Seraina Casutt Hofstetter
Parti évangélique | 08.01.0
État sociale, famille et santé
Logements d’utilité publique
Le Canton devrait-il augmenter son soutien financier pour la construction de logements d'utilité publique (p. ex. par le biais d'aides financières aux coopératives d'habitation) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Prestations complémentaires (familles)
Faudrait-il introduire des prestations complémentaires pour les familles à faible revenu dans le canton de Berne ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Aus ökonomischer Sicht sind Ergänzungsleistungen für Familien ein teures, ineffizientes und potenziell kontraproduktives Instrument. Sie schaffen Fehlanreize, erhöhen die Staatsausgaben und wirken langfristig nicht nachhaltig.
Durcissement aide sociale
Êtes-vous favorable à un durcissement des mesures dans le domaine de l'aide sociale (p. ex. surveillance simplifiée en cas de suspicion d'abus) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Jeder missbräuchliche Fall bindet Mittel, die eigentlich für wirklich Bedürftige gedacht sind. Klare Kontrollen stabilisieren dieses Vertrauen und sichern die langfristige Akzeptanz des Systems.
Extension congé parental
Le congé parental rémunéré doit-il être prolongé au-delà des 14 semaines actuelles de congé maternité et des deux semaines de congé paternité ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Länder mit längerer Elternzeit haben nicht mehr Geburten – der Ausbau bringt also wenig. Gleichzeitig verschlechtert eine längere Abwesenheit die Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Sinnvoller wäre, die bestehenden 16 Wochen flexibel aufzuteilen, damit Eltern selbst entscheiden können, wer wie lange zu Hause bleibt. Das wäre gleichberechtigter und ohne Mehrkosten.
Réduction des primes
La réduction des primes d'assurances maladie doit-elle être renforcée afin que personne ne doive consacrer plus de 10 % de son revenu disponible à l'assurance-maladie ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Eine höhere Prämienverbilligung löst das Grundproblem nicht, sondern verteilt nur mehr Steuergeld um. Die Gesundheitskosten steigen weiter, und der Kanton trägt immer höhere Subventionen. Ökonomisch sinnvoller wäre es, die Grundversicherung zu entschlacken, also Leistungen auf das medizinisch Notwendige zu konzentrieren. Dadurch könnten die Prämien sinken. Wer mehr möchte, kann dies über Zusatzversicherungen abdecken. Das entlastet den Staat, erhöht die Kostentransparenz und stärkt die Eigenvera
Renforcement de la planification hospitalière cantonale
Êtes-vous favorable à un renforcement du contrôle cantonal de la planification hospitalière et de l’organisation des soins de santé (par exemple par une concentration des prestations) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ja. Erfahrungen aus Dänemark zeigen, dass eine stärkere Konzentration spezialisierter Leistungen die Qualität erhöht und Kosten senkt. Für komplexe Behandlungen ist ein längerer Anfahrtsweg zumutbar, zumal die Schweiz klein ist. Eine koordinierte Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinweg wäre wünschenswert.
Éducation & formation
Modèle scolaire intégratif
Le concept de l'école intégrative prévoit que les enfants ayant des difficultés d'apprentissage ou des handicaps soient scolarisé·e·s dans des classes ordinaires. Soutenez-vous cette approche ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Weder den leistungsschwächsten Kindern noch den besonders starken Schülern ist geholfen, wenn alle in einer grossen, heterogenen Klasse sitzen. Lehrpersonen werden zusätzlich belastet: Klassenhilfen ersetzen keine kleineren Klassen, denn die Verantwortung bleibt bei der Lehrkraft, und die Koordination kostet Zeit. Effektiver sind kleinere Klassen auf unterschiedlichen Niveaus, damit jedes Kind die Förderung erhält, die es wirklich braucht.
Classes séparées
Les enfants ayant une connaissance limitée de l'allemand devraient-ils être scolarisés dans des classes séparées jusqu'à ce qu'ils aient atteint un certain niveau linguistique ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Grundsätzlich sollte das individuell entschieden werden. Kinder lernen eine Sprache am schnellsten im natürlichen Kontakt mit anderen Kindern – durch Spielen, Alltagssituationen und soziale Integration, nicht durch künstlich isolierten Unterricht. Statt separaten Klassen sind Vereinstätigkeiten, Spielgruppen und frühe Einbindung in die Gemeinschaft oft wirksamer und fördern gleichzeitig die Integration.
Anglais comme première langue
Faut-il enseigner l’anglais comme première langue étrangère dans le canton de Berne, à la place d’une langue nationale (le français ou l’allemand selon la région) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Englisch ist für den Arbeitsmarkt heute zweifellos wichtiger als jede andere Fremdsprache. Trotzdem ist diese Frage weniger bildungspolitisch als kulturell: In der Schweiz gehört es zum Zusammenhalt und zum gegenseitigen Verständnis, dass wir die Landessprachen lernen. Aus Respekt und wegen der kulturellen Identität sollte eine Landessprache weiterhin zuerst unterrichtet werden.
Promotion de l’égalité des chances éducatives
Le Canton devrait-il davantage s’engager pour une égalité des chances en matière de formation (p. ex. par des cours de rattrapage subventionnés destinés aux élèves issus de familles à faible revenu) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Wer studieren will, findet in der Regel einen Weg. Es ist zumutbar, dass Studierende einen Teil ihrer Ausbildung durch Nebenjobs selbst mitfinanzieren. Modelle wie Teilzeitstudien oder flexible Arbeitsmöglichkeiten machen das heute gut möglich. Zusätzliche staatliche Anreize braucht es deshalb nicht.
Migration & intégration
Droit de vote étrangers
Seriez-vous favorable à ce que les personnes étrangères qui résident en Suisse depuis au moins dix ans obtiennent le droit de vote et d'éligibilité au niveau communal, dans le canton de Berne ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ein Ausländer hat jederzeit die Möglichkeit, sich einbürgern zu lassen. Politische Teilhabe sollte aus meiner Sicht der letzte Schritt der Integration sein, nicht einer der ersten. Wer dauerhaft mitbestimmen möchte, soll den Weg der Einbürgerung gehen – das schafft Verbindlichkeit, zeigt Identifikation mit dem Land und sorgt für gleiche Regeln für alle.
Accueil direct des réfugiés
Le canton de Berne doit-il s'engager pour que davantage de réfugiés provenant directement des camps (par exemple en Grèce ou à Gaza) soient accueillis en Suisse (réfugiés dits de réinstallation) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ich würde das nicht befürworten. Wer in der Schweiz leben und arbeiten möchte, soll eine Aufenthaltsbewilligung erhalten, wenn er hier einer Tätigkeit nachgehen kann und für seinen Unterhalt selbst sorgt. Das reduziert wirtschaftlich motivierte Migration und entlastet das Asylsystem. Asylgesuche sollten bereits im Herkunfts- oder in sicheren Nachbarländern geprüft werden. Ich bin hier aber offen, auf Argumente einzugehen und die Diskussion zu führen.
Intégration des étrangers
Le canton de Berne doit-il soutenir davantage les étrangères et les étrangers dans leur intégration (p. ex. promotion linguistique étendue, travailleur·euse·s sociaux supplémentaires) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Wer sich integrieren will, schafft das in der Regel auch – vor allem durch Eigeninitiative, Arbeit, soziale Kontakte und Alltagserfahrungen. Zusätzliche staatliche Programme sind nicht immer nötig. Entscheidend ist die Bereitschaft der Menschen selbst, sich einzubringen.
Durcissement naturalisation
Selon vous, les conditions de naturalisation cantonales (p. ex. les connaissances linguistiques), devraient-elles être revues à la hausse ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Die heutigen Anforderungen von B1 mündlich und A2 schriftlich sind angemessen. Wer sich integrieren will, erreicht dieses Niveau problemlos. Eine weitere Verschärfung bringt wenig Mehrwert und schafft eher unnötige Hürden. Entscheidend ist die tatsächliche Integration im Alltag, nicht immer höhere formale Anforderungen.
Cartes de paiement (asile)
Êtes-vous favorable à l'introduction de cartes de paiement pour les requérants d'asile (au lieu d'argent liquide) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Bezahlkarten machen das System transparenter und effizienter. Sie stellen sicher, dass staatliche Unterstützung zweckgebunden eingesetzt wird und reduzieren Missbrauchsmöglichkeiten. Gleichzeitig bleibt die Grundversorgung gewährleistet. Für die Behörden vereinfacht sich die Abwicklung, und Gemeinden werden administrativ entlastet. Insgesamt schafft das mehr Ordnung und Klarheit im Asylwesen.
Résiliation des accords bilatéraux
La Suisse doit-elle dénoncer les accords bilatéraux avec l'Union européenne (UE) et viser un accord de libre-échange sans libre circulation des personnes ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ich würde eine selbstbestimmte Schweiz grundsätzlich befürworten. Allerdings ist es unrealistisch, dass die EU ein reines Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit akzeptieren würde. Die Bilateralen sind für die EU ein Gesamtpaket, und sie hat mehrfach deutlich gemacht, dass Handel ohne Personenfreizügigkeit für sie nicht infrage kommt. Deshalb ist ein solcher Weg zwar wünschenswert, aber politisch kaum durchsetzbar.
Société, cultur & éthique
Rénovation Musée d'art Bern
Le canton souhaite participer à hauteur d'environ 81 millions de francs suisses à la rénovation et à la reconstruction du Musée des Beaux-Arts de Berne (rénovation de l'ancien bâtiment et remplacement de l'extension dite « Atelier 5 »). Êtes-vous favorable à cette proposition ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
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81 Millionen Franken sind eine sehr hohe Summe, und ich bezweifle, dass dieser Betrag im aktuellen finanziellen Umfeld gerechtfertigt ist. Der Kanton hat wichtigere Prioritäten als den teuren Ausbau eines Kunstmuseums. Sanierungen sollen sinnvoll und verhältnismässig sein, aber nicht in dieser Grössenordnung.
Légalisation cannabis
Le canton de Berne doit-il s'engager en faveur de la légalisation du cannabis ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ich bin eher für eine Legalisierung von Cannabis. Mit einer hohen Besteuerung und klaren Regeln – etwa zur Begrenzung des THC‑Gehalts – könnte man den illegalen Handel wirksam zurückdrängen. Eine kontrollierte Abgabe schafft Transparenz, schützt Konsumierende besser und entzieht dem Schwarzmarkt die Grundlage.
Interdiction langage neutre
Faut-il interdire aux instances cantonales (autorités, écoles) d'utiliser un langage neutre sur le plan du genre dans leurs communications écrites en recourant à l'astérisque ou à d'autres signes similaires ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Erwachsene sollen selbst entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten. Was mich stört, ist die zunehmende Unlesbarkeit von Texten, wenn man politische Korrektheit übertreibt.
Produits animaux en cantine
Les cantines et restaurants du personnel appartenant au canton doivent-ils être tenus de proposer des plats contenant des produits animaux (par exemple, pas uniquement des options végétaliennes à la cafétéria de l’université) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Ich würde das den Kundinnen und Kunden sowie dem Kantinenbetreiber überlassen. Sie wissen am besten, was nachgefragt wird und was wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Staat muss hier nicht regulierend eingreifen – Angebot und Nachfrage sollen das bestimmen.
Soutien direct aux médias
Êtes-vous favorable à un soutien direct des médias par le canton (p. ex. aide financière aux médias pour la couverture régionale et cantonale) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ich stehe einer direkten Medienförderung skeptisch gegenüber. Sobald der Staat Medien finanziert, entsteht immer das Risiko, dass ihre Unabhängigkeit und kritische Distanz leidet – selbst wenn es nicht beabsichtigt ist. Medien müssen frei und unabhängig bleiben, gerade um den Staat kontrollieren zu können. Regionale Berichterstattung ist wichtig, aber sie sollte durch Vielfalt, Wettbewerb und private Initiativen gesichert werden, nicht durch staatliche Gelder.
Financement églises
Le canton de Berne soutient les églises nationales à hauteur d'environ 73 millions de francs par an (contribution de base et prestations à l'ensemble de la société). Êtes-vous favorable à ce soutien ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Die Kirchen leisten viel mehr, als sie kosten – vor allem durch koordinierte Freiwilligenarbeit für ältere und vulnerable Menschen. Würden sie sich vollständig selbst finanzieren müssen, fielen viele dieser Angebote weg und der Staat müsste sie als Sozialleistungen übernehmen. Auch kulturell wären Verluste gross. Kirchen sind wie die Landessprachen Teil unseres kulturellen Erbes.
Finances & impôts
Baisse des impôts cantonaux
Êtes-vous favorable à la réduction prévue de l'imposition au niveau cantonal, au cours des quatre prochaines années ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Eine Senkung der Steueranlage stärkt die Standortattraktivität des Kantons und zieht finanzstärkere Personen sowie Unternehmen an. Das erhöht langfristig die Steuereinnahmen und schafft wirtschaftliche Dynamik. Zudem bleibt mehr Geld bei den Menschen und Betrieben, die es erfahrungsgemäss effizienter und zielgerichteter einsetzen als der Staat. Das fördert Investitionen, Innovation und Wachstum.
Assouplissement frein à l’endettement
Seriez-vous en faveur d'un assouplissement du frein à l'endettement cantonal ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ich kann mich hier nicht eindeutig auf eine Seite schlagen. Mir ist wichtig, dass wir zukünftigen Generationen keine unnötigen Schulden hinterlassen und finanziell solide bleiben. Gleichzeitig sehe ich, dass gewisse Investitionen sinnvoll sein können. Entscheidend ist für mich, dass der Kanton verantwortungsvoll haushaltet und nur dort mehr ausgibt, wo es langfristig wirklich notwendig ist.
Imposition individuelle
Les couples mariés devraient-ils être imposés en tant que personnes individuelles (imposition individuelle) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Ehepaare sollen nicht als Einzelpersonen besteuert werden. Eine Ehe bedeutet gegenseitige Verantwortung – finanziell wie im Alltag. Aus Sicht des Staates bildet ein Ehepaar eine wirtschaftliche Einheit, die gemeinsam plant, entscheidet und trägt. Die Individualbesteuerung würde diese Realität ignorieren und könnte traditionelle Familienmodelle benachteiligen. Das heutige System anerkennt, dass Partnerschaften gemeinsam funktionieren und nicht zwei völlig getrennte Einzelhaushalte sind.
Adaptation péréquation financière
Le canton de Berne a adapté la péréquation financière de manière à ce que les villes de Berthoud et Langenthal soient indemnisées pour les charges liées à leur statut de centre urbain, de ce fait la ville de Berne recevra moins d'argent. Êtes-vous favorable à cette mesure ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Impôt résidences secondaires
Le canton de Berne doit-il autoriser un impôt supplémentaire sur les résidences secondaires dans le cadre de la suppression de la valeur locative ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Économie & travail
Privatisation partielle BCBE
Le canton de Berne doit-il diminuer sa part dans la Banque cantonale bernoise (BCBE) à moins de 50 % (privatisation partielle) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Introduction d'un salaire minimum cantonal
Êtes-vous favorable à l'introduction d'un salaire minimum de 4'200CHF pour un emploi à temps plein (environ 24 CHF de l'heure) applicable à tous les salariés ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Ein einheitlicher Mindestlohn von 4'200 Franken klingt gut gemeint, hätte aber unerwünschte Folgen. Ein so hoher Mindestlohn würde Menschen mit geringerer Produktivität aus dem ersten Arbeitsmarkt drängen, weil viele Betriebe sie zu diesem Lohn nicht mehr anstellen könnten. Das Risiko steigt, dass genau jene, die Unterstützung brauchen, in staatliche Programme oder die Arbeitslosigkeit abrutschen. Flexiblere Löhne ermöglichen mehr Einstiegschancen und erhalten Arbeitsplätze.
Libéralisation des horaires commerciaux
Êtes-vous favorable à une libéralisation totale des heures d'ouverture des commerces (fixation à la discrétion de l'entreprise, dans le respect de la loi sur le travail) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Eine vollständige Liberalisierung der Öffnungszeiten würde zwar mehr Flexibilität bringen, aber sie hätte auch soziale Kosten. Gerade an Festtagen sollen Mitarbeitende Zeit mit ihrer Familie verbringen können. Das Arbeitsgesetz schützt zwar, aber nicht vor indirektem wirtschaftlichem Druck. Verlässliche Ruhezeiten sind wichtig für Gesundheit, Familie und Gesellschaft.
Contrôle de l'égalité salariale femmes-hommes
Êtes-vous en faveur d'un contrôle plus strict de l'égalité des salaires entre hommes et femmes (p.ex. lorsque des entreprises bénéficient de marchés publics) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Ich sehe keine Notwendigkeit für strengere staatliche Kontrollen. In meinem eigenen Berufsleben wurde ich nie gezwungen, zu einem Lohn zu arbeiten, den ich nicht akzeptiert habe – Löhne entstehen durch Verhandlung, Qualifikation und Marktbedingungen. Unternehmen sollten nach Leistung und Funktion bezahlen, nicht nach Geschlecht. Wo Ungleichheiten bestehen, können bestehende Gesetze bereits greifen. Zusätzliche Kontrollen schaffen vor allem Bürokratie, aber nicht automatisch mehr Fairness.
Régulation plateformes de taxi
Êtes-vous favorable à une réglementation plus stricte des plateformes qui proposent des services de taxi (p. ex. obligation d'autorisation pour les taxis Uber) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Ich sehe keinen Grund für zusätzliche Regulierung. Wenn ein Unternehmen wie Uber eine Dienstleistung anbietet und Kundinnen und Kunden diese freiwillig nutzen, sollte der Staat nicht unnötig eingreifen. Entscheidend ist, dass bestehende Arbeits- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden – dafür braucht es keine neuen Hürden. Mehr Regulierung würde vor allem Innovation bremsen und den Wettbewerb verzerren, ohne dass ein klarer Nutzen entsteht.
Service public rural
Le Canton de Berne devrait-il davantage soutenir l'offre des services publics (p. ex. transports publics, services administratifs) dans les régions rurales ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Ich bin dagegen. Wer ländlich wohnt, entscheidet sich bewusst für tiefere Wohnkosten und weniger Anbindung. Das sollte der Staat nicht künstlich ausgleichen. Mehr Unterstützung würde Pendeln fördern, was ökologisch und verkehrstechnisch problematisch ist, und die Zersiedlung verstärken. Wir sollten dichter und nachhaltiger wohnen statt immer mehr Infrastruktur in Randgebiete zu verlagern.
Environnement & énergie
Levée interdiction nucléaire
Le Canton de Berne doit-il s'engager en faveur de la levée de l'interdiction de construire de nouvelles centrales nucléaires ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Atomkraftwerke ermöglichen eine stabile, saubere und CO₂‑arme Stromproduktion. Sie machen uns unabhängiger von ausländischen Energieimporten und stärken die Versorgungssicherheit – gerade im Winter, wenn erneuerbare Energien weniger liefern. Moderne Reaktoren sind deutlich sicherer und wirtschaftlich effizient, was langfristig stabile Strompreise unterstützt. Deshalb soll sich der Kanton Bern für die Aufhebung des Neubauverbots einsetzen.
Exigences écologiques agriculture
Le canton doit-il renforcer les exigences écologiques pour les surfaces agricoles louées (p. ex. interdiction des pesticides synthétiques) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Bäuerinnen und Bauern haben ein eigenes, starkes Interesse daran, ihr Land gesund zu halten – es ist ihre Lebensgrundlage. Niemand hat ein Interesse daran, Böden oder Produkte unnötig zu belasten. Die Landwirtschaft arbeitet bereits unter strengen Vorgaben, Kontrollen und Marktanforderungen. Weitere Verbote würden ihre Arbeit erschweren, ohne dass ein klarer zusätzlicher Nutzen entsteht. Man sollte den Bauern zutrauen, ihren Job verantwortungsvoll zu machen.
Énergies renouvelables
Les subventions cantonales pour les énergies renouvelables dans le domaine du bâtiment doivent-elles être augmentées (p. ex. pour le remplacement des systèmes de chauffage ou les infrastructures de recharge pour la mobilité électrique) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Ich bin skeptisch, ob höhere Förderbeiträge wirklich viel bewirken. Viele ersetzen ihre Heizungen ohnehin, wenn es technisch oder wirtschaftlich nötig ist. Zusätzliche Subventionen verursachen hohe Kosten, ohne garantierten Mehrnutzen. Wichtiger ist, dass erneuerbare Technologien effizient und bezahlbar bleiben, statt immer stärker vom Staat abhängig zu werden.
Protection animale d'élevage
Êtes-vous favorable à des réglementations plus strictes en matière de protection des animaux d'élevage (p. ex. accès permanent à l'extérieur) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Énergie hydraulique
Êtes-vous favorable à l'extension des centrales hydroélectriques dans la région du Grimsel et du Susten ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Das Grimsel‑ und Sustengebiet gehört zu den besten Standorten der Schweiz für zusätzliche Wasserkraft. Dort kann mit vergleichsweise wenig Eingriff viel Winterstrom produziert werden – genau dann, wenn wir ihn am dringendsten brauchen. Wasserkraftwerke dienen zudem als natürliche „Batterien“: Sie speichern Energie und stabilisieren das Netz. Ein Ausbau stärkt die Versorgungssicherheit, ist klimafreundlich und nutzt vorhandene Infrastruktur optimal.
Protection grands prédateurs
Le canton de Berne devrait-il accorder davantage d'importance à la protection des grands prédateurs (loups et lynx), par exemple en réduisant les tirs préventifs ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Transport
Développement transports publics
Le canton doit-il allouer davantage de moyens financiers au développement des transports publics ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Développement autoroutier
Êtes-vous favorable au projet d'extension de l'autoroute A1/A6 près de Berne (notamment contournement est de Berne, raccordement Wankdorf, élargissement de la chaussée Wankdorf-Schönbühl) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Mobilité douce
Faut-il développer plus rapidement les infrastructures destinées à la mobilité douce (p. ex. pistes cyclables) dans le canton de Berne ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Interdiction 30 km/h
Êtes-vous favorable à l'interdiction de la limitation de vitesse à 30 km/h sur les routes à forte circulation dans les agglomérations ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Die Einführung oder das Verbot von Tempo 30 sollte nicht zentral vom Kanton vorgeschrieben werden. Die betroffenen Gemeinden kennen ihre Strassen, Verkehrsflüsse und Bedürfnisse am besten. Sie sollen selbst entscheiden können, wo Tempo 30 sinnvoll ist und wo nicht. Ein kantonales Verbot würde lokale Handlungsspielräume unnötig einschränken und praxisnahe Lösungen verhindern.
Institutions & médias
Administration numérique
Les services administratifs sur place (par ex. au guichet) doivent-ils être réduits au profit d'offres électroniques (principe de la priorité au digital) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Collecte numérique de signatures
Le canton doit-il s'engager en faveur de l'introduction de l'e-collecting (collecte numérique de signatures) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Coopération au développement
Le Canton de Berne doit-il augmenter son soutien financier à la coopération au développement ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Neutralité stricte
La Suisse devrait-elle interpréter sa neutralité de manière stricte (renoncer dans une large mesure aux sanctions économiques) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Die Schweiz soll ihre Neutralität klar, glaubwürdig und konsistent wahren. Sie muss unabhängig bleiben und ihre Vermittlerrolle schützen, aber gleichzeitig internationale Verantwortung übernehmen. Sanktionen sollen nur dann unterstützt werden, wenn sie völkerrechtlich breit abgestützt sind und die Neutralität nicht untergraben.
Sécurité & police
Vidéosurveillance renforcée
Êtes-vous favorable à un renforcement de la vidéosurveillance dans les lieux publics ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Commentaire
Videoüberwachung darf kein Ersatz für echte Sicherheitsarbeit sein.
Police ouverte aux étrangers
Dans le canton de Berne, la nationalité suisse est requise pour exercer la fonction de policier. À l'avenir, les étrangers titulaires d'un permis de séjour C devraient-ils également être admis ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Répression des manifestations
Faut-il adopter une approche plus stricte face aux manifestations (renforcement des autorisations, intervention plus ferme de la police en cas de manifestations non autorisées, facturation systématique des frais de police) ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Mention nationalité par police
La nationalité des suspects doit-elle être systématiquement mentionnée dans les communiqués de police du canton de Berne ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
|---|---|---|---|
Commentaire
Ob die Nationalität genannt wird, sollte eine fachliche Entscheidung der Polizei bleiben – abhängig vom Kontext und der Relevanz für die Ermittlungen. Eine starre Pflicht führt schnell zu Verzerrungen und unnötigen Spannungen. Wichtig ist, dass Informationen sachlich und zweckgebunden kommuniziert werden, nicht pauschal oder politisch aufgeladen.
Présence policière renforcée
La présence policière devrait-elle être visiblement renforcée ?
| Non | Plutôt non | Plutôt oui | Oui |
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Valeurs
Économie marché libre
Comment jugez-vous l'affirmation suivante: "A long terme, une économie de libre marché profite à toutes et tous."
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Parent au foyer temps plein
Comment jugez-vous l'affirmation suivante: "Pour un enfant, il est préférable qu'un des parents reste à la maison à plein temps pour s'occuper de lui."
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Commentaire
Ich habe mir das als Kind gewünscht und wünsche das auch allen anderen. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass Familien unterschiedlich sind und verschiedene Modelle funktionieren können. Wichtig ist, dass Kinder verlässliche Betreuung und emotionale Präsenz erhalten – wie das organisiert wird, sollte jede Familie selbst entscheiden.
Sanctions contre criminels
Comment jugez-vous l'affirmation suivante: "Punir les criminels est plus important que de les réintégrer dans la société."
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Protection environnement
Comment jugez-vous l'affirmation suivante: "Une plus forte protection de l'environnement est nécessaire, même si son application limite la croissance économique."
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Commentaire
Mehrere Studien zeigen, dass starke Subventionen im Wohnungsbau oft nicht den gewünschten Effekt erzielen. In den untersuchten Regionen wurde trotz hoher Förderungen weniger gebaut, als man erwarten würde. Gleichzeitig sind die Preise weiter gestiegen. Die Forschung wertet das als klaren empirischen Befund: Umfangreiche Subventionen führen nicht automatisch zu mehr Angebot, sondern können sogar mit einer tieferen Bautätigkeit und höheren Kosten einhergehen.