Jonas Beer
Junge Grünliberale | 06.09.2
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Familien sollen gezielt entlastet werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sich Arbeit trotz Ergänzungsleistungen für Familien lohnt.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kontrollen sind lediglich in Ausnahmefällen nötig, um Missbrauch aufzudecken. Diese Möglichkeit soll weiterhin bestehen – zusätzliche Kontrollinstrumente sind dafür nicht erforderlich.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Beide Elternteile sollen sich an der Kinderbetreuung beteiligen können.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Kosten für diese Initiative sind für die Allgemeinheit sehr hoch. Ob Verbilligungen benötigt werden hängt v. a. vom Gesamteinkommen und nicht vom Prozentsatz der Gesundheitskosten am Einkommen ab. Verbilligungen müssen deshalb gezielt ausgebaut werden und das Ziel muss sein, Gesundheitskosten zu senken und Fehlanreize im System zu eliminieren.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Steuerung der Spitalplanung sollte zudem mit den Nachbarkantonen koordiniert werden.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das ist für das Effiziente lernen der anderen Kinder nicht hilfreich.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Erlernen der Sprache sollte durch separaten Deutschunterricht gefördert werden. Eine komplette Trennung erachte ich nicht als Sinnvoll weil es den Erwerb der deutschen Sprache auch behindern kann.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Englisch ist eine internationale Sprache und für viele Einfacher zu erlernen. Zwei Sprachen zu erlernen ist für viele Kinder überfordernd und führt dazu, dass sie beide Sprachen nicht richtig beherrschen.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bildungserfolg der Kinder soll nicht vom Elternhaus abhängen. Deshalb ist es wichtig, auf Chancengleichheit im Bildungsbereich hinzuarbeiten.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer auf Gemeindeebene mitbestimmen will, soll dafür den ordentlichen Weg über die Einbürgerung gehen. Das Stimm- und Wahlrecht ist eng mit der Staatsbürgerschaft verbunden – statt neue Regelungen einzuführen, sollte man die Integration und Einbürgerung fördern.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Resettlement ist grundsätzlich eine Aufgabe des Bundes und muss national koordiniert werden. Der Kanton Bern sollte sich darauf konzentrieren, die Unterbringung und Integration der bereits zugewiesenen Personen verlässlich zu gewährleisten.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Integration ist wichtig und soll gezielt gefördert werden. Die Sprache ist für die Integration in das Berufsleben und die Gesellschaft zentral.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Anforderungen wurden vor einigen Jahren bereits erhöht.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bezahlkarten können die Auszahlung vereinfachen, Transparenz erhöhen und Missbrauch reduzieren, ohne die Grundversorgung einzuschränken. Wichtig ist, dass die Karte alltagstauglich ist (z.B. für ÖV, Einkauf, online) und faire Ausnahmen möglich bleiben.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bilateralen sichern der Schweiz stabilen Zugang zum EU-Binnenmarkt und damit Arbeitsplätze, Wohlstand und Planungssicherheit für Unternehmen und Forschung. Ein reines Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit wäre politisch kaum realistisch und würde zentrale Vorteile der heutigen Beziehungen aufs Spiel setzen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kultur ist wichtig, aber bei einem Projekt in dieser Grössenordnung muss der Kanton die Prioritäten sorgfältig abwägen. Angesichts anderer dringlicher Aufgaben (z.B. Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Infrastruktur) sollte die öffentliche Beteiligung tiefer ausfallen oder stärker über private Mittel und alternative Finanzierungsmodelle ergänzt werden.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton sollte sich auf Prävention, Jugendschutz und die konsequente Bekämpfung des Schwarzmarkts im bestehenden Rahmen konzentrieren, statt eine Legalisierung politisch voranzutreiben.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das sollen Schulen und Behörden im Rahmen klarer Verständlichkeitsregeln selbst entscheiden – ein kantonales Verbot ist nicht nötig.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Verbot ist nicht nötig. Kantinen sollen flexibel bleiben und sich an der Nachfrage orientieren – idealerweise mit einer sinnvollen Auswahl, die sowohl vegane als auch tierische Optionen abdeckt.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Direkte Medienförderung durch den Kanton kann die Unabhängigkeit der Berichterstattung gefährden und falsche Anreize setzen.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Glaube und Kirche sind für viele Menschen ein wichtiger Anker. Zudem erbringen die Landeskirchen gesellschaftliche Leistungen (z.B. Seelsorge, soziale Unterstützung, Jugendarbeit), die dem Gemeinwohl dienen.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine moderate Senkung stärkt Kaufkraft und Standortattraktivität und entlastet Bevölkerung sowie Unternehmen.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schuldenbremse sichert solide Finanzen und schützt kommende Generationen vor einer wachsenden Schuldenlast.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Individualbesteuerung ist fairer, beseitigt die Heiratsstrafe und stärkt die finanzielle Eigenständigkeit beider Partner.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch Burgdorf und Langenthal tragen Zentrumslasten. Darum ist es fair, wenn sie dafür entschädigt werden – solange Bern weiterhin angemessen abgegolten bleibt.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das ist fair gegenüber Erstwohnsitz-Eigentümern und kann helfen, Zweitwohnungen zu begrenzen und die Raumplanung zu unterstützen.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bankenmarkt funktioniert heute zu einem grossen Teil autonom. Da die Einlagen bei der BEKB bereits seit einiger Zeit nicht mehr durch den Kanton gedeckt werden steht einer Teilprivatisierung nichts im Weg.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein fixer, allgemeiner Mindestlohn kann Beschäftigung negativ beeinflussen und ist als Mittel gegen Armut oft zu wenig zielgenau, weil er auch Haushalte erreicht, die nicht armutsgefährdet sind. Zudem besteht das Risiko, dass ein flächendeckender Mindestlohn Preissteigerungen begünstigt und damit eine Preis-Lohn-Spirale auslöst. Sinnvoller sind branchenspezifische Mindestlöhne, die im Rahmen von sozialpartnerschaftlichen Gesamtarbeitsverträgen (GAV) sozialpartnerschaftlich ausgehandelt werden.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Freiere Öffnungszeiten schaffen mehr Flexibilität für Kund:innen und Betriebe und stärken den Detailhandel gegenüber dem Onlinehandel – bei klarer Einhaltung des Arbeitsgesetzes und fairem Schutz des Personals.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ja – aber mit Augenmass: Wenn Firmen kantonale Aufträge erhalten, soll genauer hingeschaut werden, ob es ungerechtfertigte Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern gibt. Unterschiede, die klar erklärbar sind (z. B. Ausbildung, Erfahrung, Verantwortung, Leistung oder Pensum), sollen weiterhin in beide Richtungen möglich sein.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Taxigesetz wird gerade revidiert und ist bereits streng. Zuerst umsetzen und kontrollieren – statt neue Zusatzregeln speziell für Plattformen.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton soll den Service Public in ländlichen Gebieten gezielt stärken, damit die Grundversorgung verlässlich bleibt und die Regionen nicht abgehängt werden. Gleichzeitig muss das Geld effizient eingesetzt werden. Es braucht klare Prioritäten, transparente Kosten und eine Wirkungskontrolle, damit wirklich dort unterstützt wird, wo es den grössten Nutzen bringt.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke passt nicht zur Energiestrategie des Bundes und würde die Planungssicherheit in der Energiepolitik schwächen.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wenn der Kanton eigene Flächen verpachtet, soll er mit gutem Beispiel vorangehen und ökologische Standards erhöhen. Das schützt Boden, Wasser und Biodiversität, aber es muss umsetzbar bleiben, mit fairen Übergangsfristen und klaren Regeln.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ja, aber gezielt: Mehr Förderung nur dort, wo sie nachweislich am meisten bringt, mit klaren Kriterien.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Tierschutz ist richtig, aber die Vorgaben müssen ökonomisch tragbar und praktikabel sein, mit sinnvollen Übergangsfristen.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Ausbau der Wasserkraft im Grimsel- und Sustengebiet stärkt die Versorgungssicherheit und liefert erneuerbaren Strom, gerade im Winter.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Schutz ist wichtig, aber es braucht ein pragmatisches Management, das auch die Anliegen von Landwirtschaft und Bevölkerung ernst nimmt. Prävention und Entschädigungen ja, aber Abschüsse müssen als letztes Mittel möglich bleiben.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton soll mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen, weil das Angebot zentral ist. Gleichzeitig muss der ÖV seine Mittel effizienter einsetzen und bestehendes Potenzial konsequent nutzen.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Spurausbau löst Stau oft nur kurzfristig und zieht langfristig zusätzlichen Verkehr an, während die Eingriffe teuer sind und viel Fläche binden. Ich würde die Mittel lieber in leistungsfähigen ÖV, Park-and-Ride, bessere Umsteigeknoten und ein echtes Fahrgemeinschafts-System investieren, damit weniger Autos überhaupt in den Engpass fahren. Kleine, gezielte Sicherheits- und Engpassmassnahmen sind ok, aber kein grosser Ausbau als Standardlösung.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Velowege sollen schneller ausgebaut werden, damit der Langsamverkehr sicherer wird und kurze Wege einfacher aufs Velo verlagert werden können.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein generelles Verbot von Tempo 30 schwächt die Verkehrssicherheit. Gemeinden sollen Tempo 30 dort einsetzen können, wo es Unfälle reduziert und besonders Fussgänger:innen und Velofahrende besser schützt
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Digital-Only-Prinzip schliesst viele Menschen aus, besonders ältere, die mit digitaler Technik nicht vertraut sind. Besser ist digital als Standard, aber mit gut erreichbaren Schaltern und Unterstützung vor Ort, bis das realistisch breit funktioniert.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
E-Collecting vereinfacht die Unterschriftensammlung und senkt die Hürden für politische Beteiligung, bei klaren Sicherheits- und Datenschutzstandards.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entwicklungszusammenarbeit ist primär Aufgabe des Bundes. Der Kanton soll sich auf seine Kernaufgaben im Inland konzentrieren.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein strikter Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen würde die Schweiz unnötig fesseln und ihre aussenpolitische Handlungsfähigkeit schwächen. Der Bundesrat hält Sanktionen grundsätzlich für mit Neutralität vereinbar und empfiehlt die Initiative, die Sanktionen verbieten würde, zur Ablehnung.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Videoüberwachung greift stark in die Privatsphäre ein und ist nur in klar begründeten Einzelfällen verhältnismässig.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Polizeidienst ist ein staatlicher Kernauftrag mit hohem Zwangs- und Vertrauensbereich. Dafür soll weiterhin die Schweizer Staatsangehörigkeit Voraussetzung bleiben.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Demonstrationen sollen möglich bleiben, aber klare Regeln und Bewilligungen schaffen Sicherheit und Planbarkeit. Bei unbewilligten Demos soll die Polizei konsequenter durchgreifen können, und wer bewusst hohe Zusatzkosten verursacht, soll stärker zur Kasse gebeten werden.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Nationalität sagt oft wenig über die Tat aus und führt schnell zu Vorverurteilung und Stigmatisierung. Genannt werden soll sie nur, wenn sie für das Verständnis des Falls wirklich relevant ist.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eher nein: Eine stärkere sichtbare Präsenz soll nur dort erfolgen, wo sie wirklich nötig ist, etwa an bekannten Hotspots mit wiederholten Eskalationen. Sonst setzt man besser auf gezielte Einsätze statt dauerhafte Präsenz.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Eine freie Marktwirtschaft fördert Innovation und Wohlstand, wovon langfristig viele profitieren, wenn klare Regeln gelten und faire Chancen bestehen.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Für Kinder ist am wichtigsten, dass sie stabile, liebevolle Betreuung und verlässliche Bezugspersonen haben, unabhängig davon, ob ein Elternteil Vollzeit zu Hause bleibt oder beide Eltern arbeiten. Familien sollen das Modell wählen können, das zu ihnen passt.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Schutz der Bevölkerung und Konsequenzen sind wichtig, aber langfristig verhindert erfolgreiche Wiedereingliederung mehr neue Straftaten als reine Bestrafung.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Umweltschutz ist wichtig, aber auch eine starke Wirtschaft darf nicht vernachlässigt werden. Entscheidend ist ein guter Weg, der beides sinnvoll verbindet.
Kommentar
Das ist die Aufgabe der politischen Gemeinden.