Michèle Stephanie Räz
Junges Linkes Bündnis | 04.06.5
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Viele Familien im Kanton Bern arbeiten Vollzeit und kommen trotzdem kaum über die Runden. Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen verhindern Armut, entlasten Kinder und wirken präventiv. Wer arbeitet und Kinder grosszieht, soll nicht in finanzielle Unsicherheit geraten.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Missbrauchsfälle sind selten und rechtfertigen keine pauschale Verschärfung. Sozialhilfe soll Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen, nicht unter Generalverdacht stellen. Im Kanton Bern braucht es faire Verfahren, Beratung und Integration statt mehr Überwachung.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine zeitgemässe Familienpolitik braucht eine gemeinsame Elternzeit. Ein Ausbau der bezahlten Elternzeit stärkt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, fördert die Gleichstellung und entlastet Familien im Kanton Bern – unabhängig vom Familienmodell.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für viele Menschen im Kanton Bern sind die Krankenkassenprämien kaum mehr tragbar. Eine stärkere Prämienverbilligung sorgt für Entlastung und stellt sicher, dass Gesundheit kein Luxus wird.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine bessere kantonale Koordination kann die Gesundheitsversorgung effizienter und qualitativ hochwertig machen. Entscheidend ist, dass die Grundversorgung in allen Regionen des Kantons Bern gesichert bleibt.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine integrative Schule fördert Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit sie im Kanton Bern funktioniert, braucht es aber genügend Ressourcen: kleinere Klassen, gut ausgebildete Fachpersonen und echte Unterstützung für Lehrpersonen und Kinder.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sprachförderung ist zentral, soll aber integrativ stattfinden. Kinder lernen Sprache am besten im Alltag mit anderen Kindern. Im Kanton Bern braucht es deshalb gezielte Förderangebote innerhalb der Regelklassen statt separierende Lösungen, die Integration verzögern.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Landessprachen sind zentral für den Zusammenhalt in der Schweiz. Im zweisprachigen Kanton Bern ist der frühe Unterricht in Deutsch und Französisch besonders wichtig. Englisch ist relevant, soll aber ergänzend und nicht auf Kosten der Landessprachen vermittelt werden.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bildungserfolg darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Der Kanton Bern soll gezielt in gleiche Bildungschancen investieren – etwa durch mehr Stipendien und unterstützende Förderangebote für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer seit vielen Jahren im Kanton Bern lebt, hier arbeitet, Steuern zahlt und am Gemeindeleben teilnimmt, soll auch politisch mitbestimmen können. Das kommunale Stimm- und Wahlrecht stärkt die Demokratie und fördert Integration statt Ausgrenzung.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Resettlement ist ein geordnetes und humanitäres Instrument. Der Kanton Bern soll sich dafür einsetzen, besonders schutzbedürftige Menschen direkt aus überlasteten Lagern aufzunehmen. Das verhindert gefährliche Fluchtwege, ermöglicht eine bessere Integration und entspricht der humanitären Tradition der Schweiz.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gute Integration beginnt früh. Der Kanton Bern soll Sprachförderung und soziale Begleitung gezielt ausbauen, damit Menschen schneller selbstständig werden und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Das stärkt den Zusammenhalt und entlastet langfristig Gemeinden und Sozialsysteme.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die heutigen Einbürgerungsvoraussetzungen sind ausreichend. Wer hier lebt, arbeitet und sich integriert, soll nicht durch zusätzliche Hürden abgeschreckt werden. Im Kanton Bern soll Einbürgerung Integration fördern – nicht unnötig erschweren.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bezahlkarten schränken die Selbstständigkeit unnötig ein und schaffen zusätzliche Bürokratie. Im Kanton Bern soll Integration auf Vertrauen und Eigenverantwortung basieren. Sachliche Kontrollen sind sinnvoller als pauschale Einschränkungen für alle Asylsuchenden.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bilateralen Verträge sind zentral für Arbeitsplätze, Forschung und Wohlstand – auch im Kanton Bern. Die Personenfreizügigkeit ist Teil dieses Gesamtpakets. Eine Kündigung würde grosse Unsicherheit schaffen und wirtschaftlich wie gesellschaftlich schaden.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Kunstmuseum Bern ist ein wichtiger kultureller Ort mit nationaler Ausstrahlung. Die Sanierung sichert den Erhalt öffentlicher Infrastruktur und macht das Museum langfristig zugänglich. Öffentliche Investitionen in Kultur stärken Bildung, Tourismus und die Lebensqualität im Kanton Bern.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die aktuelle Verbotspolitik ist gescheitert. Eine kontrollierte Legalisierung ermöglicht besseren Jugendschutz, Prävention und Qualitätskontrollen. Der Kanton Bern soll sich für eine verantwortungsvolle Regulierung einsetzen statt für einen Schwarzmarkt ohne Regeln.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein staatliches Sprachverbot ist weder nötig noch sinnvoll. Kantonale Stellen sollen verständlich und inklusiv kommunizieren können und dabei einen pragmatischen Umgang wählen. Im Kanton Bern braucht es keine Ideologisierung, sondern Augenmass.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kantonale Kantinen sollen vielfältige und nachhaltige Verpflegungsangebote machen. Ein Zwang zu tierischen Produkten ist nicht nötig. Entscheidend ist Wahlfreiheit, gute Qualität und ein verantwortungsvoller Umgang mit Klima und Gesundheit – auch im Kanton Bern.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unabhängige regionale Medien sind zentral für eine funktionierende Demokratie. Der Kanton Bern soll die journalistische Berichterstattung fördern, insbesondere in Regionen mit schrumpfenden Medienangeboten – transparent, unabhängig und ohne inhaltliche Einflussnahme.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Trennung von Staat und Religion ist wichtig. Leistungen mit klar gesellschaftlichem Nutzen sollen unterstützt werden, die pauschale Finanzierung der Landeskirchen sollte jedoch überprüft und schrittweise reduziert werden. Öffentliche Mittel müssen transparent und bedarfsgerecht eingesetzt werden.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Steuersenkungen entziehen dem Kanton Bern wichtige Mittel für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit. Statt pauschaler Entlastungen braucht es gezielte Investitionen und eine faire Steuerpolitik, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schuldenbremse darf notwendige Investitionen nicht blockieren. Der Kanton Bern soll finanziellen Spielraum haben, um in Bildung, Klimaschutz und Infrastruktur zu investieren – verantwortungsvoll und langfristig tragfähig.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Individualbesteuerung beseitigt die steuerliche Benachteiligung von Zweitverdienenden und stärkt die Gleichstellung. Im Kanton Bern schafft sie mehr Fairness und setzt Anreize für Erwerbstätigkeit – unabhängig vom Zivilstand.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch regionale Zentren wie Burgdorf und Langenthal tragen wichtige Zentrumslasten. Ein fairer Finanzausgleich soll diese Leistungen angemessen berücksichtigen. Entscheidend ist, dass alle Regionen im Kanton Bern handlungsfähig bleiben und der Ausgleich ausgewogen gestaltet ist.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Abschaffung des Eigenmietwerts darf nicht zu Steuerausfällen und neuen Ungleichheiten führen. Eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften schafft Ausgleich und kann dazu beitragen, den Druck auf den Wohnungsmarkt im Kanton Bern zu reduzieren.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Finanzausgleich soll die tatsächlichen Zentrumslasten fair abbilden. Dass auch Burgdorf und Langenthal berücksichtigt werden, ist grundsätzlich richtig.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wer im Kanton Bern Vollzeit arbeitet, soll von seinem Lohn leben können. Ein Mindestlohn von CHF 4'200 sichert Existenz und verhindert Working Poor. Faire Löhne stärken zudem die Kaufkraft und kommen der gesamten Wirtschaft zugute.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine vollständige Liberalisierung erhöht den Druck auf Angestellte und kleine Betriebe, ohne klaren Mehrwert zu bringen. Im Kanton Bern braucht es planbare Arbeitszeiten und fairen Wettbewerb statt Dauerverfügbarkeit.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist ein Grundprinzip. Der Kanton Bern soll sicherstellen, dass Unternehmen mit öffentlichen Aufträgen die Lohngleichheit einhalten. Transparente Kontrollen sind fair und stärken die Glaubwürdigkeit des Staates.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Plattformen dürfen bestehende Regeln nicht umgehen. Eine stärkere Regulierung sorgt für faire Arbeitsbedingungen, gleiche Wettbewerbsregeln und Sicherheit für Fahrgäste. Der Kanton Bern soll Innovation ermöglichen, aber nicht auf Kosten von Arbeitnehmenden.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleichwertige Lebensverhältnisse sind zentral. Der Kanton Bern soll den Service Public in ländlichen Regionen stärken, damit Mobilität und öffentliche Dienstleistungen für alle zugänglich bleiben – unabhängig vom Wohnort.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neue Atomkraftwerke sind teuer, riskant und lösen die Energiefrage nicht kurzfristig. Der Kanton Bern soll konsequent auf erneuerbare Energien, Effizienz und Versorgungssicherheit setzen statt auf Technologien mit ungelösten Entsorgungsfragen.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern soll auf eigenen Pachtflächen eine Vorbildrolle einnehmen. Höhere ökologische Standards schützen Böden, Wasser und Biodiversität und geben der Landwirtschaft klare, langfristige Rahmenbedingungen – begleitet durch Beratung und Unterstützung für die Betriebe.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Höhere Förderbeiträge erleichtern den Umstieg auf erneuerbare Energien. Der Kanton Bern soll Hausbesitzende und Mietende beim Heizungsersatz und bei klimafreundlicher Infrastruktur unterstützen. Das senkt CO₂-Emissionen und Energiekosten langfristig.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Schutz von Nutztieren ist ein wichtiges Anliegen. Höhere Tierschutzstandards verbessern das Tierwohl und stärken das Vertrauen in die Landwirtschaft. Entscheidend ist, dass strengere Regeln schrittweise eingeführt und von fairer Unterstützung für die Betriebe begleitet werden.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wasserkraft ist ein wichtiger Pfeiler der erneuerbaren Energieversorgung. Ein Ausbau im Grimsel- und Sustengebiet kann sinnvoll sein, wenn er sorgfältig geprüft wird und Natur- und Landschaftsschutz ernsthaft berücksichtigt. Energiesicherheit und ökologische Verantwortung müssen gemeinsam gedacht werden.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Wolf und Luchs gehören zur heimischen Biodiversität. Der Kanton Bern soll ihren Schutz stärken und präventive Abschüsse reduzieren. Gleichzeitig braucht es wirksame Unterstützung für betroffene Berg- und Landwirtschaftsbetriebe, damit Konflikte fair gelöst werden können.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr ist zentral für Klimaschutz, Erreichbarkeit und Lebensqualität. Der Kanton Bern soll den ÖV in Stadt und Land stärken, damit Mobilität für alle zuverlässig und bezahlbar bleibt.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Mehr Autobahnspuren lösen die Verkehrsprobleme rund um Bern nicht dauerhaft, sondern erzeugen zusätzlichen Verkehr. Sinnvoller sind Investitionen in den öffentlichen Verkehr, den Veloverkehr und eine bessere Verkehrssteuerung im Grossraum Bern.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sichere Wege für den Langsamverkehr erhöhen die Verkehrssicherheit und entlasten Städte und Gemeinden. Der Kanton Bern soll den Ausbau von Velowegen und Fussverbindungen beschleunigen – für klimafreundliche und gesunde Mobilität im Alltag.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Pauschale Verbote sind nicht sinnvoll. Tempo 30 soll dort möglich sein, wo es die Verkehrssicherheit, den Lärmschutz oder die Lebensqualität verbessert. Im Kanton Bern braucht es situationsgerechte Lösungen statt ideologischer Vorgaben.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Digitale Angebote sollen ausgebaut werden, aber nicht ausschliesslich. Der Kanton Bern muss seine Dienstleistungen für alle zugänglich halten – auch für ältere Menschen oder Personen ohne digitalen Zugang. Digitalisierung darf niemanden ausschliessen.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
E-Collecting kann die politische Beteiligung erleichtern und demokratische Prozesse modernisieren. Der Kanton Bern soll sich dafür einsetzen – unter klaren Voraussetzungen bezüglich Datenschutz, Sicherheit und Transparenz.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entwicklungszusammenarbeit ist eine Investition in globale Stabilität und Armutsbekämpfung. Der Kanton Bern soll sein Engagement ausbauen, insbesondere in nachhaltigen und wirksamen Projekten. Das stärkt langfristig auch Frieden und Sicherheit.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neutralität bedeutet nicht Gleichgültigkeit. Wirtschaftliche Sanktionen sind ein wichtiges Mittel des Völkerrechts, um schwere Rechtsverletzungen zu ahnden. Die Schweiz soll ihre Neutralität wahren und gleichzeitig Verantwortung für Frieden und Menschenrechte übernehmen.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Videoüberwachung greift stark in die Privatsphäre ein und zeigt nur begrenzte Wirkung auf die Sicherheit. Im Kanton Bern sollen Prävention, soziale Arbeit und eine gut ausgestattete Polizei im Vordergrund stehen statt flächendeckender Überwachung.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Menschen mit C-Bewilligung leben dauerhaft im Kanton Bern und sind hier integriert. Der Polizeidienst soll allen offenstehen, die die fachlichen und rechtlichen Anforderungen erfüllen. Vielfalt stärkt Vertrauen und die Verankerung der Polizei in der Gesellschaft.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Versammlungsfreiheit ist ein zentrales Grundrecht. Pauschale Verschärfungen würden legitimen Protest erschweren und die Zivilgesellschaft schwächen. Im Kanton Bern braucht es verhältnismässiges Handeln, Dialog und klare Regeln – nicht Abschreckung.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Nationalität ist für das Verständnis einer Tat meist nicht relevant. Eine standardmässige Nennung kann Vorurteile verstärken und stigmatisieren. Im Kanton Bern sollen Polizeimeldungen sachlich informieren und nur Angaben enthalten, die für den Fall wirklich relevant sind.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine sichtbare Polizei kann Sicherheit und Vertrauen im öffentlichen Raum stärken. Wichtig ist, dass Präsenz präventiv wirkt und auf Dialog setzt. Im Kanton Bern soll Polizeiarbeit nahe bei den Menschen und verhältnismässig erfolgen.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Kommentar
Märkte können Innovation und Wohlstand schaffen, profitieren aber nicht automatisch allen. Ohne klare soziale und ökologische Regeln führt eine freie Marktwirtschaft zu Ungleichheit. Entscheidend ist eine starke öffentliche Hand, die fairen Ausgleich schafft.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Kinder brauchen verlässliche Bezugspersonen – nicht ein fixes Rollenmodell. Was für ein Kind am besten ist, hängt von der Familie ab. Wichtig sind Wahlfreiheit, gute Betreuung und die Möglichkeit, Erwerbs- und Care-Arbeit fair zu teilen.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Kommentar
Strafe allein verhindert keine neuen Straftaten. Wiedereingliederung ist zentral für Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein wirksames Strafsystem braucht beides: klare Konsequenzen und echte Chancen auf Resozialisierung.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Umwelt- und Klimaschutz sind eine Voraussetzung für langfristigen Wohlstand. Kurzfristiges Wirtschaftswachstum darf nicht auf Kosten von Umwelt und Lebensgrundlagen gehen. Entscheidend ist eine ökologische Transformation, die Arbeit und Umwelt zusammendenkt.
Kommentar
Wohnen darf kein Luxus sein. Der Kanton muss den gemeinnützigen Wohnungsbau stärken, insbesondere Genossenschaften. Sie schaffen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum und bremsen die Verdrängung – statt Profite für wenige zu fördern.