Markus Hänni
Evangelische Volkspartei | 13.11.1
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Unbedingt. Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen sind ein wirksames Mittel, um Armut zu verhindern und Kindern faire Startchancen zu ermöglichen. Wer trotz Arbeit kaum über die Runden kommt, braucht gezielte Unterstützung. Das stärkt den sozialen Zusammenhalt und wirkt langfristig auch präventiv.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Missbrauch von Sozialleistungen untergräbt das Vertrauen in den Sozialstaat und schadet den Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Bei konkretem Verdacht auf Straftaten soll eine verhältnismässige und rechtsstaatlich klare Überwachung möglich sein. Pauschale Verschärfungen lehne ich jedoch ab.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein Ausbau der bezahlten Elternzeit über den bestehenden Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub hinaus ist grundsätzlich prüfenswert. Sinnvoller wäre jedoch eine nationale Lösung, statt dass einzelne Kantone eigene Regelungen einführen, um ein einheitliches Vorgehen und Wettbewerbsneutralität zu gewährleisten.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Es ist richtig, dass niemand durch Krankenkassenprämien in finanzielle Not geraten sollte. Eine gezielte Erhöhung der Prämienverbilligung für Menschen mit tiefem Einkommen entlastet Haushalte, bleibt aber finanziell tragbar und wahrt die Eigenverantwortung. Eine generelle Grenze von 10 % sollte geprüft, aber sorgfältig umgesetzt werden.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja, die Grundversorgung soll in allen Regionen nah und zugänglich bleiben, während spezialisierte Spitzenmedizin zentralisiert wird. So bleibt die Gesundheitsversorgung effizient, qualitativ hochstehend und wirtschaftlich tragbar, ohne dass Regionen benachteiligt werden.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja, integrative Schulen fördern Chancengleichheit und soziale Kompetenz, weil Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten gemeinsam lernen. Gleichzeitig muss die pädagogische Unterstützung ausreichend sein, damit alle Kinder optimal gefördert werden. Individuelle Förderung und Ressourcen sind entscheidend, damit Integration erfolgreich gelingt.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Kinder mit geringen Deutschkenntnissen sollen gezielt gefördert werden. Vorübergehender Unterricht in separaten Klassen oder punktuell in einzelnen Lektionen ist sinnvoll, solange das Ziel klar bleibt: schnelle Integration in den regulären Unterricht, damit Kinder optimal lernen und sozial eingebunden bleiben.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Nein, Englisch sollte nicht die erste Fremdsprache ersetzen. Die Landessprachen Deutsch und Französisch sind zentral für Integration, Kulturverständnis und regionale Identität. Englisch kann weiterhin früh als zweite Fremdsprache gefördert werden, um internationale Kompetenzen zu stärken, ohne die Grundlagen der Landessprachen zu gefährden.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja, gleiche Bildungschancen sind zentral für Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Förderangebote wie Gutscheine für Schüler/-innen aus einkommensschwachen Familien oder höhere Stipendien können gezielt unterstützen, ohne das Schulsystem unnötig zu belasten. So werden Talente gefördert und soziale Ungleichheiten reduziert. Es ist wichtig, sich aktiv gegen die Vererbung von Armut einzusetzen.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Nein, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene sollte grundsätzlich den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern vorbehalten bleiben. Ein langjähriger Aufenthalt kann Integration fördern, politische Rechte bleiben aber ein Kernbestandteil der Staatsbürgerschaft. Alternative Beteiligungsmöglichkeiten wie Mitwirkungsrechte oder Anhörungen können Ausländerinnen und Ausländer einbeziehen, ohne das Stimmrecht einzuführen.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja, besonders schutzbedürftige Menschen wie Kinder oder Folteropfer sollen aufgenommen werden, wenn die Aufnahmen planbar, finanziell tragbar und integrationsfähig sind. So wird humanitäre Verantwortung übernommen, ohne die kantonalen Ressourcen zu überlasten.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja, der Kanton soll Ausländerinnen und Ausländer gezielt bei der Integration unterstützen, etwa durch Sprachförderung und zusätzliche Sozialarbeit. Wichtig ist, dass die Massnahmen zielgerichtet, effizient und finanziell tragbar sind, damit Integration gelingt, ohne die kantonalen Ressourcen zu überlasten.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja, das kantonale Einbürgerungsgesetz soll verschärft werden. Bewerberinnen und Bewerber sollten gute Sprachkenntnisse sowie Kenntnisse der Schweizer Werte und Rechtsordnung nachweisen. So wird sichergestellt, dass Eingebürgerte die Gesellschaft aktiv mittragen können. Wünschenswert sind einheitliche Regelungen, damit kantonale Unterschiede minimiert werden.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Bezahlkarten für Asylsuchende können sinnvoll sein, um Missbrauch zu verhindern und die Verwaltung effizienter zu gestalten. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass die Grundbedürfnisse wie Essen, Unterkunft und medizinische Versorgung jederzeit gedeckt sind. So bleibt die Unterstützung zielgerichtet und verantwortungsbewusst.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Nein, die Schweiz sollte die Bilateralen Verträge mit der EU nicht kündigen. Sie sichern den Zugang zum Binnenmarkt und wirtschaftliche Stabilität. Anpassungen oder Ergänzungen können geprüft werden, insbesondere bei der Personenfreizügigkeit, aber ein vollständiger Abbruch würde Handel, Arbeitsplätze und Wohlstand gefährden.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja, die Beteiligung des Kantons an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern ist sinnvoll. Sie sichert kulturelle Infrastruktur, fördert das kulturelle Leben in der Stadt und im Kanton und erhält das Museum langfristig als attraktive Institution für Bevölkerung und Tourismus. Gleichzeitig sollten Kosten und Planung verantwortungsbewusst umgesetzt werden.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Nein, der Kanton Bern sollte sich nicht für eine generelle Legalisierung von Cannabis einsetzen. Prävention, Aufklärung und kontrollierte Strafverfolgung sind wichtig, um Gesundheit, Sicherheit und Jugendschutz zu gewährleisten. Allenfalls können medizinische Anwendungen reguliert und erlaubt werden, ohne die Risiken einer breiten Freigabe zu erhöhen.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja, kantonale Stellen sollten kein Gendersternchen oder ähnliche Zeichen verpflichtend verwenden müssen. Die Kommunikation sollte klar, verständlich und professionell bleiben. Gleichzeitig können inklusive Formulierungen ohne Zwang genutzt werden, um niemanden auszuschließen, aber ohne dass die Verständlichkeit leidet oder zusätzliche Vorschriften entstehen.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Kantonskantinen und Personalrestaurants sollten nicht verpflichtet sein, tierische Produkte anzubieten. Die Angebote sollten sich an der Nachfrage orientieren, sodass alle Ernährungsbedürfnisse berücksichtigt werden. Freiwillige vegetarische oder vegane Optionen können weiterhin angeboten werden, ohne dass ein rigider Zwang entsteht.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja: Der Kanton soll die regionale und kantonale Medienberichterstattung finanziell unterstützen, um Vielfalt, Qualität und lokale Informationen sicherzustellen. Dabei sollte die Förderung transparent, sachlich und unabhängig gestaltet werden, sodass die Medien ihre redaktionelle Freiheit behalten und trotzdem finanziell gestärkt werden.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ja: Die Landeskirchen leisten einen wichtigen Beitrag für Gesellschaft, Bildung, Kultur und soziale Angebote. Die finanzielle Unterstützung durch den Kanton sichert diese Leistungen für alle Bürgerinnen und Bürger und ermöglicht gemeinnützige, soziale und kulturelle Projekte nachhaltig. Transparenz und effiziente Mittelverwendung sind dabei selbstverständlich.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine Senkung der kantonalen Steueranlage kann Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen entlasten und die Kaufkraft stärken. Entscheidend ist, dass sie verantwortungsbewusst, schrittweise und so gestaltet wird, dass die Finanzierung der kantonalen Aufgaben und Leistungen weiterhin gesichert bleibt.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die kantonale Schuldenbremse schützt die Finanzstabilität des Kantons und sichert langfristig die Finanzierung von Bildung, Infrastruktur und sozialen Leistungen. Eine Lockerung würde das Risiko einer übermässigen Verschuldung erhöhen und die Generationengerechtigkeit gefährden.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Individualbesteuerung würde die Heiratsstrafe durch eine inakzeptable Familienstrafe ersetzen und einen gigantischen Bürokratiekloss erzeugen.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Anpassungen im Finanzausgleich, die Städte wie Burgdorf und Langenthal für ihre Zentrumslasten entschädigen, sind sinnvoll, um regionale Gerechtigkeit zu fördern. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die Leistungen für die Stadt Bern nicht zu stark beeinträchtigt werden, damit wichtige Aufgaben und Angebote weiterhin finanziert bleiben.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften würde Eigentümerinnen und Eigentümer stärker belasten und den Wohnungsmarkt belasten. Stattdessen sollten faire, praktikable Lösungen gesucht werden, die den Immobilienmarkt stabil halten und keine neuen finanziellen Hürden schaffen.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Beteiligung des Kantons an der BEKB sichert stabile regionale Finanzdienstleistungen und ermöglicht Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons. Eine Reduktion auf unter 50 % würde diesen Einfluss schwächen und könnte langfristig die Standort- und Finanzstabilität beeinträchtigen.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein genereller Mindestlohn von CHF 4’200 würde viele Unternehmen, besonders KMU, stark belasten und könnte zu Arbeitsplatzverlusten oder weniger Einstiegsstellen führen. Statt eines starren Mindestlohns sind zielgerichtete Förderungen, Weiterbildung und Ausbildungsunterstützung sinnvoller, um faire Löhne und Chancengleichheit zu gewährleisten.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten würde Mitarbeitende stark belasten und soziale Strukturen gefährden. Arbeitszeiten sollten verantwortlich geregelt bleiben, um faire Arbeitsbedingungen und genügend Freizeit sicherzustellen.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Lohn ist die am einfachsten messbare Grösse, bildet aber andere arbeitsvertragliche Rahmenbedingungen nicht ab. Bei Ausschreibungen werden die Einhaltung der Lohngleichheit sowie weitere Kriterien bereits überprüft, sodass strengere Kontrollen nicht nötig sind.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Plattformen wie Uber-Taxis bieten Vorteile, müssen aber fairen Wettbewerb, Sicherheit und gesetzliche Rahmenbedingungen einhalten. Eine stärkere Regulierung, z. B. durch Bewilligungspflichten, schützt Kunden, Fahrerinnen und Fahrer und stellt sicher, dass lokale Taxiunternehmen nicht benachteiligt werden.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein attraktiver ländlicher Lebensraum wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Regionen aus und entschärft die Wohnungsnot in den Zentren. Der Service Public sollte in ländlichen Gebieten gezielt unterstützt werden, damit Mobilität, Verwaltungsdienstleistungen und andere Angebote für alle erreichbar bleiben.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Atomkraftwerke sind mit hohem Risiko, Entsorgungsproblemen und immensen Kosten verbunden. Der Kanton sollte stattdessen auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit setzen, um die Stromversorgung nachhaltig und verantwortungsbewusst zu gestalten.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Höhere ökologische Anforderungen auf verpachteten Landwirtschaftsflächen fördern nachhaltige Bewirtschaftung, Bodengesundheit und Biodiversität. Gleichzeitig müssen die Auflagen realistisch und umsetzbar bleiben, damit die Betriebe wirtschaftlich stabil bleiben und die Landwirtschaft weiterhin ein attraktiver Lebens- und Arbeitsraum ist.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Erhöhte Förderbeiträge für erneuerbare Energien im Gebäudebereich fördern energieeffizientes Bauen, Klimaschutz und moderne Infrastruktur wie Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Wichtig ist, dass die Förderungen zielgerichtet, effizient und finanziell tragbar sind, um langfristig nachhaltige Effekte zu erzielen.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Strengere Auflagen würden die Preise erhöhen und so mehr Importprodukte mit schlechteren Haltungsbedingungen begünstigen. Echter Tierschutz umfasst zudem weitere Aspekte als nur Auslauf, weshalb zusätzliche kantonale Vorschriften hier wenig effektiv wären.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Ausbau der Wasserkraft im Grimsel- und Sustengebiet ist notwendig, um die Schweizer Stromversorgung zu sichern, erneuerbare Energien zu fördern und die Abhängigkeit von Importenergie zu reduzieren. Ökologische Aspekte sind zu berücksichtigen, dürfen aber die Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung nicht verhindern.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Wolf und Luchs sollen stärker geschützt werden, da sie für Biodiversität und Naturschutz wichtig sind. Gleichzeitig müssen präventive Abschüsse und Herdenschutzmassnahmen möglich bleiben, um Landwirtschaft und Bevölkerung zu schützen. So wird eine praktische Koexistenz ermöglicht.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Mehr Mittel für den öffentlichen Verkehr stärken Mobilität, Umweltfreundlichkeit und Chancengleichheit. Die Mittel sollten zielgerichtet, effizient und finanzierbar eingesetzt werden, damit der Ausbau nachhaltig ist und auch ländliche Regionen gut angebunden bleiben.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Ausbau der A1/A6 bei Bern verbessert Verkehrssicherheit, Kapazität und regionale Erreichbarkeit. Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen sollen umgesetzt werden, um Nachhaltigkeit und Lebensqualität zu sichern. Der Ausbau unterstützt Wirtschaft, Pendler und logistische Infrastruktur gleichermassen.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Ausbau der Infrastruktur für den Langsamverkehr verbessert Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Lebensqualität. Velowege, Fuss- und Wanderwege fördern Gesundheit, nachhaltige Mobilität und Entlastung des Strassenverkehrs. Die Mittel sollten zielgerichtet und effizient eingesetzt werden, um nachhaltige Wirkung zu erzielen.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Tempo 30 sollte auf verkehrsorientierten Strassen nicht flächendeckend vorgeschrieben werden, um den Verkehrsfluss und die Erreichbarkeit zu gewährleisten. Dort, wo es die Sicherheit von schwächeren Verkehrsteilnehmern oder die Lebensqualität der Anwohnenden erfordert, ist Tempo 30 sinnvoll und schützt alle.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Digitale Dienstleistungen sind wichtig und sinnvoll, sollten aber nicht exklusiv angeboten werden. Viele Menschen, insbesondere ältere oder weniger technikaffine, müssen weiterhin analoge Zugänge haben, um Chancengleichheit, soziale Teilhabe und Zugänglichkeit zu gewährleisten.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
E-Collecting kann die Bürgerbeteiligung erleichtern, sofern der Kanton strenge Vorgaben zu Datenschutz und Betrugsverhinderung sicherstellt. Gleichzeitig muss die handschriftliche Unterschriftensammlung weiterhin möglich bleiben.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Entwicklungszusammenarbeit ist wichtig, gehört aber hauptsächlich in die Verantwortung des Bundes. Der Kanton sollte nur gezielt Mittel für Projekte mit nachweisbarem Nutzen einsetzen, damit die Wirkung stimmt und die kantonalen Finanzen geschont bleiben.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Neutralität der Schweiz ist ein hohes Gut, sollte aber nicht absolut interpretiert werden. Wirtschaftliche Sanktionen können ein wirksames Instrument zur Friedensförderung und zur Einhaltung von internationalem Recht sein. Gleichzeitig müssen die Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen, Bürger und die moralischen sowie humanitären Verpflichtungen sorgfältig abgewogen werden.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Videoüberwachung kann die öffentliche Sicherheit erhöhen und zur Verbrechensprävention beitragen. Gleichzeitig müssen Datenschutz, Zweckbindung und Transparenz strikt gewährleistet sein, um Freiheitsrechte der Bürger zu schützen.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Polizeidienst verlangt hohes Vertrauen, Loyalität und staatsbürgerliche Bindung. Die Zulassung sollte primär für Schweizer Bürger bleiben, um die Vertrauensbasis zur Bevölkerung und die staatliche Sicherheit zu gewährleisten. Ausnahmen könnten nur in sehr klar definierten, kontrollierten Fällen diskutiert werden.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Demonstrationen sind ein wichtiges demokratisches Recht, müssen aber verantwortlich und gesetzeskonform durchgeführt werden. Strengere Bewilligungspflichten, konsequentes Durchgreifen bei unbewilligten Veranstaltungen und die Verrechnung der Polizeikosten helfen, öffentliche Sicherheit, Ordnung und Fairness gegenüber allen Bürgern zu gewährleisten.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Nennung der Nationalität in Polizeimeldungen kann Spekulationen vorbeugen und für Transparenz sorgen, sollte aber nur sachlich und relevant für Ermittlungen oder die öffentliche Sicherheit erfolgen, ohne Vorurteile zu fördern.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine sichtbare Polizeipräsenz stärkt öffentliche Sicherheit, Prävention und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Die Mittel sollen zielgerichtet und effizient eingesetzt werden, insbesondere in sensiblen Bereichen, um Wirkung, Vertrauen und soziale Verantwortung zu gewährleisten.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Comment
Eine freie Marktwirtschaft fördert Innovation, Wohlstand und Effizienz, aber kurzfristig oder in bestimmten Lebenslagen profitieren nicht alle gleichermassen. Langfristig sind die gesellschaftlichen Vorteile jedoch deutlich spürbar.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Comment
Intensive elterliche Betreuung ist für Kinder wertvoll, aber nicht zwingend an Vollzeitpräsenz eines Elternteils gebunden. Wichtig sind Liebe, Aufmerksamkeit und ein stabiles Umfeld, egal ob beide Eltern arbeiten oder ein Elternteil zuhause ist.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Comment
Bestrafung ist wichtig, um Rechtsstaat und Sicherheit zu gewährleisten, aber auch die Wiedereingliederung spielt eine entscheidende Rolle, damit ehemalige Straftäter nicht rückfällig werden und die Gesellschaft langfristig geschützt bleibt.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Comment
Umweltschutz ist wichtig und notwendig, sollte aber wirtschaftlich tragbar und effizient umgesetzt werden. Ziel ist, Nachhaltigkeit und Wohlstand zu verbinden, ohne dass das Wirtschaftswachstum und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz unverhältnismässig belastet werden.
Comment
Die finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften kann ein sinnvoller Beitrag zur Sicherung von bezahlbarem Wohnraum sein. Bezahlbares Wohnen ist ein zentrales Anliegen und sollte auf mehreren Ebenen angegangen werden. Neben Initiativen und regulatorischen Massnahmen können gemeinnützige Genossenschaften langfristig stabile und sozial verträgliche Wohnangebote schaffen.