Milena Schärli
Junge Grüne | 07.02
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Erhöhung Rentenalter
Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters (z.B. auf 67 Jahre)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Subventionierung Elternbeiträge Kitas
Sollen die Elternbeiträge der Kindertagesstätten stärker von der Stadt St. Gallen subventioniert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein gut ausgebautes, modernes und angebotsorientiertes Kita-Angebot ist ein wichtiger Standortfaktor einer modernen Stadt, die sich für die Gleichstellung aller Geschlechter und eine soziale Familienpolitik einsetzt. Zudem ist eine stärkere Unterstützung von einkommensschwachen Familien gerade angesichts der aktuellen Teuerung notwendig, v.a. im Hinblick auf die Chancengleichheit der Kinder.
Erhöhung Haushaltshilfe-Tarife
Die städtischen Tarife für die Haushalthilfe (Spitex , Pro Senectute, Haushilfe- und Entlastungsdienst) werden u.a. wegen der Teuerung um 12% angehoben. Befürworten Sie diese Massnahme?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Massnahme trifft Personen, die auf die Unterstützungsangebote zu Hause angewiesen sind. Diese sind durch die allgemein gestiegenen Kosten (Mieten, Teuerung, Krankenkassen) ohnehin stark belastet. Es besteht damit die Gefahr, dass Personen künftig aus finanziellen Gründen auf gewisse Leistungen verzichten müssen oder zu einem stationären Aufenthalt in einem Pflegeheim gezwungen werden.
Ausbau Tagesstrukturen an Schulen
Sollen Schulen in der Stadt vermehrt mit integrierten Betreungsangeboten wie Tagesschulen und Mittagstisch ausgestattet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Dass die Tagesbetreuung ausgebaut wird, ist eigentlich unbestritten. Ein attraktives Betreungsangebot erlaubt eine zeitgemässe Familienpolitik. Zudem schaffen Betreeungsangebote Rahmenbedingungen für neue, flexible und individuelle Arbeitsmodelle. Tagesschulen sind in der Stadt aktuell noch nicht mehrheitsfähig, könnten aber gerade auch für Kinder mit besonderem Integrations- oder Förderbedarf sinnvoll sein.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das Ziel ist, den Bedürfnissen aller Kinder bestmöglichst Rechnung zu tragen. Integration ist grundsätzlich anzustreben, aber nicht um jeden Preis. Um eine Überforderung von Kindern und Lehrpersonen zu vermeiden, muss es auch künftig möglich sein, Kinder mit besonderen Bedürfnissen separat zu beschulen. Die Anstrengungen sollten auch in eine bessere Unterstützung der Klassenlehrpersonen gehen. Deshalb setzen sich die JGSG bsp. für genügend Ressourcen bei der schulischen Heilpädagogik ein.
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich die Stadt stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Bildungschancen hängen heute stark von der sozialen Herkunft ab. Die Chancengleichheit (die ein Staatsziel gemäss Bundesverfassung darstellt) ist nicht realisiert. Ein stärkeres Engagement von Kanton und Gemeinden ist somit geboten. Der frühen Förderung (z.B. Spielgruppen-Angebote) kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
Separativer Unterricht
Sollen fremdsprachige Kinder vermehrt in separaten Klassen unterrichtet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Förderung der deutschen Sprache muss bereits im Vorschulalter ansetzen - in Spielgruppen und Kindergarten. Getrennte Fremdsprachenklassen führen zu Isolation und erschweren die Integration der Kinder. Damit auch ältere fremdsprachige Kinder die Sprache möglichst schnell lernen und sich somit integrieren können, muss das Angebot der DaZ- Stunden(Deutsch als Zweitsprache) ausgebaut werden. Dies soll zur Entlastung von Lehrpersonen beitragen, welche fremdsprachige Kinder in der Klasse haben.
Stärkerer Fokus Grundlagenfächer
Soll in Primarschulen ein stärkerer Fokus auf Grundlagenfächer (Mathematik/Deutsch) gelegt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Stundentafel in den Primarschulen ist austariert und steht im Einklang mit den Zielen des Lehrplan 21. Im Lehrplan 21 werden Kompetenzen fächerübergreifend gefördert. Dazu gehören auch Fächer wie Mathematik und Deutsch. Ein stärkerer Fokus auf die Grundlagenfächer würde zulasten anderer Fachbereiche gehen - Kinder mit anderen Stärken könnten diese nicht entdecken und ihnen nachgehen. Kreativität, kritisches Hinterfragen und soziale Kompetenzen sind genauso wichtige Fähigkeiten!
Migration & Integration
Reduktion Einbürgerungsgebühren
Die Stadt St.Gallen verzichtet seit kurzem auf Einbürgerungsgebühren für unter 25-jährige. Sollen die Einbürgerungsgebühren auch für über 25-jährige Personen reduziert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wir begrüssen den Abbau von Hürden im Einbürgerungsverfahren. Die Stadt St.Gallen weist einen (steigenden) Ausländer:innenanteil von rund 33% aus (CH:27%). Für eine funktionierende Demokratie ist es essenziell, dass ALLE Menschen, die von politischen Entscheidungen betroffen sind, auch mitreden und mitbestimmen können. Die JGSG setzen sich deshalb auch für eine Senkung des Stimm- und Wahlrechtsalters ein.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine Kündigung der Bilateralen wäre für die Schweiz mit vielen Nachteilen verbunden, die mit einem Freihandelsabkommen nicht kompensiert werden können. Die Delegiertenversammlung der JG Schweiz unterstützt deshalb die Europa-Initiative. Im Beschluss dazu heisst es: "Die JG engagieren sich aktiv und sichtbar in der öffentlichen europapolitischen Diskussion und betonen die ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen, die es für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Schweiz mit Europa braucht
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht in den Gemeinden in St.Gallen erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die JGSG sind der Meinung, dass alle Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in der Stadt St.Gallen haben, sprich hier Arbeiten, Steuern bezahlen und von politische Entscheidungen betroffen sind, auch hier mitbestimmen können sollen. Eine Demokratie wird nämlich nicht kleiner, sondern nur stärker, wenn mehr Menschen daran teilhaben. St.Gallen soll eine Stadt für alle sein!
Minimale Unterstützung Asylsuchende
Soll die Gemeinde die finanzielle Unterstützung von Asylsuchenden auf ein Minimum reduzieren (z.B. Verzicht auf Kostenübernahme für Weiterbildungsprogramme)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Sozialhilfe sichert die Existenz der unterstützten Personen. Gerade im Asyl- und Flüchtlingsbereich gilt es, die soziale und berufliche Integration nachhaltig zu fördern. Gelingt es, Asylsuchende in den Arbeitsmarkt und gesellschaftlich zu integrieren, hat dies weit positivere Folgen als eine Reduktion der Sozialhilfeausgaben. Die JGSG setzen sich für ein offenes St.Gallen ein, wo alle Menschen willkommen sind und man miteinander und nicht gegeneinander arbeitet!
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Neue Bibliothek St. Gallen
Befürworten Sie das Bibiliotheksprojekt "Neue Bibliothek St.Gallen" (Erstellung einer gemeinsamen Bibliothek am Standort Union/Blumenmarkt)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Im kantonalem Bibliotheksgesetz (Im Kantonsrat gutgeheissen im Jahr 2014) steht: "Der Kanton führt an zentraler Lage eine Publikumsbibliothek mit einem breiten multimedialen Angebot für die ganze Bevölkerung." Diesem Anliegen kommen Kanton und Stadt mit dem Bau der Neuen Bibliothek Union nach. Es handelt sich dabei nicht um eine reine Ausleihmöglichkheit von Büchern, sondern um einen publikumsorientierten, attraktiven Ort des Wissens, der die Innenstadt in St.Gallen massiv beleben wird.
Reduktion Kulturförderung
Befürworten Sie eine Reduktion der Städtischen Kulturförderung (Sparprogramm "Fokus25")?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Kultur leistet einen unverzichtbaren Beitrag zu gesellschaftlichen Integration und Reflexion. Zudem ist sie ein Wirtschaftsfaktor. Eine vielfältige Kulturförderung ist deshalb eine bedeutende Aufgabe des Staates, für die genügend Mittel zur Verfügung stehen müssen. Gerade auch seit der Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig die städtischen Kulturorte sind. Zudem arbeiten Kulturschaffende häufig im Niedriglohnbereich und gehören daher anständig bezahlt.
Verzicht geschlechtsneutrale Sprache
Soll auf die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache in offiziellen Publikationen der Stadt St. Gallen verzichtet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Durch die Verwendung geschlechtergerechter Sprache machen wir Personen sichtbar, die sonst häufig von der Gesellschaft nicht berücksichtigt werden. Unsere Sprache wird dadurch inklusiver. Es schafft zudem ein Bewusstsein dafür, dass es nicht nur zwei Geschlechtsidentitäten gibt. Zudem kann auf diese Weise mit Gender-Stereotypen gebrochen werden. Sprache ist ein Teil der Gleichberechtigung.
Ausbau barrierefreie Bushaltestellen
Seit Anfang Jahr müsste der ÖV rollstuhlgerecht nutzbar sein. Soll in der Stadt der Ausbau barrierefreier Bushaltestellen (zusätzlich) beschleunigt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Damit sich Rollstuhlnutzer:innen eigenständig fortbewegen können, sind sie auf barrierefreien ÖV angewiesen. Die Barrierefreiheit gehört zu den zwingenden Anforderungen einer attraktiven und zeitgemässen ÖV-Infrastruktur. Der Umbau der Haltestellen ist gesetzlich vorgeschrieben und muss darum jetzt endlich zügig umgesetzt werden.
Finanzen & Steuern
Stärkere Beteiligung Zentrumslasten
Soll sich die Stadt dafür einsetzen, dass sich umliegende Gemeinden finanziell stärker an den Zentrumslasten beteiligen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Stadt St.Gallen trägt aufgrund ihrer klaren und alleinigen Zentrumsfunktions als einzige grössere Stadt in der Ostschweiz finanzielle Zusatzlasten von rund 36 Millionen Franken pro Jahr, die auswärtigen Gästen (insbesondere Einwohner:innen aus dem restlichen Kanton St.Gallen) zugute kommen. Dies vorallem im Kulturbereich, im öV oder im Sozialbereich. Aus diesem Grund sollten Gemeinden mit vorteilhaften Rahmenbedingungen benachteiligte Gemeinden finanziell unterstützen.
Steuersenkungen
Befürworten Sie weitere Steuersenkungen in der Stadt St.Gallen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Jungen Grünen befürworten auf Grund der aktuellen Teuerung eine Anpassung des Steuertarifs, um Personen mit niedrigem Einkommen gezielt zu entlasten. Weitere Steuersenkungen lehnen wir klar ab, weil von solchen vor allem reiche Personen profitieren. Im Gegenteil - ich plädiere dafür, dass Reichtum stärker besteuert wird und diese Einnahmen für den Ausbau des Service Public verwendet werden. Gratis ÖV, günstiger Wohnraum, ein nicht-profitorientiertes Gesundheitssystem - das wäre möglich.
Erhöhung Sparanstrengungen
Sollen die Sparanstrengungen in der Stadt St.Gallen erhöht werden (z.B. Verzicht auf nicht dringende Ausgaben)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nur ein starker Staat kann sich für die Anliegen der gesamten Bevölkerung einsetzen. Sparvorlagen gehen immer zulasten der Schwächsten.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die JGSG begrüssen die Einführung einer Individualbesteuerung aus gleichstellungspolitischen und volkswirtschaftlichen Überlegungen. Die Individualbesteuerung trägt dazu bei, die wirtschaftliche Eigenständigkeit und die soziale Absicherung von Zweitverdiener*innen – i.d.R noch immer Frauen – zu erhöhen. Damit es keine allzu hohen Mindereinahmen gibt, plädieren die JGSG dafür, die Grenzsteuersätze im höchsten Einkommensbereich anzuheben.
Wirtschaft & Arbeit
Freihandelsabkommen mit USA
Soll die Schweiz ein umfassendes Freihandelsabkommen (inkl. Landwirtschaft) mit den USA anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Freihandel ist wenn denn nur legitim, wo faire Wettbewerbsbedingungen gewährleistet werden können. Dies ist im Bereich der Landwirtschaft sicherlich nicht der Fall. Die Landwirtschaft in den USA ist in Bezug auf den Industrialisierungsgrad und die Umweltstandards nicht mit der Schweizer Landwirtschaft vergleichbar.
Konzernverantwortung
Sollen Schweizer Unternehmen, deren Tochterfirmen oder Zulieferer im Ausland tätig sind, zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards verpflichtet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Es kann nicht sein, dass Schweizer Unternehmen in anderen Ländern Menschenrechte missachten und die Umwelt zerstören. Schweizer Grossunternehmen und Konzerne müssen konsequent in die Pflicht genommen werden. Dazu gehört beispielsweise die umfassende Kontrolle ihrer Lieferketten. Da die EU an einem Gesetz arbeitet, welches Konzerne in die Pflicht nimmt, gehört die Schweiz bald zu den wenigen Ländern in Europa ohne Konzernverantwortung. Das müssen wir ändern.
Liberalisierung Ladenöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Öffentliche Ruhezeiten und Ruhetage erfüllen wichtige sozial- und gesundheitspolitische Funktionen. Eine 24-Stunden-Gesellschaft ist keinesfalls erstrebenswert.
Einführung Mindestlohn
Zürich und Winterthur haben einen städtischen Mindestlohn eingeführt. Soll auch in der Stadt St.Gallen ein städtischer Mindestlohn (CHF 4000 für eine Vollzeitstelle) gelten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Unsere Einkommenspolitik ist verkehrt. Viele Menschen verdienen nicht, was sie verdienen. Personen, die in systemrelevanten Branchen, wie zum Beispiel der Pflege arbeiten, verdienen so viel, dass sie gerade mal über die Runden kommen. Manager verdienen das zig-fache, ist ihr Beruf einfach wichtiger? Nein ganz und gar nicht. Denn ohne Pfleger:innen gäbe es auch keine Manager:innen! Wir müssen etwas an unserer Einkommenpolitik ändern; ein Mindestlohn ist ein Schritt in die richtige Richtung!
Stadtentwicklung & Raumplanung
Lockerung Wohnbauvorschriften
Sollen die Vorschriften für den Bau von Wohnraum gelockert werden (z.B. Denkmalschutz, Lärmschutz, Ausnutzungsziffern)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll die Stadt vermehrt gemeinnützigen und preisgünstigen Wohnraum fördern?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Absolut! Gerade der Mietmarkt ist aktuell von steigenden Preisen betroffen. Wohnen ist ein Grundrecht und soll für alle Menschen möglich sein. Es kann nicht sein, dass Menschen, die mit ihrer Wohnsituation zufrieden sind, vedrängt werden, nur weil ihre Wohnungen unnötigerweise aufgewertet werden. Meiner Ansicht nach muss es das Ziel sein, Wohnen vom Profit zu trennen, um wirklich auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen zu können.
Ausbau Grünanlagen
Befürworten Sie den Ausbau von Grünanlagen (Parks) in der Stadt?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Grünflächen kühlen das Klima, erhöhen die Biodiversität und tragen somit wesentlich zum Wohl der Bevölkerung bei. Ausserdem schaffen sie Raum für Kultur und Begegung.
Sanierung Parkgarage Kreuzbleiche
Befürworten Sie die Sanierung und Modernisierung der Parkgarage Kreuzbleiche?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
In Zeiten der Klimakrise ist es wichtig, dass nicht Parkgaragen, sondern der öffentliche Verkehr ausgebaut wird. Dass Menschen jedoch tatsächlich auf den ÖV umsteigen können, muss er für alle finanzierbar sein! Diese Millionen, die nun in Sanierung der Garage fliessen, hätten in andere Projekte fliessen können, die den öffentlichen Verkehr fördern.
Umwelt & Energie
Klimaschutz durch Anreize
Soll zur Erreichung der Klimaziele ausschliesslich auf Anreize und Zielvereinbarungen anstatt auf Verbote und Einschränkungen gesetzt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Klimakrise wartet nicht. Anreize sind wenig effektiv und langsam. Zudem richten sie sich oft an Einzelpersonen, während die tatsächlichen Hauptverursacher der Klimakrise – grosse Unternehmen und Konzerne – zur Verantwortung gezogen werden müssen. In einem alternativen System sollte Umweltschutz nicht durch Anreize gefördert werden müssen, sondern die grundlegende Voraussetzung für jegliches gesellschaftliches und wirtschaftliches Handeln bilden.
Kürzung Förderbeiträge Photovoltaik
Die Stadt St. Gallen hat kürzlich beschlossen die Förderbeiträge für Photovoltaikanlagen zu kürzen. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
In der Stadt St.Gallen wird so viel Solarstrom produziert wie noch nie. Das Ziel gemäss städtischem Energiekonzept scheint auch ohne Förderprogramm erreichbar. Der Anreiz, selbst Strom zu produzieren, wird durch die steigende Strompreise grösser – auch ohne Förderbeiträge. Zudem werden mit dem Förderprogramm bereits eher privilegierte Hausbesitzer:innen unterstützt. Die JGSG werden allerdings beobachten, wie die Mittel des Energiefonds künftig eingesetzt werden.
Biodiversitäts-Initiative
Befürworten Sie die Biodiversitäts-Initiative, die Bund und Kantone dazu verpflichtet, die erforderlichen Flächen sowie mehr finanzielle Mittel bereitzustellen, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen? (Eidg. Abst. vom Sept. 24)
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten ist gefährdet oder bereits ausgestorben. Die Hälfte der Lebensräume ist bedroht. Wir brauchen die Biodiversität, um zu überleben. Denn eine vielfältige Natur sorgt für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung und gesunde Nahrung. Sie ist von unschätzbarem Wert für uns, unsere Kinder und Enkelkinder. Deshalb müssen wir sie erhalten.
Verkehr
Tempo 30 Gemeindestrassen
Befürworten Sie die Temporeduktionen auf Gemeindestrassen auf Tempo 30? (bspw. Davidstrasse)
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Ausbau Langsamverkehr
Soll in der Stadt St. Gallen die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll die Stadt St. Gallen mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Um die Klimakrise abzuwenden, soll der öffentliche Verkehr in der Stadt St.Gallen zum Haupttransportmittel werden! Damit der ÖV zugänglich für alle ist, muss er erschwingliche oder gar keine Preise haben.
Wiedereinführung Tram
Befürworten Sie die Bestrebungen zur (Wieder-)Einführung eines Trams in der Stadt St.Gallen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Gerade auf der Ost-West-Achse könnte mittel- bis langfristig die Einführung eines Trams die Mobilitätsbedürffnisse der städtischen Bewohner:innen in Zukunft besser abdecken. Jedoch ist der Platz dazu nur beschränkt vorhanden. Wichtiger ist es, dass der öV nicht durch den Individualverkehr ausgremst wird.
Zubringer Güterbahnhof
Befürworten Sie das Projekt "Zubringer Güterbahnhof" im Rahmen der Engpassbeseitigung?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Zusätzliche Verkehrsinfrastrukturen generieren zusätzlichen Verkehr. Die Menge des motorisierten Verkehrs darf inbesondere in städtischen Gebieten nicht weiter zunehmen, sondern muss reduziert werden. Solche Strassenprojekte sind deshalb Fehlinvestitionen. Die finanziellen Mittel müssten in nachhaltige Verkehrsträger (ÖV, Fuss- und Veloverkehr) investiert werden.
Politisches System & Digitalisierung
Ausbau Mobilfunknetz (5G)
Soll das Schweizer Mobilfunknetz möglichst flächendeckend mit der neusten Technologie ausgestattet werden (aktuell 5G-Standard)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Engere Beziehungen zur EU
Befürworten Sie engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Viele drängende Probleme unserer Zeit (z.B. Klimakrise) lassen sich nur durch internationale Zusammenarbeit lösen. Die JGSG Schweiz unterstützen deshalb die Europa Initiative.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz zu einer strikten Auslegung der Neutralität zurückkehren (weitgehender Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Schweiz hat ihr Neutralitätsverständnis im Verlauf der Geschichte immer wieder den weltpolitischen Umständen angepasst. Es stellt sich die Frage, ob die Neutralität überhaupt noch ein sinnvolles Konzept ist. Wenn Staaten wie Russland oder Israel das Völkerrecht missachten, kann die Schweiz keine neutrale Haltung einnehmen. Gerade kleine Staaten haben ein besonderes Interesse daran, dass das Völkerrecht respektiert wird.
Sicherheit & Polizei
Aufhebung Bettelverbot
Soll das Bettelverbot an öffentlichen Plätzen vollständig aufgehoben werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Ein strenges Bettelverbot trifft vulnerable Personen unserer Gesellschaft und verschärft ihre Situation weiter. Ausserdem löst ein Bettelverbot das Problem nicht ansatzweise, sondern sorgt lediglich dafür, dass bettelnde Menschen aus dem Stadtbild verschwinden, was sie weiter an den Rand der Gesellschaft drängt und die Gesellschaft eher eher dazu verleitet, ihre Herausforderungen zu vergessen.
Erhöhung Polizeipräsenz
Soll die Polizeipräsenz in der Stadt St.Gallen erhöht werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Wenn sich ein Teil der Bevölkerung unsicher fühlt, ist politischer Handlungsbedarf gegeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Polizeipräsenz erhöht werden muss. Stattdessen sollten gezielt Alternativen erarbeitet werden, die darauf abzielen, dass sich von Diskriminierung betroffene Gruppen wie BIPOC, queere Menschen und FINTA-Personen sicherer fühlen. Dies könnte beispielweise in Form einer Anlaufstelle für Hatecrimes geschehen.
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie den Ausbau der Videoüberwachung in der Stadt St.Gallen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Comment
Die freie Marktwirtschaft verursacht bereits jetzt grosses Leid, die Schere zwischen armen und reichen Menschen in der Schweiz ist riesig. Langfristig zerstört die freie Marktwirtschaft unseren Planeten. Statt unendlichem Wachstum und rücksichtsloser Profitmaximierung soll eine intakte Umwelt und das Wohlergehen aller Menschen zur Priorität der Wirtschaft werden.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Umweltschutz vor Wirtschaftswachstum
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
Wir rasen mit Vollgas auf die Umweltkatastrophen zu. Die Auswirkungen der Klimakrise sind an vielen Orten – vor allem im globalen Süden – bereits Realität. Die Jungen Grünen fordern einen tiefgreifenden Wandel hin zu einem System, das unsere natürlichen Ressourcen schont und ein gutes Leben für alle ermöglicht.
Umverteilung
Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Es ist notwendig, dass der Staat durch Umverteilung die Einkommens- und Vermögensunterschiede ausgleicht."
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Comment
Die Jungen Grünen wollen den Reichtum gerecht umverteilen und kämpfen gegen das kapitalistische System, in dem sich eine Handvoll Milliardäre bereichert, während die Arbeiter*innen immer mehr für ihre Grundbedürfnisse wie Gesundheit, Wohnen und Nahrung bezahlen müssen.
Comment
Rentenaltererhöhungen sind unsozial. Sie werden auf dem Rücken derjeniger ausgetragen, die es sich nicht leisten können, sich frühpensionieren zu lassen. Die JGSG befürworten eine Flexiblisierung des Rentenalters. Der unterschiedlichen gesundheitlichen Belastung von Berufsgruppen sowie der Geschlechtergerechtigkeit muss Rechnung getragen werden. Die AHV ist eine sehr solidarische und soziale Errungenschaft, die aufgrund der Umverteilung unbedingt erhalten und nicht geschwächt werden soll.