Marcel Stolz
Die Mitte | 12.18.1
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Mitte Kanton Bern anerkennt den Unterstützungsbedarf von Familien mit tiefem Einkommen, lehnt jedoch neue kantonale Ergänzungsleistungen ab. Bestehende Instrumente sollen gezielt verbessert und besser koordiniert werden, statt neue Leistungen einzuführen. Wichtig ist eine saubere Ausgestaltung, damit Anreize stimmen und es nicht zu Fehlsteuerungen kommt.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Soziale Verantwortung heisst auch: Missbrauch konsequent bekämpfen, aber rechtsstaatlich und verhältnismässig (nur bei begründetem Verdacht, klare Verfahren, Schutz vor Pauschalverdacht). So bleibt Sozialhilfe glaubwürdig, ohne Betroffene unnöti
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Unsere Regelungen sind im Vergleich zum Ausland wenig elternfreundlich. Gleichzeitig braucht es wirtschaftsfreundliche Lösungen; ich bin der Meinung, dass Eltern in der Anfangszeit insbesondere auch mit reduzierten Pensen arbeiten können sollen, sofern sie dies wollen.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Mitte Kanton Bern unterstützt gezielte Entlastungen bei den Krankenkassenprämien, siehe auch die jüngste Erhöhung der Prämienverbilligungen. Eine starre 10-Prozent-Obergrenze lehnt sie ab, da nachhaltige Kostendämpfung im Gesundheitswesen wichtiger ist als fixe Quoten.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ich will Doppelspurigkeiten abbauen und mich für Pooling von Ressourcen einsetzen, dort wo es nicht um den Kernauftrag geht. Beispiel: Spitäler in öffentlicher Trägerschaft sollten gemeinsame IT-Abteilungen, Beschaffungsabteilung, Personalabteilungen oder Cybersecurity-Abteilungen betreiben, um so Kosten zu sparen.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Mitte Kanton Bern bejaht die integrative Schule grundsätzlich, anerkennt aber die praktischen Umsetzungsprobleme der letzten Jahre (Ressourcen, Belastung der Klassen, Qualität der Förderung). Entscheidend ist eine realistische Ausgestaltung mit ausreichender Unterstützung und differenzierten Angeboten statt ideologischer Starrheit.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Dies erleichtert die Integration.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Landessprachen sind in unserem zweisprachigen Kanton essenziell für den Zusammenhalt. Die Zweisprachigkeit des Kantons soll als Stärke des Brücken- und Hauptstadt-Kantons genutzt werden!
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Alle sollen einen fairen Zugang zu Bildung erhalten. Das heisst nicht, dass alle einen Anspruch haben sollen, z.B. an der Uni zu studieren – Leistung soll am Schluss ausschlaggebend sein. Ich befürworte ausserhalb der Volksschule deshalb ein Modell, das stärker auf Leistung achtet (Leistungsstipendien) und es so auch Personen aus ärmeren Familien ermöglicht, zu studieren. Damit wird auch das "Härtefall"-Problem gut gelöst
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wir sind eine Willensnation, unsere Identität beruht auch darauf, wie unsere politische Tradition und Kultur gelebt wird. Wer abstimmen können will, soll sich um das Schweizer Bürgerrecht bemühen.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ich bin eher dafür, dass man eine reguläre Migration aus Kriegsgebieten ermöglicht. Wer bei einer Schweizer Vertretung einen vorläufigen Asylentscheid erhält, soll geordnet in die Schweiz kommen können und hat Aussicht auf einen positiven Asylentscheid in der Schweiz. Alles andere befördert illegale Migration und die dazugehörige Kriminalität, die für unsägliches menschliches Leid sorgt und den Menschen keinen Garantie gibt, dass sie im Destinationsland bleiben können.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Mitte Kanton Bern bekennt sich zum Prinzip «Fördern und fordern». Integration ist auch eine Bringschuld der Betroffenen; der Kanton Bern leistet bereits heute umfangreiche Unterstützung, weshalb ein weiterer Ausbau staatlicher Integrationsangebo
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Mitte Kanton Bern befürwortet klare und nachvollziehbare Einbürgerungskriterien. Gute Sprachkenntnisse und Integration sind legitime Anforderungen. Verschärfungen dürfen nicht willkürlich sein, sondern müssen fair, transparent und verhältnismässig bleiben: Die letzte Revision des Einbürgerungsgesetz brachte bereits eine Verschärfung.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Bezahlkarten können helfen, Zweckbindung sicherzustellen und Missbrauch zu verhindern. Für die Mitte ist entscheidend, dass sie pragmatisch umgesetzt werden, die Grundversorgung sichern und keinen unnötigen administrativen Aufwand erzeugen. Bezahlkarten können den Vorteil haben, dass sie es schwieriger für die Kriminalität machen, Asylsuchende unter Druck zu setzen und in den informellen Sektor zu ziehen.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ich bin eher gegen diesen Schritt, erwarte aber auch von der EU, dass sie hier mehr leistet, damit der Status Quo für die Schweiz wieder attraktiver wird.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Sanierung des historischen Altbaus und der Ersatz des stark sanierungsbedürftigen Atelier-5-Baus sind für den langfristigen Betrieb des Kunstmuseums Bern notwendig. Das Projekt sichert ein bedeutendes kulturelles Aushängeschild des Kantons und wird durch Beiträge Dritter mitgetragen.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Dies sollte wenn dann schweizweit angegangen werden. Es ist auf einen gezielten Jugendschutz zu achten; den Vorteil der Reduktion der Kriminalität sehe ich.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ich bin gegen eine Sprachpolizei – und zwar in beide Richtungen.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ich bin der Meinung, dass es jedem selbst überlassen sein soll, ob er Fleisch isst oder nicht. Dementsprechend soll auch das Angebot vielfältig sein und nicht künstlich in eine ideologische Richtung eingeschränkt werden.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ich bin der Meinung, dass sich die Landeskirchen wieder stärker selber finanzieren sollten und so auch den Kontakt zu regulären Bürgern wieder besser finden sollten. Die Finanzierung führt zu der bizarren Situation, dass sich die Kirche zu wenig im "Hier und Jetzt" der regulären Gesellschaft bewegt und so den Kontakt zu normalen Bürgern verliert bzw. für die meisten von uns irrelevant werden.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Steuerstrategie des Regierungsrates wird begrüsst. Die Mitte befürwortet die Steuerbelastung bei natürlichen Personen bis 2030 in Richtung Mittelfeld der Kantone zu senken und bis 2027/2029 schrittweise Entlastungen einzu
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Wir müssen im Kanton Bern auf die Vielfalt der Zentren setzen. Dies macht den Kanton attraktiv als Industriestandort und führt nicht zu einem einseitigen Fokus auf ein Zentrum. Die Stadt Bern ist wichtig – aber die anderen Zentren ebenfalls!
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die BEKB ist für den Kanton ein wichtiges strategisches Instrument für Stabilität und die Finanzierung von KMU. Eine Reduktion der kantonalen Beteiligung unter 50 Prozent würde den Einfluss schwächen, ohne einen klaren Mehrwert zu schaffen.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Mindestlohn-Vorgaben wirken auf den ersten Blick gut, sie bewirken aber oft wirtschaftliche Absurditäten. Das beste Instrument für gute Löhne sind eine gute Wirtschaftspolitik, die Nutzung der Sozialpartnerschaften und die Etablierung einer Kultur der Verantwortung im Unternehmertum.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ich denke nicht, dass eine vollständige Liberalisierung gut wäre. Allerdings sollte man darauf hinwirken, dass in ländlichen Gegenden Ausnahmen möglich sind und dass man in Einkaufszentren gezielt Möglichkeiten für eine Liberalisierung in einem gewissen Rahmen schafft. Die Absurdität der völlig Überfüllten Bahnhofsläden an Feiertagen sollte angegangen werden.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Für die Lohngleichheit bestehen bereits nationale Vorgaben und Kontrollinstrumente. Für die Mitte Kanton Bern schaffen zusätzliche kantonale Regulierungen kaum Mehrwert und würden vor allem den administrativen Aufwand für Unternehmen erhöhen. Zudem erwirken mehr Vorgaben in diesem Bereich häufig operative Absurditäten. Der Wandel muss in den Köpfen stattfinden, damit er effektiv sein Ziel erreicht.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Neue Plattformen sollen fair in bestehende Regelungen eingebunden werden, ohne Innovation unnötig zu behindern. Zusätzliche kantonale Regulierungen sind nur dort sinnvoll, wo klare Wettbewerbsverzerrungen oder Vollzugsprobleme bestehen.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ich sehe hier insbesondere einen Bedarf, die Infrastruktur auszubauen – dies macht ländliche Gegenden für Unternehmen attraktiver und löst das Problem der niedrigen Nachfrage. Der Kanton Bern kann in der Periferie eine Stärke entwickeln, wenn er sie gezielt weiterentwickelt – nur den Service am Public alleine am Leben zu erhalten, ohne in der Periferie gezielt neue wirtschaftliche Möglichkeiten zu schaffen wird den Kanton vor allem viel Geld kosten.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Fokus der kantonalen Energiepolitik liegt auf erneuerbaren Energien und Versorgungssicherheit. Ein Engagement für neue Atomkraftwerke ist weder Aufgabe noch Priorität des Kantons Bern
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Auf kantonseigenen Pachtflächen kann der Kanton mit gutem Beispiel vorangehen. Höhere ökologische Anforderungen sind sinnvoll, sofern sie praxisnah ausgestaltet sind und die Bewirtschaftenden angemessen begleiten.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Kanton kann mit gezielten Förderbeiträgen Anreize für den Umstieg auf erneuerbare Energien im Gebäudebereich setzen. Ergänzend zu den nationalen Massnahmen sind kantonale Programme sinnvoll, sofern sie wirksam und finanzierbar ausgestaltet sind.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Schweiz verfügt bereits über sehr hohe Tierschutzstandards. Die Mitte anerkennt Verbesserungsbedarf punktuell, lehnt jedoch pauschale weitere Verschärfungen ab, die Betriebe unverhältnismässig belasten und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft schwächen.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Wasserkraft ist ein zentraler Pfeiler der erneuerbaren Energieversorgung. Ein massvoller Ausbau im Grimsel- und Sustengebiet ist sinnvoll, ökologische Auswirkungen sollen berücksichtigt und sorgfältig abgewogen werden.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Schutz von Grossraubtieren ist wichtig. Es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass mit einer stärkeren und natürlichen Präsenz der Grossraubtiere auch eine stärkere Regulierung des Grossraubtierbestands notwendig ist. Dass mehr Abschüsse nötig sind, zeigt, dass das Anliegen der Wiederansiedlung von Grossraubtieren Früchte getragen. Dementsprechend sollte man Abschüsse ermöglichen, um das Nebeneinander von Viehwirtschaft und Grossraubtieren langfristig nicht zu gefährden.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Insbesondere in der Periferie ist dies sinnvoll, um die Ansiedlung von Unternehmen infrastrukturell attraktiv zu machen. Es ist eine Stärke des Kantons, dass er mehrere Zentren hat und in der Periferie Fläche für wirtschaftliche Nutzungen zur Verfügung steht. Dies sollte mit der infrastrukturellen Förderung als strategische Stärke des Kantons entwickelt werden.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Man kann nicht Zentrum sein, ohne auch die zugehörigen Lasten zu tragen. "S füfi und s Weggli gits nid". Hier muss man wohl in den sauren Apfel beissen und sagen, dass ein Ausbau nötig ist, wenn der Kanton Bern ein attraktiver Standort sein soll. Die Einflüsse auf Natur und Landwirtschaftsfläche sollen möglichst niedrig gehalten werden.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Langsamverkehr gewinnt an Bedeutung, insbesondere in Agglomerationen. Der Kanton kann den Ausbau unterstützen, wobei Planung und Umsetzung weiterhin eine wichtige Aufgabe der Gemeinden bleiben.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Entscheidend ist der Begriff «verkehrsorientiert». Auf solchen Strassen soll der Verkehrsfluss gewährleistet bleiben; aus Sicht der Mitte Kanton Bern sind pauschale Tempo-30-Regelungen dort nicht sinnvoll und sollen nur bei klarer sachlicher Begründung angewendet werden.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Persönlicher Zugang zu den Behörden kann wichtig sein und soll immer als Möglichkeit erhalten bleiben. Eine grundsätzliche Umstellung auf digitale Systeme kann aber für Wirtschaft und Bürger einen hohen Mehrwert und Vereinfachungen bringen, solange es immer auch die Option gibt, bei Bedarf auch persönlich auf ein Amt zu gehen.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Dies ist nur sinnvoll, wenn die Zahl der notwendigen Unterschriften erhöht wird, und zwar im Verhältnis zum kleineren Aufwand beim Sammeln. Ansonsten wird das Referendumsrecht möglicherweise ad ad absurdum geführt und zerstört unsere politische Kultur.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Entwicklungszusammenarbeit ist primär Sache des Bundes. Für den Kanton könnten aber gezielte Partnerschaften mit Kantonen und Teilstaaten im Ausland interessant sein, solange sie einen Mehrwert beim Austausch bringen und so auch die Ideen für Entwicklung im Kanton Bern bereichern können.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Dies ist eine Frage der Bundespolitik und nicht der Kantonsebene. Was die Bundesebene betrifft: Neutralitätspolitik muss glaubwürdig sein um einen Nutzen zu haben und ist immer abhängig von den internationalen Gegebenheiten. Die Schweiz sollte sich hier eine Strategie ausarbeiten, die dies berücksichtigt. Bei Sanktionen nur mitzumachen, weil gerade alle Freunde dies auch tun, untergräbt die Glaubwürdigkeit der Neutralität – und zerstört damit auch deren Nutzen für unsere befreundeten Staaten.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Dies kann eine gute Präventiv-Massnahme sein, um die Sicherheit an problematischen Orten zu erhöhen. Allerdings muss der Datenschutz sehr gut gewährleistet sein: Aufnahmen dürfen nur dann eingesehen werden, wenn es einen Vorfall gibt.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Dies ist eine staatliche Monopol-Aufgabe und deswegen soll sie durch die durch die Bürger des betroffenen Staates ausgeübt werden.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Das Demonstrationsrecht darf kein Freipass für Sachbeschädigungen oder Gewaltausübung sein. Extremismus ist immer Extremismus, egal ob er von links oder von rechts kommt. Hier muss der Staat bessere Mittel haben, um "Demo-Tourismus" und dadurch entstehende Gewalt und Zerstörung besser eindämmen zu können. Das friedliche und auch spontane Demonstrationsrecht muss aber in jedem Fall gewährleistet bleiben!
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Nationalität ist ohne einen breiteren Kontext irrelevant. Relevanter als die Nationalität wäre der Aufenthaltsstatus der Involvierten (Schweizer Bürger, C-Bewilligung, Asylbewerber, illegaler Aufenthalt, usw. )
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Dies ist insbesondere in ländlichen Gebieten manchmal ein Problem: Es dauert lange, bis die Polizei kommt und die Hürde fürs Ausrücken ist hoch. Vielleicht wäre ein Gemeinde-Milizdienst (ähnliche wie die Miliz-Feuerwehren) eine sinnvolle und kostengünstige Ergänzung im System. Es müsste sehr gut definiert werden, welche Kompetenzen so ein Gemeinde-Dienst hätte und die Ausbildung müsste sehr gut geregelt sein.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Comment
Ich bin der Meinung, dass Marktwirtschaft ein System ist, in dem Leistung honoriert wird – allerdings braucht es auch korrektive Eingriffe des Staates. Ich fühle mich dem Ideal der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Comment
Für ein Kind sind Eltern wichtig. Man sollte auf ein System hinarbeiten, wo sich die Eltern frei entscheiden können, wie sie die Betreuung aufteilen. Weder sollte man Menschen verurteilen, die ein klassisches Modell wählen, noch solche, die sich Aufgaben aufteilen. Auch eine Fremdbetreuung kann gut funktionieren, solange die Eltern sich ausserhalb der Betreuungszeiten genügend Zeit für die Kinder nehmen.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Comment
So eine Pauschalaussage ist sinnlos. Umstände sind wichtig und dementsprechend brauchen Gerichte eine Freiheit bei der Zumessung des Strafmasses. In jedem Fall ist die Wiedereingliederung in die Gesellschaft wichtig, um präventiv zu wirken und die Produktion von Sozialfällen durch Justizmassnahmen zu verhindern.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
Wir müssen zur Umwelt Sorge tragen. Aber Extrem-Forderungen bringen nichts. Neue Technologien müssen gefördert werden und es muss auch mal akzeptiert werden, wenn ein kleiner Teil der Umwelt für neue Technologien genutzt wird um so den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Stichwort: Höhere Kapazität der Stauseen, Solarenergie aus den Bergen. Hier muss man rasch gute Lösungen finden und nicht aus ideologischer "Füfi und Weggli" Mentalität Sachen blockieren, die uns helfen könnten, den CO2 Ausstoss reduzie
Comment
Die Mitte Kanton Bern misst der Bedeutung von bezahlbarem Wohnraum einen hohen Stellwert bei, sieht die Hauptverantwortung für den gemeinnützigen Wohnungsbau jedoch bei Gemeinden und privaten Akteuren. Kantonale Fördermittel sollen gezielt und zurückhaltend eingesetzt werden, statt generell ausgebaut zu werden.