Ivan Zehnder
Junge Grünliberale | 03.01.8
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Statt neue, kostspielige Sozialleistungen einzuführen, sollte sich der Kanton Bern vermehrt auf die Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf konzentrieren. Damit entlastet man Familien mit aktuell tiefem Einkommen und fördert Eigenverantwortung.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch Personen die Sozialhilfe beziehen haben ein Recht auf Schutz ihrer Privatsphäre. Ein Generalverdacht auf Missbrauch bei der Sozialhilfe löst keine Probleme. Bei den Einzelfällen, in welchen sich Beziehende von Sozialhilfe missbräuchlich verhalten, muss man natürlich konsequent vorgehen.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte die Forderung der GLP nach je 18 Wochen Elternzeit pro Elternteil. Dementsprechend setze ich mich auch für ein Ja zur Familienzeitinitiative ein. Damit können wir sicherstellen, dass sich beide Elternteile an der Betreuung der Kinder beteiligen können.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Anspruch auf Prämienverbilligung hängt nicht nur vom Prozentsatz der Gesundheitskosten am Einkommen ab, sondern auch von Faktoren wie der Höhe des Gesamteinkommens. Mit einer solchen Systemveränderung würde man die Gesundheitskosten auf Dauer nicht senken, sondern neue Fehlanreize schaffen.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Um das Kostenwachstum in den Griff zu bekommen und gleichzeitig die Qualität der medizinischen Versorgung zu garantieren, ist eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung wichtig. Auch sollten wir diese Steuerung mit den Nachbarkantonen koordinieren.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auch Kinder mit geringen Deutschkenntnissen haben einen geschützten und lernförderlichen Rahmen verdient. Wenn man versucht diesen in regulären Schulklassen zu schaffen, erreicht man damit oft nur Überforderung bei den Lehrkräften und bremst potenziell den Lernerfolg der anderen Kinder aus. Das hat nichts mit Chancengerechtigkeit zu tun. Es ist mir aber wichtig, dass wenn Kinder mit initial geringen Deutschkenntnissen diese aufgeholt haben, dann auch in regulären Klassen unterrichtet werden.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Statistiken haben gezeigt, dass auch heute noch der Bildungserfolg zu stark vom Elternhaus abhängig ist. Dieser Tatsache muss man, im Namen der Chancengerechtigkeit, entgegenwirken. Förderunterricht-Gutscheine können dabei eine wirkungsvolle Massnahme sein.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich würde es prinzipiell begrüssen. Jedoch sollte die Entscheidung bei den Gemeinden liegen. Gerade für kleine Gemeinden könnte dies eine Möglichkeit sein, Ämter in der Gemeinde potenziell schneller und einfacher zu besetzen.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bezahlkarten stellen sicher, dass die gesprochene Unterstützung auch wirklich zweckgebunden eingesetzt wird. Für Asylsuchende entsteht dabei kein Nachteil. Wiederum wird das Vertrauen der Bevölkerung in das Asylwesen so gestärkt. Das ist eine entscheidende Grundlage für eine moderne, transparente und sachliche Asyl- und Migrationspolitik.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bilateralen Verträge mit der EU sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Wirtschaft und als solcher auch ein bewährtes Instrument. Jede alternative Regelung der Beziehungen wäre aktuell nachteilig.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Kunstmuseum ist ein wichtiger Bestandteil der Berner Kultur. Daher ist es sehr schade, dass das vorliegende Sanierungs- und Neubauprojekt überdimensioniert ist. Ein Beitrag von 81. Mio CHF von Seiten des Kantons wäre angesichts der Finanzlage unverantwortlich. Eine zweckmässigere, kostengünstigere Vorgehensweise würde ich befürworten.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die gesellschaftliche Akzeptanz von Cannabis ist weit fortgeschritten, die gesundheitlichen Risiken des Konsums sind überschaubar. Ebenfalls würde eine Legalisierung auch neue wirtschaftliche Opportunitäten eröffnen.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich setze mich für die konsequente Trennung von Kirche und Staat ein. Die staatliche Finanzierung von religiösen Institutionen ist nicht vereinbar mit einer pluralistischen und inzwischen weitgehend säkularen Gesellschaft. Kirchen sollen aber, wie alle anderen (nicht religiösen) Organisationen, auch weiterhin bezahlte Dienstleistungen für den Kanton Bern erbringen dürfen.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern ist ein Kanton mit äusserst hohen Steuern, welche inzwischen eine spürbare Belastung für die Bevölkerung sind. Die geplante Senkung der Steueranlage ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und erhöht zudem auch die Standortattraktivität des Kantons Bern.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schuldenbremse ist nicht nur ein bewährtes Instrument, sondern auch essentiell für die Generationengerechtigkeit. Ich möchte kommenden Generationen keinen Schuldenberg hinterlassen, sondern lieber heute bei den Staatsausgaben priorisieren.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Abschaffung der Heiratsstrafe ist überfällig. Mit Einführung der Individualbesteuerung beheben wir diesen Missstand und fördern die finanzielle Eigenverantwortung.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Burgdorf und Langenthal sind wichtige regionale Zentren und stellen wertvolle Infrastruktur für das umliegende Land zur Verfügung. Ihre Entschädigung im Rahmen des Finanzausgleichs halte ich in der Tendenz für gerechtfertigt.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aus raumplanerischer Sicht ist die Einführung einer solchen Steuer zu begrüssen. Ebenfalls können Gemeinden, die von der Abschaffung des Eigenmietwerts stark betroffen sind, so einige ihrer Einnahmeausfälle etwas abfedern.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es ist nicht Teil des staatlichen Kernauftrag, Banken als Mehrheitsaktionär zu führen. Mit einer Teilprivatisierung der BEKB fördert man den fairen Wettbewerb im Bankenmarkt.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Fixe Mindestlöhne haben negative Beschäftigungseffekte und helfen oft nicht dabei, Armut vorzubeugen. Stattdessen setze ich mich für eine starke Sozialpartnerschaft ein und gezielte Investitionen in unser Bildungssystem.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Damit würde man den veränderten Lebensgewohnheiten einer modernen, mobilen Gesellschaft Rechnung tragen. Der Schutz der Arbeitnehmenden wäre mit dem aktuellen Arbeitsgesetz ebenfalls gewährleistet.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bau eines neuen AKWs würde viel zu lange dauern und unverhältnismässig viel kosten. Stattdessen sollte man sich weiterhin auf den Ausbau der Erneuerbaren konzentrieren. Kombiniert mit einem Energieabkommen und einem Ausbau der Energiespeicher schaffen wir so eine zukunftsfähige Energieversorgung.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grossraubtiere sind Schlüsselarten in einem intakten und resilienten Ökosystem. Sie regulieren die Wildbestände auf natürliche Art und Weise und tragen so zur Verjüngung der Schutzwälder bei.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Ausbau von Autobahnen löst das Mobilitätsproblem nicht, sondern vertagt dieses nur. Die Folge eines solchen Ausbaus wäre nur viel Mehrverkehr und das zu einem hohen Preis.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das Digital-Only-Prinzip ist ein wichtiger Schlüssel zu einer modernen, effizienten und schlanken Verwaltung. Dabei sollte man aber darauf achten, dass E-Government-Lösungen eine hohe Benutzerfreundlichkeit aufweisen und so die digitale Inklusion ermöglichen.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Entwicklungszusammenarbeit ist klar Aufgabe des Bunds. Auch wenn der Bund seine Ausgaben in dem Bereich senkt, ist es sicher nicht Aufgabe des Kantons Bern, da einzuspringen.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Flächendeckende Überwachung stellt einen massiven Eingriff in die persönliche Freiheit und die Privatsphäre dar. Wenn man Videoüberwachung einsetzen will, dann nur punktuell und mit einer entsprechenden Begründung.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Nennung der Staatsangehörigkeit ohne direkten Bezug zur Tat fördert nur Stigmatisierung und Vorurteile. Wenn jedoch die Staatsangehörigkeit des Beschuldigten für die Fahndung relevant ist, sollte diese auch genannt werden.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die physische Präsenz der Polizei stärkt nicht nur das subjektive Sicherheitsgefühl, sondern kann auch präventiv gegen Taschendiebstähle und Trickbetrug wirken.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Kommentar
Die freie Marktwirtschaft ist der effizienteste Mechanismus, um durch Wettbewerb und Innovation Fortschritt zu generieren. Freiheit und Eigenverantwortung sind die Motoren für nachhaltige Lösungen, auch im Umweltschutz.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Kommentar
Diese Vorstellung entspricht einem veralteten Familienmodell. Für die Entwicklung eines Kindes ist nicht die Quantität der Anwesenheit eines einzelnen Elternteils entscheidend, sondern die Qualität der Betreuung.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Kommentar
Ein modernes und liberales Justizsystem muss auf die Prävention von Rückfällen und die langfristige Sicherheit der Gesellschaft ausgerichtet sein. Deswegen ist die Resozialisierung ein sehr wichtiges Instrument, um straffällig gewordene Menschen in den Alltag zurückzuführen.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Als Grünliberaler bin ich der Überzeugung, dass Wirtschaft und Umwelt keine Gegensätze sind.
Kommentar
Der gemeinnützige Wohnungsbau ist primär Sache der Gemeinden. Wenn der Kanton verstärkt in den Wohnungsmarkt eingreift, hat das wettbewerbsverzerrende Folgen. Ebenfalls lehne ich eine staatliche Bevorzugung bestimmter Marktteilnehmer ab.