rahmen stattfinden (Stichwort Donut-Ökonomie).
Traditionelles Familienmodell
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Kommentar
Wenn ein Elternteil Vollzeit zuhause bleibt, fehlen dem Kind die Zeiten mit dem anderen/den anderen Erziehungsberechtigten. Idealerweise hätten alle Erziehungsberechtigten teilweise auch gemeinsam genügend Zeit mit ihrem Kind/ihren Kindern, was durch Betreuungszeiten in qualitativ hochstehender externen Kinderbetreuung ergänzt werden kann.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Obwohl die Bestrafung, respektive Verurteilung, von Straftäter:innen für das Gerechtigkeitsempfinden einer Gesellschaft und geschädigter Personen wichtig sein kann, ist längerfristig die Wiedereingliederung erwiesenermassen günstiger und sicherer für die Allgemeinheit.
Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
"Kein exponentielles Wachstum auf einem begrenzten Planeten" ist eine Binsenweisheit, aber wahr, denn bis jetzt fand keine Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbauch statt (Bereits vor 15 Jahren festgestellt von Seidl und Zahrnt, "Postwachstum", 2010). Es braucht daher jetzt Massnahmen für eine qualitative wirtschaftliche Entwicklung, bevor schwindende Ressourcen und Umweltkrisen dem Wachstum selbst Grenzen setzen.
Kommentar
Schon heute werden Arbeitnehmende ab 50 oft nicht eingestellt oder verlieren sogar ihren Job. Überdies würde die Erhöhung dazu führen, dass vor allem Menschen mit tiefen Renten länger arbeiten müssten.